NEWS ARCHIV 2006
Zurück zu unserem Archiv 2005
- 2007 - 2008 - aktuellen
News
Air Madrid gibt auf
Die spanische Billigfluglinie Air Madrid hat am vergangenen Freitag
mit sofortiger Wirkung den Betrieb eingestellt. In einer Erklärung
auf ihrer Internetseite macht das Unternehmen das Verkehrsministerium
verantwortlich, da es Air Madrid auf Grund wiederholt auftretender,
massiver Unpünktlichkeit in dieser Woche ultimativ mit dem
Entzug der Fluglizenz gedroht hatte. Dieser Frist zum Trotz hat
das Unternehmen in den vergangenen Tagen noch fast 30.000 Tickets
verkauft.
Mit ihrer Aufgabe stürzte Air Madrid rund 130.000 Fluggäste
- 120.000 davon in Lateinamerika (Ecuador, Kolumbien, Argentinien,
Chile, Panama, Costa Rica, Brasilien, Mexiko und Peru) - ins Ungewisse.
Ihnen soll bis mindestens zum 21. Dezember ein Krisenmanagement
der zivilen spanischen Luftfahrtbehörde helfen, das umgehend
Charterflugzeuge für die Rückflugaktion der betroffenen
Passagiere orderte. Der erste Ersatzflieger verließ am Samstagmorgen
Gran Canarias in Richtung Buenos Aires mit Station in Barcelona
und Madrid.
Die Fluggesellschaft wurde vor drei Jahren gegründet. Sie
gehört dem mallorquinischen Hotelier José Luis Carrillo
und verzeichnete ein rasantes Wachstum. Mit ihren neun Airbus-Maschinen
transportierte sie 2,6 Millionen Passagiere im Jahr.
TOP
Die peruanische Fluggesellschaft Wayraperú schließt
ihre Pforten
Wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen Hauptanteilseignern und
weiteren Mitgliedern des Direktoriums wurden Ende November alle
Flüge der Anfang 2006 gegründeten Fluggesellschaft Wayraperú
abgesagt. Der Präsident der Vereinigung peruanischer Fluggesellschaften
(APEA), Carlos Palacín Fernández, kündigte an,
dass die Airline seine Serviceleistungen in nächster Zeit nicht
mehr anbieten werde. Mit durchschnittlich täglich 7.000 Fluggästen
sei der peruanische Markt nicht für vier nationale Fluggesellschaften
(AeroCondor, LANPERU, Starperu und Wayra) rentabel, so Palacín.
Aus diesem Grund sah sich das Unternehmen Wayra dazu gezwungen seine
Aktivitäten zu beenden. Bereits verkaufte Flugtickets wurden
den Fluggästen zurückerstattet oder auf andere Fluggesellschaften
umgebucht.
TOP
peruline organisiert Pressereise für deutsche Journalisten
Zu unserer Arbeit als touristischer Informationsdienst zählt
es unter Anderem das Land Peru als Tourismusdestination auf dem
deutschsprachigen Markt bekannter zu machen. Mit der Unterstützung
unserer peruanischen Geschäftspartner und zahlreichen anderen
Institutionen ist es uns gelungen eine 10-tägige Pressereise
für sieben renommierte deutsche Journalisten in Peru unter
dem Motto "Archäologische Wunder und Nachhaltiger Tourismus"
zu organisieren. Seit vergangener Woche ist die Gruppe unterwegs
und besichtigt nicht nur die klassischen Reiseziele Perus, wie Cusco
und Machu Picchu, sondern auch die touristisch bisher weniger bekannten
Destinationen wie Cajamarca und Chiclayo. Unser Ziel ist es, den
Journalisten neue Aspekte und unterschiedliche Formen des Tourismus,
wie Öko- und Erlebnistourismus, in Peru näher zu bringen
und somit die Kontraste, die von der Vielfältigkeit und Einzigartigkeit
Perus zeugen, aufzuzeigen.
TOP
Regional- und Lokalwahlen in Peru
Die Wahlergebnisse der am vergangenen Sonntag stattfindenden
Wahlen auf Regional-, Provinz- und Distriktebene in Peru führen
zu regelrechten Überraschungen: Die Partei des aktuellen Präsidenten,
Alan García, APRA (Alianza Popular Revolucionaria Americana),
die Partei PNP (Partido Nacionalista Peruano) des umstrittenen Gegenkandidaten
der vergangenen Präsidentschaftswahlen, Ollanta Humala, und
die restlichen traditionellen politischen Parteien gehen als Verlierer
der Wahlen hervor. Dass die Partei von Alan García so schlecht
abschneidet wird auf die häufigen parteiinternen Streitigkeiten
zurückgeführt. Humalas Wahlniederlage ist der nicht gerade
vertrauenschaffenden Spaltung seiner Partei in zwei Blöcke,
die humalatreuen Nationalisten und die UPP, zuzuschreiben. Die Nichtberücksichtigung
der Partei von Humala während den Wahlen zeigt die Unberechenbarkeit
der peruanischen Wähler, die mit der Wahl Humalas als Präsidentschaftskandidaten
Anfang des Jahres wohl nur auf ihre prekäre Lage aufmerksam
machen wollten und somit gezwungenermaßen für seine Person
stimmten. Bessere Ergebnisse liefert die Partei Unidad Nacional,
die sich in Lima mit ihrem Kandidaten und bisherigen Bürgermeister
Luis Castañeda Lossio als Gewinner herausstellt. Er vereinigt
bei der Bürgermeisterwahl über die Hälfte der Stimmen
der Einwohner Limas auf sich und lässt seinen Gegenkandidaten
somit keine Chance. Die UN hat vermutlich 26 der 42 Distrikte gewonnen
und kann somit im Vergleich zu den letzten Wahlen ein großes
Plus verzeichnen. Diese Partei hat zwar somit eine starke Stellung
in Lima erreicht, blieb in den ländlichen Regionen aber relativ
schwach. Als weiterer Gewinner geht dieses Mal die aktuelle populäre
Bewegung der unabhängigen lokalen Parteien hervor. Diese untereinander
nicht verbundenen Parteien profitieren von der Handlungsunfähigkeit
der traditionellen Parteien.
TOP
Inkaschätze auf Ausstellung im Völkermuseum in Hamburg
Am kommenden Sonntag, den 19.11.2006, wird im Hamburger Völkermuseum
die "Schatzkammer der Anden" festlich eröffnet.
Viele wertvolle Kunstwerke, darunter Schmuck- und Kultgegenstände,
aus Panama, Peru, Ecuador, Costa Rica und Kolumbien werden ab diesem
Tag dem öffentlichen Publikum zugänglich gemacht. Aus
Peru werden dort vor allem Objekte aus der Sammlung des deutschen
Archäologen H. Brüning (1848-1928) zu sehen sein. Hier
können die Besucher Goldschmuck, Silbergeräte, Bronzeminiaturen
und kleine steinerne Skulpturen aus Nordperu bestaunen. Die Ausstellung
stellt die Versiertheit der andinen Bevölkerung als Goldschmiede
und Kunsthandwerker heraus. Für die Andenvölker war das
Gold von symbolischer Bedeutung, Gold symbolisierte "Inti",
den Sonnengott und Silber die Mondgöttin "Mama Quilla".
