ALLGEMEINES ZU PERU
Hier finden Sie wichtige Informationen über Peru geordnet
nach folgenden Rubriken:
Bevölkerung - Sprache
- Religion - Geschichte
- Wirtschaft - Kulinarische
Vielfalt - Musik - Museen
- Kultureller Kalender - Zeitdifferenz
- Stromspannung
Perus Bevölkerung wird für das Jahr 2005 auf 27,9 Millionen
geschätzt, von denen 72,3 % in städtischen Gebieten wohnen
und etwa 8 Millionen sich in der Metropole Lima konzentrieren. Die
regionale Verteilung der Bevölkerung ist sehr unterschiedlich:
Während in der Urwaldregion, dem mit Abstand größten
Gebiet Perus, nur 11 % aller Peruaner wohnen, leben im Hochland
34 % der Bevölkerung. Die dichteste Besiedelung findet sich
in der Küstenregion (55 %).
Ungefähr die Hälfte der Bevölkerung in Peru sind
Indígenas, ca. 35 % Mestizen (Nachkommen eines indianischen
und eines spanischen Elternteils) und 12 % Weiße. Der Anteil
der Schwarzen und Asiaten an der Bevölkerung liegt bei ca.
4 %. Im Amazonastiefland leben rund 500.000 Indianer, die sich in
52 ethnische und 12 sprachliche Familien einteilen lassen.
Viele der Indígenas, vor allem in der Hochlandregion um Cusco
und Ayacucho, sprechen noch die Sprache der Inka - das Quechua.
Diese Sprache, die in zahlreichen Dialekten gesprochen wird, ist
neben dem Spanischen die zweite Nationalsprache Perus. Daneben existieren
noch das Aymara (Sprache der Bewohner rund um den Titicacasee) sowie
die Idiome der Indianer des Amazonasgebietes.
Die soziale Lage der meisten Menschen ist nach wie vor schlecht.
Mehr als die Hälfte der Peruaner lebt unter der Armutsgrenze,
viel haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, unbedenklicher
Wasserversorgung und ausreichender Ernährung. 33,4 % der Bevölkerung
ist unter 15 Jahre alt, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt
bei 69 Jahren.
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Die Amtssprache Perus ist Spanisch.
Daneben gibt es noch Quechua (in der Andenregion), Aymara (im Departamento
Puno), sowie verschiedenste Sprachen im Amazonasgebiet
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Die große Mehrheit der Bevölkerung ist katholisch.
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Spätes Paleolithikum (Lauricocha-Huanuco, 8000 v. Chr.)
Erste Spuren menschlicher Zivilisation in Lauricocha (Huanuco),
obwohl bereits Hinweise auf Menschen aus der Zeit von 10.000-12.000
v. Chr. existieren.
Frühe Geschichte - regionale prä-kolumbianische Kulturen
Die Küste und das Hochland Perus wurden von aufblühenden Kulturen
bevölkert, welche aufwendige Sozial- und Verwaltungssysteme unterhielten.
In ihren Hinterlassenschaften, besonders in den gefundenen Keramiken,
finden sich Darstellungen ihrer Geschichte und ihrer Lebensweise.
Im Falle des Herren von Sipán, welcher der Moche oder Mochica
Kultur zuzuordnen ist, können, was Macht und Reichtum der Kultur
angeht, Vergleiche mit den Hinterlassenschaften der ägyptischen
Pharaonen gezogen werden. Die bemerkenswertesten Kulturen dieser
Epoche sind:
| Caral |
3000-1800 v. Chr. |
Caral-Supe |
| Chavín de Huántar |
1000-300 v. Chr. |
Chavín (Ancash) |
| Paracas-Kultur |
700 v. Chr.-200 n. Chr. |
Paracas |
| Nazca-Kultur |
200-600 n. Chr. |
Nazca (Ica) |
| Tiahuanaco-Huari |
200 v. Chr.-1200 n. Chr. |
Titicaca (Puno und Bolivien) |
| Mochica-Kultur |
200-800 n. Chr. |
Lambayeque (La Libertad) |
| Chimú Kultur |
1200-1450 n. Chr. |
Chan-Chan (La Libertad) |
Das Reich der Inka (ca. 900-1535, Höhepunkt 1438-1532)
Der Legende nach wurden die Inka durch die Göttergestalten Manco
Cápac und Mama Ocllo, einen Mann und eine Frau, ins Leben
gerufen. Diese erhoben sich aus dem Wasser des Titicacasees, um
einen golden Stab in die fruchtbaren Böden des Tales des Vilcanota
Flusses zu treiben und so die Stadt Cusco, den "Nabel der Welt",
zu gründen. Das Inka Imperium, oder Tahuantinsuyo genannt, erreichte
seinen Höhepunkt unter dem Inka Pachacútec. Unter seiner
Herrschaft erstreckte sich das Reich der Inka über Gebiete von Peru,
Ecuador, Bolivien, Kolumbien und Argentinien.
