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NEWSLETTER MAI 2006


Liebe Perufreunde,

Die Ergebnisse der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Peru liegen vor: in unserem Top Thema berichten wir über deren Ausgang und die zwei Kontrahenten der kommenden Stichwahl.
Erfahren Sie ausserddem in unserer Rubrik Kurz und Bündig mehr über die erst kürzlich entdeckten Geoglyphen nahe der Nazca-Linien. Zudem gibt es wieder interessante Neuigkeiten von unseren Partnern hier vor Ort. In unserem Regionenbericht stellen wir Ihnen Trujillo und die Lehmziegelstadt ChanChan vor, zwei faszinierende Orte im Norden Perus. Begleiten Sie abschließend in den Reisenotizen unsere deutsche Kollegin auf eine abenteuerliche Reise in den peruanischen Regenwald!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Sünje Fischer

UNSERE THEMEN:
Top Thema "Peruanisches Unternehmen 2005": Costa del Sol Hotels weiterhin auf Erfolgskurs
Präsidentschaftswahlen: Perus politische Zukunft noch immer ungewiss Hotel Las Dunas steigt in 4-Sterne-Kategorie auf
Kurz & Bündig Religiöses Peru - eine Reise zu den schönsten Heiligtümern mit Domiruth
Neue Geoglyphen bei Nazca entdeckt Aus den Regionen
Peru, Chile und Bolivien: Touristische Route wird Altiplano aller drei Länder verbinden KÜSTE: Trujillo und ChanChan - Kultureller Höhepunkt im Norden Perus
Vulkan Ubinas droht auszubrechen Reisenotizen
Errichtung von Hängebrücken im Colca Canyon in Arequipa Einmal Tirol und zurück
Unsere Partner Wussten Sie, ...?
DoubleTree El Pardo:Junius Restaurant Boutique feiert 1. Geburtstag Wir über uns

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 TOP THEMA

Präsidentschaftswahlen: Perus politische Zukunft noch immer ungewiss

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 9. April erreichte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit. Allerdings stehen nun endlich, nach einem wochenlangen Auszählungmarathon, jene beiden Anwärter auf dieses politische Amt fest, die in der zweiten Runde gegeneinander antreten werden:

Der umstrittene Linksnationalist Ollanta Humala, der für die Partei Unión por el Perú aufgstellt ist, konnte in der ersten Runde bereits entscheidende 30,61% für sich und sein Wahlprogramm gewinnen. Währenddessen lieferte sich der ehemalige Staatschef Alan Garcia (APRA) lange Zeit ein Kopf an Kopf Rennen um Wählerstimmen mit seiner weiblichen Kontrahentin Lourdes Flores (Unidad Nacional), das schlussendlich zu seinen Gunsten ausfiel: Garcia wurde von 24,32% der Wähler gewählt, während Flores nur 23,81% Stimmen erhielt. Derzeit ist allerdings noch unklar, wer die Nachfolge des jetzigen Präsidenten Alejandro Toledo antreten wird.

Ollanta HumalaHumala, der nationalistische Militarist und Sieger der ersten Runde, sorgte bereits in den vergangenen Wochen gemeinsam mit seinen engsten Familienmitgliedern für Schlagzeilen: neben Äußerungen seiner Mutter, die gegen Homosexuelle gerichtet waren, forderte sein Vater die Freilassung etlicher Angehöriger der Terrororganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad). Zudem tauchten ihm gegenüber immer wieder Anschuldigungen auf, Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben, die bis zum heutigen Tag nicht dementiert werden konnten.

Inzwischen hat sich nun auch Venezuelas Staatschef Hugo Chávez in den peruanischen Wahlkampf eingeschaltet. Chávez, der seinen gleichgesinnten Kollegen Humala unterstützt, versucht durch Drohungen die Ergebnisse der Stichwahl zu dessen Gunsten zu beeinflussen. Mit Hugo Chávez und dem bolivianischen Staatschef Evo Morales schlägt auch Humala eine globalisierungskritische Richtung ein - auch er lehnt den Abschluss eines Freihandelsvertrags mit den USA vehement ab. Humala polarisiert: während die einen ihn als einzig fähigen Kandidaten sehen, die Situation des Landes zu verbessern, wurde er bei seinem Gang zur Wahlurne am 9. April in Lima von seinen Gegnern mit Gegenständen beworfen und beleidigt.