Für die Konquistadoren hingegen, die im Jahre 1532 Südamerika
eroberten, zählte nur der materielle Wert. Aus diesem Grund
gingen bereits während der "Conquista" viele Kunstgegenstände
durch das Einschmelzen der wertvollen Schätze verloren. Die
auf der Ausstellung präsentierten Fundstücke sind hauptsächlich
wiedergefundene Grabbeigaben aus Raubgrabungen.
Die Eröffnung der Ausstellung der andinen Schätze findet
am Sonntag, den 19.11.2006, in Anwesenheit von Maria Teresa Merino
de Hart, der Generalkonsulin von Peru, statt. Ab dem 21. Januar
2007 wird die Inka-Galerie in der Altamerika-Dauerausstellung des
Hamburger Völkermuseums der Öffentlichkeit präsentiert.
TOP
Peru unter den weltweiten Top Ländermarken
In einer kürzlich veröffentlichten Studie über
den Globalen Ländermarken Index (Country Brand Index, CBI),
der Beratungsfirma FutureBrand und der PR Firma Weber Shandwick
durchgeführt, nimmt Peru als beste Ländermarke in der
Klassifikation "Beste Ländermarke für Abstand vom
Touristenrummel und Exotik den 1. Platz ein. Der CBI behandelt
Länder als "Marken" und bewertet neue globale Reisetrends
im Wirtschaftsbereich mit dem weltweit schnellsten Wachstum: Reisen
und Tourismus. Die Studie wurde auf dem World Travel Market (Weltreise
Markt) 2006 in London präsentiert, der führenden jährlichen
Messe der globalen Reiseveranstalter. Australien hat die Nase als
Ländermarke vorn, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Italien.
Als beste Ländermarke für Authentizität wurde Indien
auserkoren, die USA als beste Destination für Familien- und
Geschäftsreisen. Die Bahamas beherbergen die schönsten
Strände weltweit (beste Ländermarke für Strände)
und Neuseeland besticht mit seiner atemberaubenden Natur als beste
Ländermarke für schöne Natur. Beste Ländermarke
für gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist Thailand und
für Sicherheit Kanada. Außerdem hebt der Ländermarken
Index China, Kroatien und die Vereinigten Arabischen Emirate als
die drei aufstrebenden Sterne am weltweiten Reisemarkt in den kommenden
fünf Jahren hervor.
TOP
PromPeru veranstaltet Seminar und Kochkurs in Deutschland
Ein Event welches das Interesse von Presse, Reisebüros, Tourveranstaltern
und den deutschen Küchenchefs hervorrief: Unter dem Motto "Peru
- ein Land in Bewegung" veranstaltete PromPeru in Frankfurt
am Main kürzlich ein Seminar für Reisebüros. Das
Ziel dieser Veranstaltung war die touristische Vielfalt Perus vorzustellen
und das Interesse des deutschen Marktes zu wecken.
Im Rahmen der Seminare bereiteten James Berckemeyer und Pablo
Anastasio, beide peruanische Starköche im Hotel El Olivar Sonesta
Posada del Inca Lima, in drei Kochkursen mit deutschen Gourmetliebhabern
peruanische Spezialitäten zu. Es gab sowohl einen interaktiven
und unterhaltsamen Kurs für deutsche Reisebüros, als auch
für Journalisten und die allgemeine Bevölkerung. Auf diese
Weise hatten die deutschen Bürger die Möglichkeit, Peru
auch als eines der besten gastronomischen Reiseziele kennen zu lernen.
Als kleines Souvenir erhielt jeder Teilnehmer eine Tasche mit touristischen
Informationen über Peru.
Der deutsche Markt hat sich mittlerweile zu einer wichtigen touristischen
Einnahmequelle für Peru entwickelt: Im Jahre 2005 waren mehr
als 42.000 deutsche Touristen in Peru zu Besuch.
TOP
5. Oktoberfest in Lima
Das erstmals 1810 in München auf der Theresienwiese veranstaltete
Oktoberfest ist mittlerweile zum größten Volksfest der
Welt geworden. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch in
über 200 weiteren Städten weltweit Gemeinschaften deutscher
"Wiesn"-Anhänger gefunden haben. Gemäß
Münchner Tradition findet auch in Lima dieses Jahr das 5. Oktoberfest
vom 20. - 22. Oktober im Hofe des "Museo de la Nación",
im Stadtteil San Borja, statt. Die Gäste erwartet typisch deutsches
Ambiente: Tisch- und Stuhlgarnituren aus Deutschland, zünftige
süddeutsche Mahlzeiten und jede Menge Bier - die Brauerei Cusqueña
stellt eigens für diese Veranstaltung Bier nach deutschem Reinheitsgebot
her. Neben Spielen und Wettbewerben wird die bayrische Musikgruppe
"Zugspitzmusik" auf der Veranstaltung für Unterhaltung
sorgen. Eröffnet wird das Spektakel mit einem lautstarken "Ozapft
is!" am 20. Oktober um 20 Uhr. Für bierdurstige Interessenten
gibt es weitere Informationen und Öffnungszeiten unter www.oktoberfest-peru.com.
TOP
PromPeru fördert neues Touristenziel im Ica-Department
Diese Woche gab PromPeru, das staatliche Tourismusförderungsinstitut,
bekannt, dass das archäologische Gebiet Cahuachi, 22 km von
der Stadt Nasca entfernt, zukünftig als neues Touristenziel
im Department Nasca vermarktet werden soll. Cahuachi, angeblich
das größte Zeremonialzentrum aus Adobesteinen der Welt,
war einst Wohnort und rituelles Zentrum der Nasca-Kultur (200-600
n. Chr.). Das Gebiet, aus 34 pyramidenähnlichen Tempeln, ist
mit 24 km Ausbreitung noch größer als die archäologische
Stätte Chan Chan der Chimú-Kultur bei Trujillo, im Norden
Perus. In dieser Künstlerstadt liegen wohl auch die Ursprünge
der Entstehung der berühmten Nasca-Linien. Seit etwa 23 Jahren
wird das in den Pampas von Nasca befindliche Gebiet von Archäologen
unter Anführung des italienischen Archäologen Guiseppe
Orefici freigelegt. Touristen ist es bereits erlaubt die Stätte
zu besichtigen. Bis 2011 soll das architektonisch sehenswerte Monument
die für den Tourismus notwendige Infrastruktur aufweisen und
für die Öffentlichkeit möglichst einfach zugänglich
gemacht werden.