Koloniale Periode (1532-1554)
Im Jahre 1532 erreicht Francisco Pizarro den Strand des heutigen
Tumbes. Durch die Streitigkeiten um die Thronfolge des Inkareiches
zwischen den Brüdern Huáscar und Atahualpa geschwächt, besiegt
der Spanier die Inka und unterwirft sie. Im November 1534 besetzt
er die damalige Hauptstadt des Inka Imperiums Cusco und am 18. Januar
des Jahres 1535 gründet er Lima, die Stadt der Könige. Die Eroberung
des Inkareiches ist von Unterdrückung und Blutvergießen gekennzeichnet.
Die Spanischen Eroberer fechten in ihrer Macht- und Goldgier Kämpfe
untereinander aus, so dass im Laufe der Zeit sämtliche Eroberer
einen gewaltsamen Tod finden.
Das Vizekönigreich 1554-1821
Durch königlichen Erlass erklärt Karl I, König von Spanien, Peru
zum Vizekönigreich Spaniens. Zusammen mit Neuspanien (heutiges Mexiko)
wird Peru zum Mittelpunkt der Kolonialverwaltung bis zur Mitte des
18. Jahrhunderts. Für die Einheimischen ist dies jedoch eine Zeit
der Unzufriedenheit, in der sie unablässig gegen die spanische Vorherrschaft
und die Unterdrückung rebellieren. Zu den bedeutendsten Rebellen
gehören die Gruppen unter der Führung von Túpac Amaru und
Santos Atahualpa.
Peruanische Unabhängigkeit 1813-1824
Anfang des 19. Jahrhunderts geht durch den gesamten lateinamerikanischen
Kontinent ein Aufbegehren gegen die Kolonialherren, zum großen
Teil unter der militärischen Führung der "Befreier" (Los Libertadores)
Simon Bolívar, Antonio José de Sucre und Jose de San
Martín. Im Jahre 1821 wird die Unabhängigkeit ausgerufen
und die Republik Peru gegründet.
Die Republik von 1829 bis heute
Die ersten hundert Jahre der peruanischen Republik waren von
zahlreichen Konflikten mit den benachbarten Staaten geprägt, bei
denen es weitestgehend um Streitigkeiten über Landesgrenzen ging.
Besonders die Kämpfe um Gebiete mit vielen natürlichen Ressourcen,
wie Guano (als natürliches Düngemittel) und Salpeter mit dem Nachbarstaat
Chile hatten negative Auswirkungen auf die junge Republik. 1922
verzichtete Peru im Salomon Lozano Vertrag auf das gesamte untere
Putumayo Gebiet. Besonders wichtig ist der Verzicht auf das Amazonas-Trapez,
durch dessen Besitzwechsel Kolumbien Zugang zum Amazonas erhält.
Im Jahre 1941 verlagerte sich der Konflikt in den Norden, als sich
territoriale Streitigkeiten mit Ecuador verschärfen. Im Brasilia
Act, der am 28. Oktober 1998 unterzeichnet wurde, konnte man sich
auf eine Festlegung der Grenzen einigen. In den 80er Jahren und
zu Beginn der 90er litt Peru stark unter den Auswirkungen des Terrorismus
und des Drogenhandels. Unter der Regierung von Alberto Fujimori
konnte beides jedoch äußerst wirkungsvoll bekämpft werden. 1998
wurde die Republik von einer schwerwiegenden wirtschaftlich-finanziellen
Krise heimgesucht, von deren Auswirkungen das Land sich bis heute
nicht vollständig erholt hat. In der Präsidentschaftswahl im März
2001 wurde Dr. Alejandro Toledo zum Präsidenten der Republik für
die Präsidentschaftsperiode von 2001 bis 2006 gewählt. Seit Juni
2006 ist Alan García wieder amtierender Präsident. Er
gewann mit 52,62 % der Stimmen bei einer Stichwahl gegen seinen
nationalistischen Widersacher Ollanta Humala. García war
schon einmal Staatspräsident Perus, von 1985 bis 1990.