Alan GarciaHumalas Kontrahent Garcia, der bereits zwischen 1985 und 1990 peruanisches Staatsoberhaupt war, hat unterdessen mit seiner politischen Vergangenheit zu kämpfen: seine Amtszeit war geprägt von Inflationsraten über 7600%, einer nach innen gerichteten Wirtschaftspolitik und terroristischen Aktivitäten der Terrorgruppe "Sendero Luminoso". Vielen Wählern ist seine Legislaturperiode noch allzu gut in Erinnerung, dennoch wird er bereits als Sieger der Stichwahl gehandelt.

Zudem wurde am 9. April das peruanische Parlement und das Andenparlament gewählt: das Andenparlament setzt sich aus den südamerikanischen Ländern Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela zusammen. Es vertritt die andine Gemeinschaft aller fünf Staaten, behandelte Themen sind vor allem überregionale Integration, Drogenhandel und soziale Bereiche. Bei der Wahl des Kongresses konnte Humalas Partei Unión por el Perú die meisten Stimmen für sich gewinnen.

Die Stichwahl wird am 4. Juni stattfinden. Bis es soweit ist, flammt der Wahlkampf und das Gerangel um wichtige Wählerstimmern erneut auf. Dann wird zwischen den zwei Kandidaten - und damit über die politische Zukunft Perus - enstchieden.

(Quelle Fotos: www.24horas.com.pe, peru.indymedia.org)

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 KURZ & BÜNDIG

Neue Geoglyphen bei Nazca entdeckt

Satellitenbilder der GeoglyphenEine Überraschung erlebte diesen Monat eine Gruppe japanischer Forscher der Universität Yamagata im Norden Japans, als sie bei der Analyse von Satellitenbildern hunderte neue Linien entdeckten. Diese sogenannten Geoglyphen befinden sich nicht weit von den bereits bekannten und weltberühmten Nazca Linien im Süden Limas, welche zwischen 500 v.Chr. und 600 n.Chr. - in der Zeit als das Königreich der Nazca dort regierte - entstanden. Die neuentdeckten Linien ergeben eine Figur von ungefähr 65 Meter, die laut Forschern ein gehörntes Tier zeigt. Zudem befindet sich unter den riesigen Geoglyphen ein weiterer Kolibri, der dem der bereits bekannten Nazca Linien sehr ähnelt.

Die japanische Forschungsgruppe fand die Linienzeichnungen in den Bildern eines kommerziellen US-Satelliten, die bereits im März aufgenommen wurden. Derartige Funde wurden zuletzt in den 1980ern gemacht, als der Pilot Eduardo Gómez de la Torre die Umgebung südlich von Nazca überflog: aufgrund ihrer überdimensionalen Größe ist es nur aus der Luft möglich, die Geoglyphen zu erkennen.

Die Nazca-Linien wurden bereits 1939 vom amerikanischen Wissenschafter Paul Kosok erforscht, dessen Arbeit besonders von der Deutschen Maria Reiche weitergeführt wurde. Die gigantischen Linienzeichnungen sollen Astronomen einst als Sonnen- und Mondkalender gedient haben. 1994 wurden sie von UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt - die Geoglyphen gehören zu den größten archäologischen Mysterien weltweit.
(Quelle Foto: www.elcomercioperu.com.pe)

Näheres über diese Region im Süden Limas finden Sie auf unsere Homepage!

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Peru, Chile und Bolivien: Touristische Route wird Altiplano aller drei Länder verbinden

Altiplano - TiticacaseeEnde dieses Jahres soll die Tourismusroute, die das Altiplano der drei Andenländer Peru, Chile und Bolivien verbinden wird, fertiggestellt sein: sie wird sich über eine Länge von 1.826 km erstrecken und auf einer Durchschnittshöhe von 3.800 Metern über dem Meeresspiegel verlaufen. Dieses Projekt wurde von den Regierungen dieser drei Länder ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den Tourismusfluss zu fördern und neue wirtschaftliche Quellen dieser andinen Makroregion zu erschließen.
Die Route beginnt in Chile, in San Pedro de Atacama, von wo sie nach Ollagüe, Salar de Coposa, Huasco, Lirima, Colchane, Lago Chungará, Putre und Visviri weiterführt. Von hier aus gelangt man nach Bolivien, wo eine kulturelle Route in La Paz und Desaguadero geplant ist. Danach durchquert man Peru über die Städte Puno, Cusco und Arequipa. Dieser Teil der Strecke führt vorbei an Thermen, Berggipfeln, Vulkanen und weltweit einzigartiger Landschaft. 2007 wird die Tourismusroute mittels Tourveranstaltern unter folgendem Konzept vermarktet werden: "ein Ziel, drei Länder". Sie soll neben Einheimischen auch europäische Touristen sowie Besucher aus Asien und Nordamerika anziehen.