TOP
Deutsch-peruanische Kunstausstellung in Lima vom 26.09 - 13.10.2006
Ab dem 26. September 2006 werden Bilder, Skulpturen und Fotografien
einer elfköpfigen Gruppe peruanischer und deutscher Künstler
im Centro Cultural de Bellas Artes, in Lima, ausgestellt.
Sowohl die plastischen Werke der professionellen peruanischen Künstler,
als auch die Ausstellungsstücke der in Peru lebenden Deutschen
sollen die individuellen Eindrücke des kontrastreichen hektischen
Alltagslebens in Lima vermitteln. Die gemeinsame Ausstellung der
Künstler aus verschiedenen Schaffenskreisen soll als Vorbild
dienen: durch die Vereinigung unterschiedlicher Kunstrichtungen,
die die Leidenschaft und Kreativität der einzelnen Gruppenmitglieder
auszeichnet, wollen die Künstler die kulturelle deutsch-peruanische
Gemeinschaft zusammenführen und dauerhaft stärken.
Die Ausstellung wird am Dienstag, den 26. September um 19.30 Uhr,
vom Direktor der Escuela Nacional Superior Autónoma de
Bellas Artes del Perú und dem deutschen Botschafter im
Centro Cultural de Bellas Artes eröffnet. Die Kunstwerke
werden dort bis zum 13. Oktober 2006 zu sehen sein.
TOP
Mochica-Krone kehrt bald in die Heimat zurück
Die britische Polizei machte vorige Woche eine sensationelle Entdeckung:
In einer englischen Galerie fanden sie eine einzigartige Goldkrone
aus der Mochica-Kultur (ca. 200-800. v. Chr.). Dieses wertvolle
Fundstück wurde Ende der 80er Jahre bei einem spektakulären
Raubüberfall der archäologischen Ausgrabungsstätte
"Cerro la Mina", im Tal des Jequetepeque im Department
La Libertad, zwischen Trujillo und Chiclayo, entwendet. Es handelt
sich um eines der schönsten Schmuckobjekte aus der frühen
Mochica-Zeit. Die Krone zeigt in der Mitte eine menschenähnliche
Göttlichkeit, von der acht Tintenfischarme, die in Köpfen
von Katzenfischen enden, ausgehen. Dieser Fisch wird in Verbindung
mit Fruchtbarkeitsritualen gebracht, so dass das Schmuckstück
die Elemente des Flusses, des Meeres und der Erde vereint. Nach
der Übergabe an die peruanische Regierung wird die Krone im
Museum "Tumbas Reales" in Lambayeque zu sehen sein. Um
die Suche nach weiteren während des Raubes entwendeten Fundstücken
voranzutreiben, ist die britische Polizei nun auch auf das Interesse
und die Unterstützung der peruanischen Regierung angewiesen.
TOP
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Lima
Die in Großbritannien gerade noch vereitelten Anschläge
auf Passagierflugzeuge führen auch zu erhöhten Sicherheits-kontrollen
am Flughafen in Lima. Aus diesem Grund kommt es zu zahlreichen Verspätungen
und Flugausfällen. Die neuen Regelungen untersagen auf jeglichen
Flügen in oder über die Vereinigten Staaten die Mitnahme
von Flüssigkeiten im Handgepäck. Davon ausgenommen sind
Babynahrung und wichtige, ärztlich verordnete Medikamente.
Die Durchführung von sorgfältigen Sicherheitskontrollen
mit Spürhunden am Flughafen in Lima, verzögert die Abreise
zahlreicher Touristen. Wie lange dieser Ausnahmezustand anhalten
wird, ist bisher unbekannt.
TOP
Neues Kabinett mit Überraschungen
Nach dem Machtwechsel an der Spitze Perus (wir berichteten in vergangenen
News), fand jetzt auch die Ernennung der neuen Ministerinnen und
Minister durch den neuen Präsidenten Alan García statt.
Es gab einige Überraschungen: Unter den 15 Ministern befinden
sich erstmals sechs Frauen. Außergewöhnlich ist auch,
dass Pilar Mazzetti zur Innenministerin ernannt wurde und somit
der peruanischen Polizei erstmals eine Frau vorsteht. Die neue Ministerin
für Außenhandel und Tourismus, Mercedes Araoz, will sich
verstärkt dem Kundenservice im Tourismussektor widmen, um Peru
als Reiseland weltweit attraktiver zu machen. Sie kündigte
an, sich für die Erstellung eines Angebotes exportierbarer
Güter und Leistungen einzusetzen und das Freihandelsabkommen
mit den USA zunächst in den Hintergrund zu stellen.
TOP
Zu Fiestas Patrias spielt ganz Peru verrückt
Schon seit Wochen bereitet sich ganz Peru auf den wichtigsten Feiertag
des Landes vor: Am 28. und 29. Juli wird Fiestas Patrias, Perus
Unabhängigkeitstag, gefeiert. Am 28. Juli 1821 erlangte Peru
dank Don José de San Martín seine Unabhängigkeit.
Die Festlichkeiten beginnen schon Anfang Juli, unter anderem schmücken
die Peruaner ihre Häuser mit Fahnen und Flaggen. Richtig "ernst"
wird es ab dem 25., dem St. James Tag. An den folgendenden Tagen
bis zum 29. ist ganz Peru auf den Beinen und feiert mit Gottesdiensten
und Paraden; "La Gran Parada Militar", die größte
Parade, findet am 29. in Lima statt. Dieses Jahr ist der wichtigste
Nationalfeiertag aber etwas besonderes: Der neu gewählte Staatspräsident
Alan García tritt sein Amt an. Berühmte Persönlichkeiten,
unter anderem der Prinz von Asturien, Felipe de Borbón, werden
zu den Feierlichkeiten erwartet.
TOP
Aufatmen: Machu Picchu wird nicht auf die Liste der gefährdeten
Weltkulturerbestätten gestellt
Wie in unseren News vom Freitag (07.07.2006) erwähnt, drohte
die UNESCO den Archäologischen Park Machu Picchu auf die Liste
der gefährdeten Weltkulturerbestätten zu stellen, da innerhalb
der Schutzzone eine Brücke gebaut werden soll. Doch heute das
Aufatmen: Die UNESCO beschloss, dass Machu Picchu zunächst
nicht auf diese Liste gestellt wird. Allerdings wird die zuständige
Kommission die Aktionen der peruanischen Regierung zum Schutz dieses
wertvollen Monuments der Inka aufmerksam verfolgen. Das letzte Wort
ist aber noch nicht gesprochen: der Bürgermeister des kleinen
Örtchens Santa Teresa und die Bürgermeister der Provinz
bauen fleißig an der Brücke weiter - trotz eines bestehenden
gesetzlichen Erlasses, der den Bau untersagt . Es ist aber auch
klar, dass sowohl die nationale Gesetzgebung der Schutzgebiete als
auch die Regeln der Weltkulturerbestätten eine Vollendung dieser
Konstruktion deutlich verbieten.