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Mit Peru wurde schon immer Gold, Guano und Kautschuk verbunden,
neben denen aber keine weitgefächerte Entwicklung einer industriellen
Produktionsstruktur stattgefunden hat. Obwohl Peru ein an Naturressourcen
reiches Land ist, hat es seinen Weg zu einer wirtschaftlichen Weiterentwicklung
noch nicht gefunden.
Der Fischfang gilt als der Hauptsektor wirtschaftlicher Produktion,
insbesondere auch die internationale Produktion von Fischmehl als
Viehfutter. Der zweite große Sektor liegt im Bereich des Bergbaus
in der Metall- und Hydrocarbonatextraktion. Auch liegt Lateinamerikas
führende Goldmine, Yanacocha in der Stadt Cajamarca, in Peru.
Vor kurzem wurden Verträge für die Nutzung des Erdgases,
das man vor einiger Zeit im peruanischen Urwald fand, mit führenden
ausländischen Firmen abgeschlossen.
Die Tourismusindustrie steckt noch in den Kinderschuhen und wird
hauptsächlich mit den traditionellen historischen und archäologischen
Touristenzielen in Verbindung gebracht. Erst in jüngster Vergangenheit
entstanden alternative touristische Projekte abseits der herkömmlichen
Touristenrouten, wie in Nordperu. Der Tourismus gilt als Zukunftsindustrie
des Landes. Zahlreiche Investitionen in den letzten Jahren haben
für gesunde Wachstumsraten der Besucherzahlen gesorgt. Ein
Problem ist immer noch die schlechte Infrastruktur einiger touristischer
Attraktionen im Land.
Nach einer der größten Rezessionen als Ergebnis einer
inadäquaten neoliberalen Politik der vorherigen Regierung,
wird in Peru wieder ein positives Wirtschaftswachstum erreicht.
Diese Politik ist auch der Hauptgrund für die niedrige Inflationsrate
im Land, durch die eine extrem hohe Unterbeschäftigung und
Arbeitslosigkeit in großen Teilen der Bevölkerung ausgelöst
wurde. Dies wirkte sich besonders negativ auf bestimmte traditionelle
Sektoren aus, wie beispielsweise auf die Landwirtschaft. Hierdurch
kam es zu einer verstärkten internen Migration in die größten
Städte, speziell in die Hauptstadt Lima.
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Die peruanische Küche ist sehr vielseitig. An der Küste
gibt es eine große Auswahl an Gerichten auf Basis von Fisch,
wie der Seebrasse und Seezunge, sowie Meeresfrüchten wie Langusten,
Muscheln, Tintenfisch und Krebsen. Ebenfalls viel verwendet werden
Hühner- und Rindfleisch. Im Hochland werden viel Kartoffeln
verwendet, sowie Quinoa, Weizen, Rind- und Schweinefleisch. Im Regenwald
sind die Gerichte auf Süßwasserfische ausgerichtet. Fische
wie der paiche und der dorado werden mit Yucca, Palmherzen
und Kochbananen kombiniert. Die Auswahl an Früchten und Gemüse
ist groß und besonders die Küste ist ein Paradies für
Früchteliebhaber, denn hier ist nicht nur alles frisch (wie
in ganz Peru), sondern dazu noch besonders billig.
Typische Gerichte:
Anticucho: Am Spieß gegrilltes Rinderherz.
Chicharrón de Chancho: Schweinefleisch knusprig geröstet
mit einer dicken Speckschwarte.
Ceviche: Kalte Vorspeise aus rohen Fischstücken, mit
besonders saurem Limonensaft mariniert und mit Zwiebeln und Chili
serviert.
Chupe de Camarones: Suppe aus Garnelen, Kartoffeln und Gemüse.
Ají de gallina: Hühnerfleisch in einer leicht
scharfen, cremigen Sauce.
Lomo Saltado: Rindfleischstücke gebraten mit Zwiebeln
und Paprika, dazu Kartoffeln und Reis.