Wollen Sie mehr über das Altiplano erfahren? Dann schreiben Sie uns doch ein Mail oder besuchen unsere Homepage!

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Vulkan Ubinas droht auszubrechen

Vulkan UbinasDer Vulkan Ubinas, im Departamento Arequipa gelegen, zeigt seit Ende März erhöhte Aktiviät. Ein Teil der Bewohner der Region Moquegua musste bereits vor den sporadischen Explosionen und dem schwefelhaltigen Rauch des Vulkans flüchten und aus der Gefahrenzone evakuiert werden. In der Region herrscht große Besorgnis: Entweder der Vulkan beruhigt sich wieder, oder er bricht aus - was passiert, weiß niemand. Die Regierung schickte bereits Lebensmittel, Zelte, Decken und Medikamente in das Notstandsgebiet. Weitere Evakuierungen könnten notwendig werden.

Das Interesse von Touristen an dieser Region ist indessen ruckartig gestiegen. Der drohende Vulkanausbruch des Ubinas lockt als einmaliges Naturschauspiel mehr Touristen und Wissenschaftler als je zuvor in diese Gegend, die ausländische Presse ist ebenfalls vor Ort. Die Tourismuschefs wollen die neue Nachfrage positiv nutzen und gleichzeitig Fuß im Sektor des wissenschaftlichen Tourismus fassen. So plant man beispielsweise, geführte Touren zum Zentrum des Forscherinteresses anzubieten und Expertengespräche für Geologen und Vulkanologen vorzubereiten.

(Quelle Foto: www.ednoperu.com)

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Errichtung von Hängebrücken im Colca Canyon in Arequipa

Colca CanyonDiesen Monat wurden im Bezirk Tapay, in der Provinz Caylloma, vier Hängebrücken fertiggestellt. Diese Brücken wurden von der einheimischen Bevölkerung konstruiert, um vermehrt Touristen in den Colca Canyon zu bringen. Die Realisierung der Viadukte, die die Dörfer Llatica, Fure, Malata, Cosñirhua, Palca, Paclla, San Juan de Chuccho und Tapay miteinander verbinden, erforderte Investitionen in Höhe von umgerechnet 81 Tausend Euro. Die Arbeiten werden nicht nur zur Integration des Gebiets beitragen, sondern auch die Bedingungen für den Tourismus verbessern.

Auf unserer Homepage finden Sie Interessantes zu dieser Region!

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 UNSERE PARTNER

DoubleTree El Pardo: Junius Restaurant Boutique feiert 1. Geburtstag

Logo Junius Restaurant BoutiqueFolklore Show im Junius Restaurant BoutiqueAm 5. April feierte das zum Hotel DoubleTree El Pardo gehörende Junius Restaurant Boutique seinen ersten Geburtstag gemeinsam mit den wichtigsten Agenturen und Unternehmen Limas. Die Nacht stand ganz im Zeichen des Feierns, wobei Farben und kulinarische Genüsse in den Vordergrund traten. Die Feier wurde mit einer atemberaubenden Folklore-Show eröffnet, wie sie hier gewöhnlicher Weise jede Nacht von Dienstag bis Sonntag stattfindet. Mit seinem speziellen Angebot positioniert sich Junius als erstes Restaurant Buffet Show in Lima - raffiniert, gemütlich und in der besten Gegend Miraflores. Der ideale Ort für Gäste aus dem Ausland, um Folklore, Küche und Handwerk aus Peru zu genießen. Wir gratulieren unserem Partner ganz herzlich zu diesem Jubiläum!