TOP
Brückenbau gefährdet Weltkulturerbestatus von Machu
Picchu
Der Archäologische Park Machu Picchu könnte von der UNESCO
auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten gestellt
werden, da innerhalb der Schutzzone eine Brücke gebaut werden
soll. Die Repräsentanten der internationalen Organisation treffen
sich dieser Tage in Litauen, um unter Anderem über das Risiko
für Machu Picchu zu sprechen. Die Brücke würde über
den Fluss Urubamba zum kleinen Dorf Santa Teresa, am Fuße
von Machu Picchu gelegen und in der Schutzzone des Archäologischen
Parks, führen und den Verkehr und Transport von landwirtschaftlichen
Produkten für die Einwohner vereinfachen. Neben der Tatsache,
dass der Zustrom von Touristen zu Machu Picchu unregel- und unkontrollierbar
würde, wird ein Bevölkerungswachstum und ein chaotischer
Handel, wie es zur Zeit in Aguas Calientes ebenfalls am Fuße
von Machu Picchu passiert, befürchtet. Der Bau der Brücke
soll in einer unantastbaren Zone durchgeführt werden und ist
laut peruanischem Gesetz und Vorgaben der UNESCO verboten. Bei Errichtung
derselben läuft Machu Picchu Gefahr, auf die Liste der gefährdeten
Weltkulturerbestätten gestellt zu werden. Außerdem hat
der Bürgermeister von Santa Teresa nie die entsprechenden bautechnischen
Ansuchen gestellt, wird aber vom regionalen Präsidenten und
einigen regionalen Autoritäten von Cusco unterstützt,
die einen undefinierten Streik angedroht haben. Gestern, Donnerstag,
gab es erste Kundgebungen von Einwohnern der betroffenen Gemeinden
in Cusco.
TOP
Straßenblockaden in den Provinzen: Touristen mussten zu
Fuß gehen
Seit Anfang dieser Woche gibt es jeden Tag neue Meldungen über
vereinzelte Streiks in Peru: In der Provinz El Collao-Ilave, nahe
der lokalen Grenze zu Yunguyo saßen hunderte von Touristen
zwei Tage lang fest. Die Touristen kamen in der Zone Kazani, Bolivien,
mit dem öffentlichen Bus an, um nach Puno, Peru, weiterzureisen.
Jedoch war ihre Reise hier für 48 Stunden zu Ende. Die nationalen
Streiks richten sich gegen das Andean Free Trade Agreement (freies
Handelsabkommen) zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, Kolumbien,
Ecuador, Peru und Bolivien. Vor allem Bauern fürchten, dass
die Billigimporte der hochsubventionierten US-Agrarindustrie die
lokale Landwirtschaft schwer treffen würden. Daher machten
einige Bauern, die gegen die Ratifizierung im Kongress protestieren,
einige der zentralen Routen der Haupttourismusgebiete wie Puno und
Cusco für kurze Zeit nur bedingt passierbar, erlaubten aber
trotzdem einen geregelten Ablauf. Keiner dieser Streiks dauerte
jedoch so lange wie der in Yunguyo.
Heute, Freitag, wieder Neuigkeiten: Auf dem Weg von Cusco nach
Juliaca wurde die Strasse fünf Kilometer lang mit Steinen,
Felgen und Stöcken von lokalen Bauern kurzfristig nur schwer
zugänglich gemacht. Die Insassen und Touristen der interprovinziellen
Busse musste daher aussteigen und zu Fuß diese Zone verlassen,
um danach ihre Reise wie geplant fortzusetzen.
TOP
Heiliges Tal der Inka wird Nationales Kulturerbe
Nun steht es fest: das Heilige Tal der Inka wird zum Kulturerbe
der Nation ernannt! Ein Team aus Anthropologen, Geschichtsexperten,
Archäologen, Architekten und Spezialisten arbeitete in der
Vergangenheit eng mit der Gemeinde Valle Sagrado zusammen, um den
dafür notwendigen Plan zu entwickeln. Zum einen wird die Ernennung
zum Nationalen Kulturerbe auch als Grundlage für die Bewerbung
als Anwärter für das Weltkulturerbe der UNESCO dienen.
Zum anderen erlaubt sie die verstärkte Arbeit zum Schutz und
Erhaltung dieses historischen Ortes, der sich über die Provinzen
Urubamba und Calca erstreckt und zu einem der meistbesuchten Touristenziele
Perus zählt.
TOP
Peru hat einen neuen Präsidenten
Am Sonntag, den 04. Juni 2006 waren die Peruaner nach dem ersten
Wahlgang im April erneut zu den Urnen gerufen worden, um in der
Stichwahl zu entscheiden, wer der nächste Präsident von
Peru für die Amtszeit 2006-2011 werden wird. Die ersten offiziellen
Ergebnisse bestätigen, was schon Umfragen vorausgesagt hatten:
Alan García, der Kandidat der linksdemokratischen Partei
APRA, triumphiert über seinen Gegner Ollanta Humala, Ex-Militär
und Vertreter der nationalistischen Partei UPP, und wird somit der
Nachfolger des aktuellen peruanischen Staatspräsidenten Alejandro
Toledo. García war bereits von 1985 bis 1990 Präsident
in Peru, seine damalige Regierung war geprägt von hohen Inflationsraten
und der Verbreitung der Terrororganisation Sendero Luminoso. Alan
García, wird am 28. Juli sein Amt antreten und die schwierige
Aufgabe haben, die sozialen, regionalen und wirtschaftlichen Probleme
des Landes zu bewältigen.
TOP
Spektakulärer Mumienfund:
Frau von Cao gibt Wissenschaftlern Rätseln auf
Forscher haben im archäologischen Komplex El Brujo bei Trujillo
im Norden Perus ein spektakuläres Grab gefunden. 1700 Jahre
lag bei der Pyramide Cao die Mumie einer Frau begraben, in meterweise
Baumwolle gehüllt, reich geschmückt mit Gold und Halbedelsteinen,
und an Armen und Beinen großflächig mit geheimnisvollen
Zeichen tätowiert. Daneben liegend fand man eine weitere Mumie
- ein geopfertes junges Mädchen.
Nach ersten Erkenntnissen geht die Geschichte der Frau zurück
ins Jahr 250 nach Christus - in die Zeit, als in der Gegend um Trujillo
und Chiclayo die Mochica-Kultur herrschte. Entdecker Régulo
Franco ist überzeugt, dass die Frau, die etwa als 25-Jährige
zu Tode kam, eine besondere Stellung in ihrer Gesellschaft eingenommen
haben muss. "Wir haben in dem Grab unter anderem 18 kunstvolle
Halsketten gefunden. In der Vielfalt ihrer Embleme und Ornamente
stimmen sie mit denen überein, die die Mochica für bestimmte
Rituale und Tempelzeremonien verwendeten. Der wertvolle Halsschmuck
aus Gold und Silber zeugt von den magisch-religiösen Fähigkeiten
der jungen Frau, von ihrer Verbindung zu Tag und Nacht und von ihrer
machthabenden Position im theokratischen Staat. Vielleicht wurde
sie sogar als Halbgöttin verehrt", so der Archäologe.