Pachamanca: eine Auswahl mehrerer Fleisch- und Gemüsesorten,
die über glühenden Steinen in Erdgruben gegart werden.
Rocoto Relleno: Mit Rindfleisch gefüllte scharfe Paprika.
Estofado: Eintopf aus Fleisch, Mais, Kartoffeln und Karotten,
mit scharfer Käse-Paprika-Sauce.
Sopa a la Criolla: Landestypische Nudelsuppe mit Fleischeinlage.
In der Selva:
Tacacho: Knödel aus Kochbanane und Speck, manchmal gemischt
mit Maniok und Bohnen.
Hier finden Sie Rezepte
Früchte:
Lucuma: Von der Form her erinnert sie ein wenig an eine
Feige, von der Farbe an eine Avocado, nur etwas brauner, und von
der Größe an eine Orange. Das Innere ist sehr kompakt
und reichhaltig, gelb bis ockerfarben, mit einer Konsistenz wie
die einer Kartoffel. Der Geschmack erinnert durch die Konsistenz
ebenfalls ein wenig an Kartoffeln, die Lucuma ist aber süß
und leicht cremig. In das Fruchtfleisch eingebettet sind mehrere
Kerne, die eigentlich Kastanien ähneln, jedoch eine Spur schwerer
als diese sind.
Granadilla: Sie sieht ein bisschen aus wie ein kleiner Granatapfel
oder eine Orange mit fester, glatter Schale. Diese Schale läßt
sich mit etwas Kraft eindrücken. Darunter findet man eine weiße,
mehrere Millimeter dicke weiche Haut, die es auch noch zu überwinden
gilt, bevor man den schmackhaften Teil dieser Frucht findet. Dieser
besteht aus einem Ballen aus etwa halbzentimetergroßen Kernen
mit Fruchthülle. Dieser Ballen lässt sich mit etwas Geschick
mit einem Löffel teilen und in mundgerechteren Portionen verspeisen.
Die Hülle ist süß und saftig, beißt man auf
die Kerne, so bekommt das Ganze eine säuerliche Note.
Papaya: Die Papayas hier haben, im Gegensatz zu den bei
uns erhältlichen Exemplaren, eine beachtliche Größe,
etwa die einer mittleren Wassermelone. Ihre Schale ist gelb und
wird vor dem Verzehr abgeschält. Im Inneren des weichen Fruchtfleisches
ist ein Hohlraum mit kleinen, schwarzen Kernen, die man ebenfalls
nicht mitisst. Die Papaya wird gerne zu Saft verarbeitet, dessen
Geschmack sich mit etwas Limonensaft deutlich verfeinern lässt.
Peruanische Limonen: Die peruanischen Limonen sind nur etwa
4 cm groß. Die bei uns weit verbreitete Zitrone wird man hier
vergeblich suchen, im Gegensatz dazu wird die Limone für vielerlei
Dinge verwendet, wie zum Abschmecken von Saucen, für Salat
oder über gebratenem Fisch. Die dunkelgrüne Limone (oder
Limette) ist herber als die artverwandte Zitrone, aber nicht weniger
sauer - im Gegenteil, die peruanische Limone ist so sauer, dass
durch sie ein ganz eigenes Gericht entstanden ist: die Ceviche.
Hierfür werden roher Fisch oder Meeresfrüchte nur durch
das beträufeln mit Limonensaft innerhalb weniger Minuten richtiggehend
gekocht.
Moyamoya (Annone): leicht verderbliche Frucht mit grüner
Schale
Tamarinde: längliche Frucht mit harter, brauner Schale,
die wie eine Erdnuss jeweils einen Kern in einer ihrer bollenartigen
Verdickungen hat. Um diesen Kern herum ist eine dünne, dunkelorangefarbene
essbare Fruchtschicht. Achtung: die Tamarinde ist so sauer, dass
man sich dabei die Zunge verätzen kann. Dafür enthält
sie äußerst viel Vitamin C.