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"Peruanisches Unternehmen 2005": Costa del Sol Hotels weiterhin auf Erfolgskurs

Logo der Hoteles Costa del SolIm Rahmen einer feierlichen Abendgala wurde der Preis "Peruanisches Unternehmen des Jahres 2005" an den Gewinner, unseren Partner Hoteles Costa del Sol, verliehen. Die herausragende Hotelkette Costa del Sol wurde für ihre exzellente Arbeit - vor allem für ihren geleisteten Beitrag zur Tourismusentwicklung in Peru - ausgezeichnet.
Wie wir bereits in den letzten Ausgaben unseres Newsletters berichtet haben, zählt das Unternehmen derzeit mit Aktivitäten in Tumbes, Piura, Chiclayo und Cajamarca. Seine Hotels stehen für hohen Standard und ausgezeichneten Service, moderne und großzügige Anlagen, wodurch sie sich als führende Hotelkette im Norden Perus positionieren konnte. Zudem erhielt Costa del Sol erst kürzlich den Zuschlag für den Bau des ersten Flughafenhotels am Internationalen Flughafen Jorge Chávez in Lima.
Wir gratulieren unserem Partner sehr herzlich und wünschen weiterhin so viel Erfolg!

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Hotel Las Dunas steigt in 4-Sterne-Kategorie auf

Hotel Las DunasDas Hotel Las Dunas Sun Resort befindet sich auf dem Weg in die 4-Sterne-Kategorie. Um die dazu notwendigen Verbesserungen der Infrastruktur durchzuführen, werden im Laufe dieses Jahres vermehrt Invstitionen getätigt werden. Bereits im vergangenen Jahr wurde in den Bau eines Multifunktionsraums und die Erneuerung der Zimmer investiert. Durch diese Veränderungen ist es dem Resort künftig möglich, seinen Gästen neben dem bereits breitgefächerten Angebot noch höheren Komfort und exklusiveren Service zu bieten.
Wir wünschen viel Erfolg bei der Verwirklichung dieser Pläne!


 

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Religiöses Peru - eine Reise zu den schönsten Heiligtümern mit Domiruth

DomiruthUnser Partner Domiruth hat für alle Kulturinteressierten eine ganz besondere Reise ins Angebot aufgenommen: diese 12-tägige Perurundreise führt Sie zu den schönsten Heiligtümern der Inka und des Christentums. Sie beginnen das Programm in der Hauptstadt Lima, wo Sie eine religiöse City Tour machen. Weiter geht es nach Ayacucho, Perus religiöser Hochburg: hier haben Sie die Gelegenheit, heilige Stätten aus der Zeit der spanischen Eroberung zu besichtigen. Danach führt Sie die Reise weiter nach Cusco und Machu Picchu, wo Christentum und Inkakultur aufeinander treffen! Wenn Sie Peru einmal anders erleben möchten, finden Sie mehr Informationen zu diesem Angebot auf unserer Homepage!

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 AUS DEN REGIONEN

KÜSTE: Trujillo und ChanChan - Kultureller Höhepunkt im Norden Perus

Trujillo - KircheDie meisten Besucher erkunden Peru auf einer Reise in den Süden, die sie zu den klassischen Sehenswürdigkeiten wie Machu Picchu, den Nazca Linien und an den Titicacasee führt, doch Peru hat noch vieles mehr zu bieten! Zum Beispiel lohnt sich ein Abstecher in den Norden des Landes, nach Trujillo, einer der schönsten Städte Perus.

In Trujillo scheint fast das ganze Jahr über die Sonne - der Grund, wieso sie auch Stadt des "ewigen Frühlings" genannt wird. Trujillo ist mit seinen 620.000 Einwohnern nach Lima und Arequipa die drittgrößte Stadt Perus. Die Hauptstadt des Departamento La Libertad befindet sich 561 km nördlich von Lima, von wo aus man die Küstenstadt nach einer 8-stündigen Busfahrt erreicht.

Die Stadt, die im Tal des Río Moche eingebettet liegt, wurde 1534 von Diego de Almagro zu Ehren der spanischen Geburtsstadt Francisco Pizarros unter dem Namen "La Villa de Trujillo" gegründet, ihre Geschichte reicht allerdings viel weiter zurück: schon um 200 n.Chr. lebten hier die Mochica, eine Kultur die der Nachwelt gewaltige Bauten hinterließ. So ist es für jeden Besucher Trujillos ein Muss, die nahegelegene Sonnen- und Mondpyramide (Huaca del Sol y Huaca de la Luna) zu besichtigen. Die Sonnenpyramide stellte einst das größte präkolumbianische Bauwerk Perus dar. Hinsichtlich ihrer Größe weniger spektakulär, steht die Mondpyramide ihr nichtsdestotrotz um nichts nach - im Gegenteil: besonders interessant ist ihr Inneres, das Keramiken, wertolle Metalle und wunderschönen Fries beherbergt. Laut Funden soll sie dem Totenkult geweiht worden sein. Die beiden Huacas wurden aus Millionen von Adobeziegeln errichtet und dienten als Schauplatz für Zeremonien. Neben diesen heiligen Stätten verewigten die Mochica ihre Kultur in Keramiken, die vor allem erotische Darstellungen thematisierten.