Die Mumie ist über mehr als eineinhalb Jahrtausende bemerkenswert
gut erhalten geblieben. Franco und seine Kollegen führen den
guten Zustand einerseits auf die mittlere Tiefe des Grabes zurück.
Man fand die Mumie in der Pyramide Cao, nämlich gleichzeitig
tief genug unter der Oberfläche, um von Sonne und starken Regenfällen
wie El Niño geschützt zu sein, und trotzdem weit genug
über der Pyramidenbasis, um Überschwemmungen zu entgehen.
Andererseits könnte auch die Verwendung des Minerals Cinabrio
zum Erhalt des Körpers beigetragen haben. Dieses Sulfat verhindert
die Ansiedlung von Bakterien; Spuren wurden auf verschiedenen Metallteilen
im Grab gefunden.
Unter anderem mit Hilfe der Radiocarbon-Methode konnten die Wissenschaftler
zwar schon viele wichtige Daten sammeln, doch die Frau von Cao bleibt
weiterhin ein Mysterium: Ungewöhnlich zum Beispiel die vielen
Tätowierungen an Armen, Händen und Füßen. Schlangen
und Spinnen bilden das Hauptmotiv. "In der andinen Mythologie
stehen diese Tiere für die Fruchtbarkeit der Erde", so
Franco. Für ihn zumindest beweisen die Tätowierungen auf
der Haut der Frau ihre Funktion als Schamanin oder Priesterin. Aber
auch warum der Mumie Speerschleudern beigelegt wurden, ist bisher
ungeklärt. Es ist das erste Mal, dass Waffen im Grab einer
Frau gefunden wurden, und man stochert hier ebenfalls im Dunkeln.
Und schließlich: Warum musste die Frau in ihrem besten Alter
sterben? Vielleicht, weil sie ein Kind in sich trug? Vielleicht
in den Folgen einer Krise der Mochica-Kultur? War es Selbstmord?
Oder war sie ein Opfer, das entzürnte Götter besänftigen
sollte? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass sie in ihrer Zeit
eine wichtige Persönlichkeit dargestellt haben muss.
TOP
Internationaler Tag der Museen
Am 18. Mai findet der Internationale Tag der Museen statt! Auch
in Lima haben Kulturinteressierte an diesem Tag die Gelegenheit,
nach Lust und Laune - und das noch dazu kostenlos - sich die peruanische
Kultur und Geschichte zu Gemüte zu führen. Zu diesem Anlass
haben die wichtigsten und interessanten Museen von 9 bis 21 Uhr
ihre Pforten geöffnet. Neben den zwei wohl bekanntesten Museen
im Herzen Limas, dem Museo Nacional de Arqueología, Antropología
e Historia del Perú und dem Nationalmuseum, können an
diesem Tag zahlreiche archäologische Stätten besichtigt
werden. Eine besondere Gelegenheit, Peru und seine Schätze
kennenzulernen!
TOP
Gletscher Pastoruri hat ausgedient
Der Gletscher Pastoruri - Aushängeschild für Abenteuerurlaub
und Andinismus in Áncash - hat als Touristenattraktion der
Region ausgedient: aufgrund des starken Gletscherschmelzens in den
vergangenen Jahren wird er in Zukunft keine Besucher mehr empfangen
können, die bisher zum Eisklettern, Wandern, Schneebiken oder
Skifahren kamen. An die Stelle des 5300 m hohen, schneebedeckten
Berges wird ein alternativer Gletscher treten, um auch künftig
die Ausübung von Winter- und Abenteuersportarten gewährleisten
zu können. Der Pastoruri soll durch einen Gletscher abgelöst
werden, der sowohl über bessere Sicherheits- als auch Zugangsbedingungen
verfügt. Bei Untersuchungen des Pastoruri wurden Spalten entdeckt,
die Unfälle hervorrufen und so die Sicherheit der Besucher
gefährden könnten. Allerdings bedeutet die Ernennung des
neuen touristischen Gletschers nicht die gänzliche Schließung
des Pastoruris, jedoch aber künftige Besuchsbeschränkungen.
TOP
90 % weniger Fische im Titicacasee
Seit 1985 soll sich der Fischreichtum im Titicacasee um 90 % vermindert
haben. Das vermuten Wissenschaftler, die derzeit mit einem Forschungsboot
Messungen auf dem höchstgelegenen schiffbaren See der Welt
durchführen. Grund für diesen drastischen Rückgang
der Biomasse sei die ungehinderte Abfischung durch die Berufsfischer.
Die Gruppe der Wissenschaftler, bestehend aus peruanischen und bolivianischen
Biologen und Ingenieuren ist nun dabei, auf den 8400 m² Seefläche
mit Mitteln der Elektroakustik die Verteilung der wichtigsten Fischarten
und die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Sees zu
messen. Mit Hilfe der Forschungsergebnisse will man eine dringend
notwendige Fischereiordnung aufstellen und Korrekturmaßnahmen
festlegen, bevor der See durch die etwa 7000 peruanischen und bolivianischen
Fischer völlig abgefischt wird. Im Jahr 1985 hatte man 91.000
Tonnen Fisch gemessen, bei der letzten Untersuchung im Jahr 2001
waren es nur noch 51.000 Tonnen.
TOP
Drohender Vulkanausbruch:
Bewohner werden evakuiert, Wissenschaftler und Touristen kommen
Der Vulkan Ubinas, ca. 270 km von Arequipa entfernt, zeigt seit
Ende März erhöhte Aktivität. Ein Teil der Bewohner
der Region Moquegua musste bereits vor den sporadischen Explosionen
und dem schwefelhaltigen Rauch des Vulkans flüchten und aus
der Gefahrenzone evakuiert werden. In der Region herrscht große
Besorgnis: Entweder der Vulkan beruhigt sich wieder, oder er bricht
aus - was passiert, weiß niemand. Die Regierung schickte bereits
Lebensmittel, Zelte, Decken und Medikamente in das Notstandsgebiet.
Weitere Evakuierungen könnten notwendig werden. Das Interesse
von Touristen an dieser Region ist indessen ruckartig gestiegen.
Der drohende Vulkanausbruch des Ubinas lockt als einmaliges Naturschauspiel
mehr Touristen und Wissenschaftler als je zuvor in diese Gegend,
die ausländische Presse ist ebenfalls vor Ort. Die Tourismuschefs
wollen die neue Nachfrage positiv nutzen und gleichzeitig Fuß
im Sektor des wissenschaftlichen Tourismus fassen. So plant man
beispielsweise, geführte Touren zum Zentrum des Forscherinteresses
anzubieten und Expertengespräche für Geologen und Vulkanologen
vorzubereiten.