Caygua/Caihua: Sie sieht eigentlich aus wie eine Kreuzung
aus einer Drachenechse und einer Paprikaschote. Sie ist blasshellgrün,
und etwas länglicher als unsere Paprika. Ihre Form ist unregelmäßiger,
und sie hat an einigen Stellen stachelartige Auswüchse. In
ihrem Inneren ist ein kleiner, blütenstempelartiger schwarzer
Auswuchs, der vor dem Verzehr entfernt wird. Gegessen wird die Caygua
als Gemüse oder im Salat, beliebt ist sie aber auch als Jugo
- als Saft, allerdings nicht wegen ihres Geschmackes, der mild bis
nichtssagend ist. Eher ist es die schlankmachende Wirkung, die diesem
Gemüse zugesagt wird, weshalb man sich auch fragen mag, warum
sie ihren Weg zu uns noch nicht gefunden hat.
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Archäologischen Funden zu Folge hat die Musik
in Peru eine mehr als 10.000 Jahre alte Tradition. Durch die Begegnung
von andinen Klängen mit westlichen Instrumenten sind in Peru
über 1300 verschiedene musikalische Genres entstanden.
In der Inka-Kultur waren vor der Invasion der Spanier
keine Saiteninstrumente bekannt. Während der religiösen
Feierlichkeiten und Riten kamen meist eine Vielzahl von Trommeln,
Rasseln, Flöten und Pfeifen zum Einsatz.
Música andina
Heutzutage sind in der andinen Musik vor allem Blasinstrumente,
wie die Pan- und Rohrflöte (zapona und quena)
sehr verbreitet. Lange wurde die música andina in
den Großstädten als primitiv abgewertet. Erst in der
Mitte des letzten Jahrhunderts fand sie mit den Migranten auch Einzug
in die Städte und wurde vor allem in den 70er Jahren - man
denke an den Welterfolg "El cóndor pasa" - zu einem
wichtigen Standbein der peruanischen Musikindustrie. Zur andinen
Musik Perus zählen Tänze und Genres wie der Huayas, Sayas
oder der Diabladas.
Das Panorama der verschiedenen Stilrichtungen und
Spielarten der peruanischen Musik ist auch an der Küste sehr
groß. Eines jedoch lässt sich mit Leichtigkeit sagen:
Die Salsa ist dort allgegenwärtig.
Música criolla
Die música criolla entstand aus der Begegnung zwischen
Volkstänzen mit afrikanischen und europäischen Elementen
und Gesellschaftstänzen wie Walzer/Polka aus Europa. In den
30er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde diese Stilrichtung
dann mit großem Erfolg in alle Welt verkauft und schnell als
"typisch peruanisch" etiquettiert. Ihr Markenzeichen ist
der cajón, ein Kasten, der mit den Händen gespielt
wird und dessen Herkunft zu Unrecht zuweilen dem spanischen Flamenco
zugeschrieben wird.
Música negra
Abgegrenzt von der música criolla wird die música
negra, die wiederum selbst eine Vielzahl von Stilrichtungen
unter sich trägt. Neben dem lando, einem Genre, das
Kritik zu sozialen Themengebieten im Blick hat, oder dem festejo
(von fiesta), ist es hier vor allem ein Lied, dass kaum bei
einem Konzert von afroperuanischer Musik fehlen darf: derToromata.
Música chicha
Zu den Einflüssen der urbanen música chicha zählen
neben der Salsa auch die kolumbianische cumbia und andiner
huayno. Ihren Namen verdankt die música chicha
einem Wortspiel: wie auch salsa (Sp. für Soße) sich auf
ein Nahrungsmittel bezieht, so bezeichnet chicha ursprünglich
ein in den Bergen beliebtes Getränk aus vergorenem Mais. Wird
das Mischprodukt música chicha manchmal von seinen
Gegnern abgewertet, so gilt es doch zu sagen, dass sich darin eine
gute Entsprechung zur Vielfältigkeit der Stadtbevölkerung
findet.
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Bei einer so erstaunlichen kulturellen Vergangenheit
mit zahlreichen verschiedenen Kulturstufen, wie sie die Geschichte
Perus aufweist, verwundert es kaum, dass hier bei archäologischen
Ausgrabungen zahlreiche Schätze vergangener Zeiten zu Tage
gefördert wurden. Diese füllen nun die vielen Museen des
Landes. Vor allem für Kultur- und Geschichtsinteressierte gibt
es in den sehr guten Museen des Landes viel zu sehen.
Mehr über die zahlreichen Museen des Landes finden
sie hier.