ChanChanDiese Kultur wurde ca. 1000 n.Chr. von den Chimú abgelöst, deren wohl bekannteste Hinterlassenschaft ChanChan ist: die größte Lehmziegelstadt der Welt. Die Hauptstadt des Chimú Reiches war in verschiedene Ciudadelas unterteilt, die vermutlich als Wohnbezirke bestimmter Berufsgruppen, Palastbezirke, Kasernen oder Lagerkomplexe dienten. Dieses Areal wurde durch eine bis zu 12 Meter hohe Stadtmauer begrenzt. Die Chimú war eine hochentwickelte Kultur - das musste sie wohl sein, um diese spektakulären Bauten zu errichten. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern, den Mochica, bestanden ihre Handwerke weniger aus Keramiken, sondern aus Metall: charakteristisch für die Chimú sind ihre besonders feinen Goldschmiedearbeiten.

ChanChan - Kunsthandwerk der ChimúTrujillo vereint mit seinen beeindruckenden Bauwerken die präkolumbianische Kultur der Mochica und der Chimú mit prächtiger Kolonialarchitektur aus der Zeit der spanischen Eroberung. Zudem hat hier der peruanische Nationaltanz Marinera seinen Ursprung. Ein Besuch empfiehlt sich besonders im Frühling um den 21. September, wenn hier das Festival de Primavera mit Umzügen und Stierkämpfen stattfindet.

Wenn Sie neugierig geworden sind und noch mehr über diese Region erfahren wollen, schreiben Sie uns einfach oder besuchen Sie unsere Homepage!

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 REISENOTIZEN

Einmal Tirol und zurück


Unser CombiEs ist eins in der Nacht. Wir stehen im Städchen La Merced und warten auf unseren Kombi. Neun Stunden Busfahrt haben wir seit Lima schon hinter uns, und wir ahnen nicht, dass uns nochmal soviel erwartet. Diesmal jedoch in einem unbequemen alten 12-Sitzer, ohne Kopflehne, ohne Schlaf und ohne asphaltierte Straße. Zu elft haben wir uns aufgemacht nach Pozuzo, der einzigen österreichisch-deutschen Kolonie in Peru´s unwegsamem Urwald.

Endlich kommt der Kleinbus und wir schnallen unser Gepäck aufs Dach. Luis, der Fahrer, ist nur etwa einssiebzig und hat ein minenloses Pokerface. Er spricht kaum, doch seinen Kombi hat er im Griff. Nach unserem anfänglichen Übermut macht sich nun doch Stille breit in der Truppe. Ich sitze vorne auf dem Beifahrersitz und mir kommt auf einmal alles sehr unwirklich vor: von einem Moment auf den anderen ist es stockfinster und wir sind fernab der Zivilisation. Im Scheinwerferlicht flackert der Urwald vorbei, Zweige peitschen gegen die Windschutzscheibe, und rumpelnd bahnt sich der Kombi seinen Weg durch Schotter, Schlaglöcher und Schlamm.

Haus im tiroler StilAls nach stundenlangem Dösen mit steifen Gliedern endlich der Tag anbricht, befinden wir uns in einem engen Tal, tief unter uns ein wild-reißender brauner Fluss. Es ist der Pozuzo, was soviel heißt wie Salzbach, und auch wenn es uns so vorkommt, als bliebe die Zeit stehen, während wir immer tiefer in das Herz des peruanischen Dschungels vordringen, erreichen wir das Tirolerdorf doch gerade recht zum Frühstück.

Beim Dorfwirt Andreas Egg, einem Nachfahren des Pfarrers Josef Egg, der 1857 die Gemeinde Pozuzo in dem fruchtbaren Tal gründete, lassen wir uns auf deutsch mit tiroler Akzent die Geschichte der Kolonie berichten. Wir bestellen Brot mit Spiegelei und Käse, gebratene Bananen und Yuca und einen frisch gepressten Papaya-Saft nach dem anderen. Den "Strammen Max" auf der Speisekarte ignorieren wir, lieber melden wir uns Im Gasthaus von Andreas´ Schwester Maria gleich noch für den Nachmittag zu Kaffee und Streuselkuchen an, dann fallen wir in der Mittagsschwüle in die kühlen Betten unseres Hostals.