TOP
Eine Boing namens Machu Picchu
Die niederländische Fluggesellschaft KLM macht
auf den Flughäfen der ganzen Welt Werbung für das Reiseland
Peru. Sie taufte ihre neue Boing 777ER auf den Namen Machu Picchu.
Am 12. April kam die neue Maschine erstmals zum Einsatz, und zwar
auf der Stecke zwischen Seattle (USA), Sitz von Boing, und Schiphol,
Amsterdam. Gleichzeitig erhielten auch andere Boings die Namen von
verschiedenen UNESCO-Weltkulturerbestätten. Bisher hat KLM
zwölf Flugzeuge der Marke Boing 777-200ER im Einsatz, doch
bis Juni 2009 sollen sechs weitere hinzukommen.
TOP
Präsidentschaftswahlen: Nationalist Humala geht in die
Stichwahl, doch gegen wen?
Nach den Präsidentschaftswahlen in Peru am 9. April haben
sich noch am selben Tag die Ergebnisse der letzten Umfragen bestätigt:
Der radikale Nationalist und Ex-Militär Ollanta Humala (UPP)
schaffte es als erster in die Stichwahl. Gegen wen er antreten wird,
ist aber bisher noch unklar. Die konservative Kandidatin der Unidad
Nacional Lourdes Flores und der sozialistische Ex-Präsident
Alan García (APRA) liefern sich in der noch andauernden Stimmenauszählung
ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei García Flores im Laufe
des Montags zu überholen begann. Nach neuesten Informationen
hat Humala 30,96 %, García 24,44 % und Flores 23,37 % der
gültigen Wählerstimmen. 87,66 % der Stimmen sind bereits
ausgezählt. Flores, die sich immer weiter abgeschlagen sieht,
hofft mit ihren Anhängern, dass die 87.000 ausstehenden Stimmen
aus dem Ausland das Blatt noch wenden können.
TOP
Vulkan Ubinas droht auszubrechen
Der Vulkan Ubinas - im gleichnamigen Bezirk in der Provinz Moquegua
in Sánchez de Cerro gelegen - weist seit einigen Tagen verstärkt
seismische Aktivität auf: der austretende Wasserdampf hat sich
in Asche umgewandelt, was als sicheres Zeichen für einen baldigen
Ausbruch gedeutet werden kann. Der Vulkan Ubinas liegt 70 km von
Arequipa entfernt, dessen Ausbruch jedoch laut Experten keine negativen
Auswirkung auf den Vulkan Misti haben wird.
TOP
Piscoroute in Moquegua wieder befahrbar
Was aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse in der
Vergangenheit nicht möglich war, ist nun durch die erst kürzlich
abgeschlossene Asphaltierung dieser Straße gelungen: nach
fünf Jahren Wartezeit haben Touristen jetzt endlich die Gelegenheit,
auf den 32 km der auch als "Ruta del Pisco" bekannten
Straße die 15 Weinschänken und Piscobrennereien zu besuchen.
Durch diese Verbesserungen soll diese Region zu einem Touristenmagneten
werden - eine Region, die neben ihrer großen Vielfalt an Kultur
und Bräuchen für die Herstellung des traditionellen Nationalschnapses
berühmt ist.
TOP
Erstes Hotel am Flughafen Lima: Hotelkette Costa del Sol erhält
den Zuschlag
Als einer von vier Bewerbern im Ausschreibungsverfahren hat sich
nun die Hotelkette Costa del Sol durchgesetzt: Sie wird bald das
erste Hotel am internationalen Flughafen Lima Jorge Chávez
betreiben, die Konzession läuft bis zum Jahr 2031. Baubeginn
ist August diesen Jahres, und im Juni 2007 soll das neue Costa del
Sol Hotel dann fertig sein. Es wird 3 Stockwerke und 3385 m²
haben, dazu noch 1600 m² für Büroräume und 300
m² für Versammlungsräume. Für die im Norden
Perus führende Hotelkette ist dieses Projekt zweifellos ein
wichtiger Schritt für die Erfolgsgeschichte. Wir gratulieren
unserem Partner!
TOP
Besser als die Konkurrenz mit Pisco Sour und farbenfrohen
Tänzen - Peru gewinnt Preis für den besten Aussteller
Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (8. bis 12.
März) hat Peru zum zweiten Mal den Preis für den besten
Stand in der Kategorie Lateinamerika und Karibik gewonnen. Obwohl
die brasilianische Konkurrenz mit einem wesentlich größeren
Pavillon aufwartete, gewann doch Peru den Preis: "Die Peruaner
überzeugten mit einer besseren Infrastruktur, besserem Service,
besserer Bedienung und nicht zuletzt mit der Vielfalt der kulinarischen
Häppchen, mit denen die Besucher verwöhnt wurden",
sagte Elizabeth Barthelmess, Leiterin des staatlichen Instituts
für Tourismusförderung PromPerú. So konnte die
Besucher etliche peruanische Leckereien wie zum Beispiel Pisco Sour
(Cocktail mit peruanischem Traubenschnaps Pisco), und Ceviche (roher
Fisch in Limonensaft) probieren. Außerdem waren mitreißende
Tänze aus den verschiedenen Regionen geboten, in farbenfrohen
Gewändern und mit authentischer traditioneller Musik. In dem
540 m² großen Peru-Bereich waren 44 Aussteller vertreten,
darunter Reiseunternehmen und nationale und regionale Organisationen.
Die ITB ist mit über 10.000 Ausstellern aus etwa 180 Ländern
die weltweit wichtigste Tourismusmesse.
TOP
Jurassic Park im Departamento de Arequipa
Am 21. März soll es soweit sein: in Arequipa
wird ein Dinosaurierpark eröffnet! Alles begann, als vor vier
Jahren drei junge Männer nichtsahnend einige Tierspuren fanden,
die sich später als 150 Millionen Jahre alte Dinosaurier herausstellten.
An dieser Stelle, in Querullpa, Provinz Castilla, ungefähr
200 km von Arequipa entfernt, sind gerade die letzten Vorbereitungen
zur Eröffnung des Jurassic Parks im Gange. Ab Ende März
können hier nicht nur über 68 Spuren mit einer Größe
von 50 bis 90 cm der bis zu 10 Tonnen schweren Urerdbewohner besichtigt
werden: zusätzlich können die in Lebensgröße
nachgebauten Dinosaurier bestaunt werden!
TOP
Wieder möglich: Mit dem Zug von Arequipa nach Puno
PeruRail nimmt die Zugstrecke Arequipa-Puno wieder in ihren Fahrplan
auf. Um zu testen, ob es sich lohnt, die Strecke wieder zu befahren,
sollen vorerst vier Fahrten (jeweils hin und zurück) angeboten
werden. Die Eisenbahngesellschaft setzt große Erwartungen
in diese Bahnlinie und hofft, dass das politische und gesellschaftliche
Umfeld in Arequipa die erneute Verbindung begrüßen. Damit
könnte man die Strecken von Arequipa nach Puno, von dort nach
Cusco, und von Cusco wiederum nach Machu Picchu allesamt auf Schienen
bereisen.