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Staatliche Feiertage:
(alle öffentlichen Einrichtungen sind an diesen Tagen geschlossen)
| 1. Januar |
Año Nuevo (Neujahr) |
| Feb/März |
Carnaval (Karneval) |
| März/April |
Ostern/ Karwoche -
mehr zur Semana Santa |
| 1. Mai |
Dia de los Trabajadores (Tag der Arbeit) |
| Mai/Juni |
Fronleichnam |
| 24. Juni |
Día de los Campesinos, (Bauerntag) |
| 29. Juni |
Fiesta Pedro y Paul (Peter und Paul) |
| 28/29. Juli |
Fiestas Patrias (Unabhängigkeitstag) |
| 15. August |
Virgen de la Asunción (Maria Himmelfahrt) |
| 30. August |
Santa Rosa de Lima (Fest zu Ehren der heiligen
Rosa in Lima) |
| 8. Oktober |
Día de la Dignidad Nacional (Tag der nationalen
Würde, Gedenktag zur Schlacht von Angamos) |
| 1. November |
Día de Todos los Santos (Allerheiligen) |
| 8. Dezember |
Maria Empfängnis |
| 25. Dezember |
Navidad (Weihnachten) |
| 31.Dezember |
Noche de San Silvestre (Silvester) |
Feste in Peru:
In Peru werden jährlich rund 3000 Folklore-Festivals abgehalten.
Die meisten davon sind den Schutzheiligen der Städte gewidmet.
Die Feiern gehen Hand in Hand mit einer Vielzahl anderer Aktivitäten
wie Messen, Prozessionen, Wallfahrten, Tänzen, Handwerksschauen
und anderen Veranstaltungen, die von Geist und Lebensfreude zeugen.
6. Januar BAJADA DE REYES (Heilig Drei Könige) Belén
In der Stadt von Belén finden am Abend zahlreiche Tanzveranstaltungen
statt. Darunter findet man Tanzwettbewerbe in den Tänzen Tjera,
Huaylilla und Wiraquos.
20. Januar FESTIVAL DE LA MARINERA Trujillo
Die Marinera ist einer der elegantesten Tänze Perus. Trujillo
ist Veranstaltungsort des landesweit größten Marinera
Wettbewerbes, an dem Paare aus ganz Peru antreten. Während
des Tanzfestes finden Prozessionen statt, wodurch die ganze Stadt
eine feierliche Atmosphäre bekommt. Die Trujillanos treffen
sich am Hauptplatz zum Tanzen und Feiern.
1.-14. Februar VIRGEN DE LA CANDELARIA Puno
Zu dieser Zeit sind die Straßen Punos am Ufer des Titicacasees
gefüllt mit Tänzern in farbenfrohen Kostümen. Zu
der Feier reisen mehr als 200 Gruppen von Musikern und Tänzern
an, um die Virgen de la Candelaria zu feiern. Die Jungfrau wird
in einer farbenfrohen Prozession durch die ganze Stadt getragen.
Höhepunkt des Festes ist der Tanz der Dämone oder diablada,
den Sie nicht verpassen sollten.
Februar FIESTA DE LAS COMADRES Y COMPADRES Ayacucho
Dieses Fest wird in allen Kirchen zelebriert. Die Teilnehmer binden
sich Früchte, Kekse, Süßigkeiten und andere Dekorationen
an ihren Körper und tanzen durch die ganze Stadt.
März/April SEMANA SANTA Ayacucho
Die Osterwoche (Semana Santa) ist die wichtigste religiöse
Woche für die Menschen in den Anden. In Ayacucho wird während
dieser Zeit das größte religiöse Fest Perus abgehalten.
Am Abend des Karfreitags erlöschen die Lichter der Stadt, um
die Prozession des Christus von Calvary einzuleiten. Am Ostersonntag
startet eine Prozession an der Kathedrale, wobei die Auferstehung
Christi mit Feuerwerken und Böllern angekündigt wird.
Der Pfad ist mit Tausenden weißen Kerzen erleuchtet und sehr
beeindruckend für alle Zuschauer.
Lesen Sie mehr über die Semana Santa!