Unter dem WasserfallDen Abend verbringen wir mit einem französischen Rollenspiel und Bier. Draußen prasselt der Regen nieder.
Als wir am nächsten Morgen zum Wasserfall Delfin wandern, lässt die Sonne das Tal in allen Grünschattierungen glitzern und dampfen. Wir müssen eine gute Stunde teils barfuß den matschigen Berghang hoch, vorbei an Ameisenstraßen, Papageienbäumen und Kuhweiden, vorbei an lianenverschlungenen Gewächsen und vorbei an einer fast klassischen Alm mit einer nicht ganz so typischen "Jausenstation".
Doch der Aufstieg hat sich gelohnt: in Unterhosen und Bikinis toben zwei Peruaner, fünf Franzosen, eine Amerikanerin, eine Schweizerin , eine Österreicherin und eine Deutsche dann ausgelassen unter der zig-Meter hohen Catarata, bis sie rote Schultern haben.

Später machen wir uns auf den Rückweg nach Lima - eine wahre Odysee. Gegen Mitternacht können wir an einer Baustelle mitten im Wald nicht weiter. Es hat einen Erdrutsch gegeben, sagt uns der Mann, der in seinem Bagger schläft. Wir müssen zurück und über einen Umweg nach La Merced. Als wir gegen fünf Uhr morgens fast dort angekommen sind, müssen wir erst noch einen Bach durch - dann endlich Teerstraße und für vier Stunden in ein Hotel. Wir verabschieden uns von Luis, unserem Fahrer. Insgeheim ist er der Held dieser Tour.

Tagsdrauf mit dem Komfortbus nach Lima - nochmal zwölf Stunden. Ein reißender Bach hat gute 100 Meter Straße zerhackt und in den Fluss gespült...
An der Stelle, wo Jeeps und Bagger die Autos durch das beinhohe Wasser ziehen, herrscht Volksfeststimmung, und ich muss an "Hau den Lukas" denken. Welche Fahrtrichtung zieht mehr Autos durch, bevor die freche Gegenseite wieder eine Lücke findet und sich in den Fluss reindrängt? Einer der Gaffer regt sich auf und schimpft und gestikuliert wie ein passionierter Fan nach einem verpatzten Tor, andere lachen und schießen Fotos. Die Bauarbeiter, die vorerst nun doch nicht an der neuen Brücke weitermachen, weil es einen Pfeiler weggerissen hat, die Baggerfahrer und Abschleppseilverkäufer - alle gehen währenddessen routiniert ihrer Arbeit nach und helfen den Leuten durch den Wildbach. Ich find sie toll - Peruaner wie Pozuziner- und werde dieses Abenteuer nie vergessen.

(aufgezeichnet von Simone Kuhnt)

Für mehr Informationen schreiben Sie uns einfach eine Email an info@peruline.de

Sie hatten ein besonderes Erlebnis in Peru und möchten davon berichten? Gern veröffentlichen wir Ihren Reisebericht. Schreiben Sie uns bitte an info@peruline.de.

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 WUSSTEN SIE, ...?

... dass es am Wochenende vor der Präsidentschaftswahl in ganz Peru verboten ist, Alkohol zu verkaufen und auszuschenken?

... dass Peru das einzige Land ist, in dem die Maca kultiviert wird - eine Wurzel, der eine potenzsteigernde und aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird?

...dass in Cerro de Pasco, im Hochland Perus, das höchstgelegene Kohlebergwerk der Welt liegt? Die Stadt selbst befindet sich auf 4.330 und erhebt den Anspurch, die höchste Stadt der Welt zu sein.

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 WIR ÜBER UNS

peruline ist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Peru, der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert wird. Unsere Arbeit dient sowohl den Produkten, als auch dem Land selbst.

Unsere Serviceleistungen auf einen Blick:
- CallCenter in Deutschland: Tel.: 0851-7565644; Telefax: 0851-7565651
- Hilfe bei der Zusammenstellung von Rundreiseprogrammen info@peruline.de
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Unser monatlicher Newsletter informiert Sie über aktuellste Neuigkeiten aus Peru. Diesen Monat hat Claudia Emsenhuber den Newsletter für Sie zusammengestellt. Falls Sie Anregungen und Vorschläge für unseren Newsletter haben, freuen wir uns über Ihre e-mail.
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Mit herzlichen Grüßen aus Lima,
Ihre Sünje Fischer
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