TOP
Krieger aus Holz - Neue Funde in Chan Chan
Forscher des Nationalen Kulturinstitutes (INC, La
Libertad) haben vor einigen Wochen einen weiteren wichtigen Fund
in der Zitadelle von Chan Chan im Norden Perus gemacht: Sie entdeckten
18 aus Holz geschnitzte Krieger, jeder 80 cm groß und 26 cm
breit. Alle Skulpturen haben das Gesicht von einer roten Maske bedeckt
und verschränken die Hände vor der Brust. Speere kennzeichnen
Sie als Krieger. Die Wissenschaftler waren während Restaurierungs-
und Erhaltungsarbeiten am zeremoniellen Zentrum der Lehmziegelstadt
auf die Figuren gestoßen. Chan Chan, sechs Kilometer außerhalb
von Trujillo, war Zentrum der Chimú-Kultur (1000-1450 n.Chr.)
und seinerzeit mit ca. 60.000 Einwohnern die größte Lehmziegelstadt
der Welt. Heute ist sie Weltkulturerbe der Menschheit.
TOP
Heute wird der Inkatrail wieder freigegeben
Das Nationale Kulturinstitut hatte den Camino Inca wie jedes Jahr
im Februar gesperrt, um die natürliche Erholung der Vegetation
sicherzustellen und den Einfluss zu bewerten, den die Touristen
auf die Route ausüben. Des Weiteren wurden am steinernen Bodenbelag,
an den Geländern und an den archäologischen Stätten
entlang des Wanderweges verschiedene Erhaltungsarbeiten durchgeführt.
Die Sperrung betraf die Strecke ab Kilometer 77, von wo aus die
meisten Touristen den viertägigen Trek nach Machu Picchu beginnen.
Im Jahr 2005 gingen etwa 54.000 Touristen, Peruaner und Ausländer,
den Inkapfad.
TOP
Cusco kündigt weitere Streiks an
Rund 2000 Menschen haben am Mittwoch 24 Stunden lang ihre Arbeit
nieder gelegt. Zum Streit gegen das Freihandelsabkommen aufgerufen
hatten der Bezirkszusammenschluss der Arbeiter und die regionale
Vollversammlung Cusco. Durch den Streik wurden touristische Aktivitäten
in Cusco praktisch für einen Tag lahm gelegt. Mittlerweile
ist die Blockade aufgehoben und alles geht wieder seinen gewohnten
Lauf. Carlos Cuaresma, der Präsident der Region Cusco, kündigte
aber weitere Streiks an, falls die Regierung den Forderungen nicht
Folge leiste. Carlos Canales, der Präsident der Nationalen
Tourismuskammer (CANATUR) verurteilte ihn aufs Schärfste.
TOP
Streik gegen Freihandelsvertrag mit USA
Im Süden des Landes wird heute großräumig gestreikt.
Um die Integrität der Touristen zu schützen, fährt
auch der Zug nach Machu Picchu heute nicht. Grund für den Streik
ist der Tratado de libre comercio, das Freihandelsabkommen, das
Präsident Toledo mit den USA abgeschlossen hat. Von diesem
Abkommen betroffen ist vor allem die andine Bevölkerung, die
befürchtet, dass die Konkurrenz durch US-Produkte ihren traditionellen
Landbau unrentabel macht. Die Arbeitsniederlegung dauert 24 Stunden.
Der Flughafen und die Straßen von Cusco waren heute morgen
menschenleer. Die Behörden in Cusco und Arequipa haben jedoch
zugesichert, zum Schutz der Touristen zusätzliche Einheiten
zur Verfügung zu stellen.
TOP
Flughafen Iquitos: Luftfahrtbehörde erwägt weitere
Restriktionen der Betriebszeiten
Die peruanische Luftfahrtsbehörde zieht in Betracht, die Zeiten
für An- und Abflüge in der Urwaldstadt Iquitos noch weiter
einzuschränken. Ursache dafür sind große geierartige
Raubvögel: Diese haben sich in der Nähe des Flughafens
bei einer Müllhalde angesiedelt und gefährden in der Luft
die Lande- und Abflugmanöver der Flugzeuge. Der Präsident
des Verbands der Peruanischen Fluglinien (APEA), Carlos Palacín,
schließt nicht aus, Flüge von und nach Iquitos nur während
der Nacht zu erlauben. Von der wahrscheinlichen Neuregelung betroffen
sind Fluglinien, die in dieser Zone des Landes operieren. Sie werden
ihre Flüge an die neuen Betriebszeiten des Flughafens anpassen
müssen. Doch auch Reiseveranstalter und Touristen könnten
dazu veranlasst sein, ihre Reisepläne zu ändern. Gegenwärtig
gilt in Iquitos noch Flugverbot zwischen 9 und 16 Uhr. "Die
einzige Alternative zu dieser radikalen Restriktion wäre, die
Raubvögel auszurotten. Doch dafür bräuchten wir die
Genehmigung vom nationalen Institut natürlicher Rohstoffe (INRENA)",
sagte Palacín vergangene Woche.
TOP
2005: Weniger Touristen auf dem Inka Trail
Im vergangenen Jahr kamen 53.000 Touristen auf dem
Inka Trail nach Machu Picchu, damit waren es 6000 weniger als im
Jahr 2004. Darüber informierte vergangene Woche der regionale
Tourismuschef Javier Elorrieta. An 310 geöffneten Tagen wurde
der berühmte 38 km lange Weg täglich von 170 Touristen
begangen. Elorrieta zufolge sind die meisten Trekker, die den Inka
Trail gehen, Europäer oder US-Amerikaner. Die Begehung des
Inka Trails kann man nur über Reiseveranstalter buchen. Von
insgesamt 340 Veranstaltern, die auf dem Markt operieren, haben
nur 170 die Lizenz, den Inka Trail nach Machu Picchu anzubieten.
Der Trek dauert durchschnittlich drei Tage. Je nach Agentur müssen
Trekker mit Paket-Preisen zwischen 200 und 500 Dollar rechnen. Wegen
Wartungsarbeiten ist der Inka Trail noch bis 1. März geschlossen.
TOP
Naturreservat Pacaya Samiria bald Kultur- und Naturerbe der
Menschheit
Wegen seiner strategischen Bedeutung und seiner extraordinären
Biodiversität könnte das Naturreservat Pacaya Samiria
von der UNESCO zum Kulturerbe und Naturerbe der Menschheit erklärt
werden. Zu diesem Zweck formte das Nationale Kulturinstitut Loreto
(INC Loreto) ein mulsitsektorales Komitee, welches den Dialog mit
den Verantwortlichen der UNESCO vorantreibt. Eine Ernennung zum
Erbe der Menschheit würde für das Pacaya Samiria Reservat
nicht nur eine Werthonorierung bedeuten, sondern auch, dass zukünftig
intensiver für den Erhalt der Biodiversität gesorgt werden
könnte und touristische Routen verbessert werden könnten.