März/April EL SEÑOR DE TEMBLORES Cusco
Seit 1650, als nach den Überlieferungen der Gläubigen
ein Bildnis des gekreuzigten Christus ein Erdbeben, das die Stadt
zu zerstören drohte, stoppen konnte, huldigten die Einheimischen
dem Bildnis von Taitacha Temblores, dem Herrn der Erdbeben. Der
Herr der Erdbeben wird aus der Kirche in einer Prozession durch
die Straßen getragen, ganz so wie es früher die Inka
mit den Mumien der Hohepriester und Herrscher taten. Diese Prozession
ist auch deshalb besonders interessant, weil der Zuschauer einen
Einblick in die Verschmelzung von Christentum und lokalen Andenreligionen
erhält.
1. bis 15. Mai HEILIGES FEST DER JUNGFRAU VON CHAPI Arequipa
Dieses von Maultiertreibern ins Leben gerufene Fest in der 45 km
von Arequipa entfernten Stadt Chapi gilt der Jungfrau von Chapi.
Sie soll viele Wunder vollbracht haben und wird deshalb von tausenden
Pilgern besonders aus Südperu verehrt, die dann mit entzündeten,
von Künstlern gefertigten Kerzen durch die Stadt wandern. In
der Nacht wird der Himmel von einem Feuerwerk erleuchtet.
3. Mai FIESTA DE LAS CRUCES (Fest der Kreuze) Ayacucho
Dieses Fest, auch Fest der Reisenden genannt, findet in der Umgebung
von Puca Cruz statt. Zunächst versammeln sich die Einwohner
um das Kreuz jeder Kirche zu verehren. Dabei wird zu volkstümlicher
Musik getanzt. Am darauffolgenden Tag werden dann die geschmückten
Kreuze in einem von Musikanten begleiteten Umzug in die Kirche San
Francisco de Asís getragen. Nach der Messe und der Segnung
der Kreuze beginnt eine Feier mit Tanz und Musik, die bis in den
nächsten Tag hinein andauert.
24. Juni INTI RAYMI Cusco
Jedes Jahr am 24. Juni feiert Cusco das Festival Inti Raymi, die
Wintersonnwende in der südlichen Hemisphäre. Inti Raymi
war das prachtvollste und größte Fest des Inka Reichs,
eine Huldigung an den Gott der Sonne. Auch heute ist es eines der
beeindruckendsten Feste in Peru. Das Inti Raymi findet in der alten
Festung Sacsayhuaman (2 km außerhalb Cuscos) statt. Dort bringen
Tausende Akteure die Vergangenheit wieder in Erinnerung, und danken
mit Ritualen dem Sonnengott. Inti Raymi startet an der Kirche Santo
Domingo. Der Sapa Inka dankt, mit einer eloquenten, starken Stimme,
dem Sonnengott für Segen und diesen heiligen Tag. Danach bewegt
sich der Prozessionszug langsam und würdevoll nach Sacsayhuaman.
An der Spitze wird der Inka auf einer königlichen Sänfte
getragen.
Juni CORPUS CHRISTI (Fronleichnam) Cusco
Dieses zu Ehren des heiligen Geistes abgehaltene Fest Corpus Christi
(Fronleichnam) konvertierte in der Gegend rund um Cusco zu einer
Fortsetzung der alten Inkatraditionen, mit denen die Sonne geehrt
wird. Bei dieser Gelegenheit werden alle 15 Heiligen und Jungfrauen
der Kathedrale aus der Kirche geholt. Mit eleganten Kleidern, geschmückt
mit Gold, Silber und Juwelen, werden sie in einer langen Prozession
durch die Stadt getragen, begleitet von Musik, Tänzern und
Feuerwerk. Am Hauptplatz stellen die Leute große Altäre,
verziert mit Spiegeln, Fahnen, Zweigen und Bildern auf. Neben dem
Hauptplatz werden kulinarische Köstlichkeiten angeboten, es
fließen Mengen an Bier und Chicha. Nach dem Einzug der Bilder
in die Kathedrale versammeln sich die Leute zum Essen und Trinken
am Hauptplatz.
Juni BERGSTEIGERWOCHE Huaraz
Eine Woche lang strömen hunderte von Touristen aus aller Welt
nach Huaraz um sich dort in verschiedenen Abenteuersportarten wie
Andinismus, Wandern, Klettern, Raften, Mountainbiken und Paragliden
zu messen aber auch um archäologische Stätten in der Umgebung
von Huaraz zu besichtigen. In der Stadt selbst finden Konzerte sowie
traditionelle Tänze statt.