Ansässige Institutionen sowie umliegende Gemeinden unterstützen
zudem das Projekt.
TOP
TANS und FERSIMAC erhalten Betriebserlaubnis zurück
Die DGAC hebt die Anfang des Jahres gegen die Fluggesellschaft
TANS ausgesprochene Suspensión wegen Nichteinhaltung der
Sicherheitsstandards wieder auf. Alles deutet daraufhin, dass die
Airline ihren Flugbetrieb noch vor Mitte Februar wieder auf den
gewohnten Strecken aufnehmen wird.
Auch die Zugbetreibergesellschaft FERSIMAC (Ferrocarril Santuario
Inca de Machu Picchu SAC) erhielt nun die zunächst nicht verlängerte,
weil nie in Anspruch genommene Lizenz für den Schienentrasport
zwischen Cusco und Machu Picchu wieder. Grund für die Revision
der Entscheidung sind unter anderem die Blockaden, zu welchen der
Direktor der FERSIMAC wiederholt aufgerufen hatte und die zu hohen
Einnahmeeinbußen im Tourismussektor geführt hatten.
TOP
Lima feiert Geburtstag
Anlässlich der 471. Jährung der Gründung Limas am
18.01.1535 durch den Spanier Francisco Pizarro wurden in der Stadt
der Könige an der Plaza de Armas Feierlichkeiten abgehalten,
die um Mitternacht begannen und am frühen Morgen um sieben
Uhr mit Salven der Nationalgarde abgeschlossen wurden. Wie jedes
Jahr öffneten auch im Jahr 2006 diverse Museen und öffentliche
Gebäude ihre Türen und gewährten freien Eintritt.
TOP
Neue Fluglinie über die Nazca-Linien
Kürzlich erhielt die Fluggesellschaft Nazca Airlines S.A.C.
die Operationserlaubnis. Die Flotte der Airline besteht aus sechs
Cessnas, einer neuen Beechcraft und einer Piper Chevenne, die einerseits
für Flüge über die Linien von Nazca und Palpa und
des Weiteren im Colca Canyon eingesetzt werden. Um endgültig
den Betrieb aufzunehmen fehlt jedoch noch die Betreiberlizenz.
TOP
Weiterer Ausbau des Flugstreckennetzes von Star Peru
Die Fluggesellschaft Star Peru ist im Wachstum begriffen. Ab heute
wird die Route Lima-Trujillo-Chiclayo zweimal täglich angeflogen
während ab morgen, 14. Januar, die Strecke Lima-Iquitos-Tarapoto
eröffnet wird. Pressemitteilungen zu Folge soll ab Mitte des
Monats Februar dann auch Arequipa und Juliaca angeflogen werden
und die Strecken Lima-Cusco sowie die morgen startende Linie Lima-Iquitos
frequentierter angeboten werden.
TOP
Aerocondor operiert ab heute regelmäßig nach Tumbes
Gemäß Pressemitteilungen bietet die Fluggesellschaft
Aerocondor ab heute Linienflüge von Lima über Chiclayo
und Piura nach Tumbes an. Jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag
wird um 17.30 Uhr eine Maschine von Lima aus starten und um 20.00
Uhr am Zielflughafen eintreffen. Mitteilungen, Aerocondor operiere
nur in die nördliche Stadt, um die Fluggesellschaft TANS zu
unterstützen und mit der Hoffnung auf deren Wiedereintritt
in den Markt werden dementiert.
TOP
TANS vom allgemeinen Flugbetrieb suspendiert
Die Verluste zweier Turbinen, einmal in Cusco am 15. Dezember und
an einer weiteren Maschine am 6. Januar am Flughafen von Tarapoto
erleichterte die Entscheidung der DGAC (Direccion General de Aeronautica
Civil, Generaldirektion für zivilen Luftverkehr), die Fluggesellschaft
TANS vom Flugverkehr zu suspendieren. Es werde auch keine Teilerlaubnis
für die Wiederaufnahme einiger Stecken geben, so der Direktor
der DGAC, da TANS nicht die entsprechenden Sicherheitsstandard vorweisen
kann. Es wird versucht, Flüge, die bereits bezahlt wurden aber
nicht wahrgenommen werden konnten zurückzuerstatten.
TOP
Neue Zitadelle der Paracas-Kultur im Pernil Alto entdeckt
Bei den Forschungsarbeiten an der Ausgrabungsstätte Pernil
Alto, 10 km nordwestlich der Stadt Palpa, fanden Archäologen
unter den Mauerresten der vor zwei Jahren entdeckten Ruinen eine
Backstein- und Ziegelkonstruktion, die die Zitadelle formen. Eingeordnet
wird das Bauwerk auf ca. 1200 bis 800 vor Christus und ist damit
eine der ältesten bisher ausgegrabenen Stätten an der
Küste Perus. Weitere Funde wie Textilien, Knochen und Muskelreste
lassen auf eine bereits weit entwickelte Kultur und Wirtschaftstätigkeit
schließen. Dass die Kultur im Tal von Palpa Teil der Paracas-Kultur
ist, belegen zahlreiche Keramiken mit dem typischen anthropomorphen
Design. Das vom Deutschen Kulturinstitut, der Kommission für
außereuropäische Kultur des Deutschen Archäologie-Instituts
und der Schweizerisch-liechtensteinischen Stiftung für archäologische
Untersuchungen im Ausland geförderte Projekt wird voraussichtlich
noch bis 2008 andauern.
TOP
Machu Picchu wurde als eines der sieben Weltwunder aufgestellt
Da von den antiken Sieben Weltwundern heute nur noch die Pyramiden
von Giseh existieren rief der Filmemacher und Autor Bernhard Weber
eine Kampagne zur Wahl der neuen sieben Weltwunder (n7w) ins Leben.
Seit fünf Jahren konnten Vorschläge eingereicht werden
und im Internet darüber abgestimmt werden. Eine Longlist mit
77 Bauwerken wurden dann einer Expertenjury vorgelegt, die schließlich
21 Endkandidaten aussuchte. Das im 15. Jahrhundert von den Inka
errichtete Machu Picchu ist nun einer der Kandidaten, der im Laufe
des Jahres 2006 zum neuen Weltwunder gewählt werden kann. Die
Abstimmung erfolgt über eine internationale Telefonnummer,
deren Gebührenerlös an eine eigens ins Leben gerufene
Stiftung geht, die sich für den Erhalt der Bauwerke einsetzt.
Mehr über Machu Picchu erfahren Sie auf unserer Internetseite
www.peruline.de.
TOP
|