15. - 17. Juli FIESTA DE LA MAMACHA CARMEN Y DE LA VIRGEN SANTA
DE PAUCARTAMBO Paucartambo
Am ersten Tag ist der Auftakt zu diesem dreitägigen Festival
zu Ehren der Mamacha Carmen. Die Heiligenstatue wird durch die Stadt
und wieder zurück in die Kirche getragen. Begleitet wird der
Umzug von Musik, Feuerwerk und tanzenden Dorfbewohnern, die verkleidet
unter kuriosesten Masken sich verbergend bis zum Morgengrauen tanzen.
La Emilia, die die andine Frau repräsentiert ist verzweifelt,
weil sie den bevorstehenden Kampf nicht verhindern kann. Gemeint
ist die Corrida des nächsten Tages an dessen Ende der Stier
sterben muss. Am letzten Tag wird den Verstorbenen gedacht und der
Prozessionszug führt auch zum Gefängnis bevor er an der
Puente Carlos III. endet.
28.-29. Juli FIESTAS PATRIAS Peru
Am 28. und 29. Juli feiert man in ganz Peru die Unabhängigkeit
des Landes. In der Nacht des 27. Juli finden an verschiedenen Plätzen
und in öffentlichen Parks des Landes Musikvorführungen
statt. Am nächsten Tag, bevor die offizielle Militärparade
im Zentrum Limas startet, besucht der Präsident das Te Deum
in der Kathedrale. Die Feria del Hogar, die größte Messe
des Landes und die Feria de La Molina, ein bekanntes internationales
Musikfestival werden in diesen Tagen eröffnet. In verschiedenen
Teilen des Landes finden zu dieser Zeit Landwirtschafts- und Viehmessen
statt. (Cajamarca, Piura, Monsefu)
Letzte Septemberwoche FESTIVAL DE LA PRIMAVERA Trujillo
Frühlingsfest in Trujillo. Während des Festivals bieten
verschiedene Wettkämpfe Gelegenheit, einige Variationen des
typisch trujillanischen Marinera-Tanzes zu bewundern. In dieser
Woche werden in ganz Trujillo Straßen und Wohnungen geschmückt
und Festwägen in Prozessionen durch die Stadt geführt.
Die Wahl der Schönheitskönigin gehört ebenso zum
trujillanischen Frühlingsfest wie ein Wettbewerb von Trommlern,
die aus der ganzen Welt anreisen um ihr Können mit anderen
zu messen.
18.-28. Oktober SEÑOR DE LOS MILAGROS Lima
Am 18., 19. und 28. Oktober findet in Lima eine der weltweit vielfältigsten
Prozessionen statt. Während des ganzen Monats wird die Sänfte
des "Herren der Wunder" auf einem Anhänger zu verschiedenen
Plätzen der Stadt gefahren, gefolgt von zehntausenden Pilgern,
die in purpurfarbene Gewänder gehüllt sind. Während
dieser Zeit bieten Straßenhändler eine ganz besondere
Süßspeise an, den berühmten Turron de Doña
Pepa. Im Oktober ist zu Ehren des Herrn der Wunder (Señor
de los Milagros) in Lima auch Stierkampfsaison, während der
sich die weltbesten Toreros in der ältesten Stierkampfarena
Lateinamerikas, der Plaza de Acho die Ehre geben.
25.-28. Oktober FIESTA DE YUNGAY in Yungay
Dieses Fest geht auf den Tag der politischen Stadtgründung
zurück und wird mit traditionellen Veranstaltungen, Kunsthandwerkermärkten
sowie Messen statt.
Eine Besonderheit ist das Schleifenrennen. Dazu werden Schleifen
mit den Namen aller ledigen Frauen des Dorfes an Bäume gebunden
und mit einem Ring am Ende versehen. Reitend versuchen die jungen
Männer dann mit einem Stock durch den Ring zu treffen und diesen
herunterzuholen. Hat er Erfolg, so soll ihm angeblich die Liebe
des Mädchens sicher sein, dessen Name auf der Schleife steht.
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Im Winter 6 Stunden zur MEZ, im Sommer 7 Stunden, da in Peru die
Zeit nicht auf Sommerzeit umgestellt wird. (18:00 Uhr MEZ entspricht
11:00 Uhr in Peru, im europäischen Winter 12:00 Uhr).
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220 Volt / 60Hz
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