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NEWSLETTER JUNI 2006 |
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Liebe Perufreunde, Peru hat einen neuen Präsidenten! In Kurz & Bündig lesen Sie das Ergebnis der Wahlen von Anfang Juni. Machen Sie außerdem einen virtuellen Rundgang auf Machu Picchu, lesen Sie von einer abenteuerlichen Exkursion über den Pazifik und vom Besuch des Dalai Lama beim Volk der Q'ero. In der Rubrik unserer Partner stellen wir Ihnen diesen Monat unter anderem das speziell entwickelte Tandem-Konversationstraining der ACUPARI-Language School in Cusco vor. Erfahren Sie im Regionenteil, was mit den Fundstücken von Machu Picchu geschah, und wie es Simone Kuhnt bei ihrer ersten Gletschertour in der Cordillera Blanca ergangen ist. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Spektakulärer Mumienfund -
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Am
Sonntag, den 04. Juni 2006 waren die Peruaner nach dem ersten Wahlgang
im April erneut zu den Urnen gerufen worden, um in der Stichwahl zu entscheiden,
wer der nächste Präsident von Peru für die Amtszeit 2006-2011
werden wird. Die ersten offiziellen Ergebnisse bestätigen, was schon
Umfragen vorausgesagt hatten: Alan Garcia, der Kandidat der linksdemokratischen
Partei APRA, triumphiert über seinen Gegner Ollanta Humala, Ex-Militär
und Vertreter der nationalistischen Partei UPP, und wird somit der Nachfolger
des aktuellen peruanischen Staatspräsidenten Alejandro Toledo. Garcia
war bereits von 1985 bis 1990 Präsident in Peru, seine damalige Regierung
war geprägt von hohen Inflationsraten und der Verbreitung der Terrororganisation
Sendero Luminoso. Alan Garcia, wird am 28. Juli sein Amt antreten und
die schwierige Aufgabe haben, die sozialen, regionalen und wirtschaftlichen
Probleme des Landes zu bewältigen.
Der archäologische Komplex El Brujo, in dem die spektakuläre
Mumie der Frau von Cao gefunden wurden, ist nach 16 Jahren Grabungsarbeiten
nun wieder für Touristen geöffnet. Der Komplex besteht aus verschiedenen
Pyramiden der Mochica-Kultur und ist für nationale und internationale
Besucher gerade aufgrund der neuesten Funde besonders reizvoll und interessant.
El Brujo liegt an der Panamericana Norte, im Distrikt Magdalena de Cao,
60 Kilometer von Trujillo entfernt. Der Eintritt kostet etwa 3 Euro.
Fast
60 Jahre nachdem der große norwegische Erforscher Thor Heyderdahl
mit einem Floß aus Schilfrohr von Peru aus den Pazifik überquerte,
ist nun seit Anfang Mai eine ähnliche Expedition auf abenteuerlicher
Überfahrt. Bemannt ist das leicht modernisierte, aber ansonsten originalgetreue
Kon-Tiki mit einem Peruaner, einem Schweden und vier Norwegern - unter
ihnen Olav Heyderdahl (Foto), der Enkel des umstrittenen Wissenschaftlers.
Der Pionier war am 28. Mai 1947 mit einem primitiven Floß in der
Schilfbauweise der Indios vom Titicacasee im Hafen von Callao in See gestochen.
Er wollte beweisen, dass die Einwohner Südamerikas schon vor tausenden
Jahren die Mittel besaßen, um über den Pazifik nach Polynesien
zu gelangen, dieses vielleicht sogar besiedelten. Allen Kassa
ndra-Rufen
zum Trotz und ohne größere seemännische Erfahrung, aber
mit der Unterstützung des Humboldt-Stromes, der östlichen Winde
und einer großen Portion Glück hatten es Thor Heyderdahl und
seine fünf Mannen innerhalb von gut 100 Tagen geschafft, die 7000
Kilometer auf hoher See zu bewältigen, und damit einen wissenschaftlichen
Streit über die Erstbesiedlung von Polynesien auszulösen.
Heyderdahls Enkel Olav, als Schreiner, Ingenieur und Taucher für
die Reparaturarbeiten an Bord zuständig, will die Segelfahrt in 90
Tagen schaffen. Nach den ersten beschwerlichen Wochen haben er und sein
Team nun die meisten Tricks heraus, um das Floß optimal zu steuern
und zu beschleunigen, und die Männer sind guter Dinge, ihr Ziel zu
erreichen, nämlich dem Weg des alten Heyderdahl zu folgen und die
Navigationsmethode der Indígenas zu testen. (Fotos: geoscience,
theoceans.net)
Während seines Peru-Aufenthaltes im Mai traf sich der Dalai Lama
auch mit Vertretern der Q'ero, Nachfahren der Inka. Gastgeber der Versammlung
war der Dominikanerorden in Cusco. Bei dem Treffen begutachtete der Dalai
Lama die traditionelle Kleidung der Q'ero, erkundigte sich nach ihrer
Sprache und Schrift und rief dazu auf, Tradition und Forschritt miteinander
zu verbinden. Die sechs Vertreter der Q' ero stimmten zwar mit der Harmonisierung
von Tradition und Fortschritt überein; sie verteidigten aber dennoch
fest ihr ärmliches Schuhwerk, das der Lama angesichts ihrer unwirtlichen
Wohngegend mit Skepsis betrachtete. Zwei Tage strammen Fußmarsch
hatten die Männer hinter sich, bevor ihr Führer den Lama zur
Begrüßung umarmen konnte. Das Volk der Q'ero lebt auf 5000
Meter, umgeben von Gletschern und Bergmassiven so schwer erreichbar, dass
es der Unterwerfung durch die Spanier entgehen konnte und bis heute die
alten Bräuche der Inka pflegt. Zu dem außergewöhnlichen
Zusammentreffen der Kulturen waren auch 120 Vertreter von Bauerngemeinden
in das Kloster gekommen, 25 Buddhisten aus Bolivien, 19 Dominikanerbrüder
und zehn Hare Krishnas, die dem Dalai Lama Süßigkeiten schenkten.
Erstmals bietet eine Internetseite einen virtuellen Rundgang auf Machu
Picchu an.
Dabei folgt der Surfer per Kamerarundblick und Curser den Straßen
der weltbekannten Inkastadt. Besuchen Sie Machu Picchu unter www.machupicchu360.com
!
Der
Pisco, der berühmte peruanische Traubenschnaps, hat nun sein eigenes
offizielles Glas. Designed wurde es von Österreichern, und der Weltöffentlichkeit
vorgestellt wurde es in Wien. Im Rahmen des Europäisch-Lateinamerikanischen
Gipfeltreffens im letzten Monat überreichte die Spezialfirma Riedel,
die auch schon exklusive Gläser für Cognac, Brandy und Tequila
hergestellt hat, dem Noch-Präsidenten Alejandro Toledo das erste
offizielle Piscoglas. Ende Juni werden die Gläser in Peru ankommen,
und am 24. Juli wird im Regierungspalast in Lima die offizielle Präsentation
stattfinden. (Foto: T-News)
"1000 Jahre INKAgold - so nennt sich eine wandernde Ausstellung, die jetzt bis Dezember in Berlin zu sehen ist. Gezeigt werden ausgewählte Objekte verschiedenster Art: Neben Schmuckstücken und Zierrat finden sich auch Gebrauchsgegenstände und Musikinstrumente. Die Exponate stellen einen Bruchteil des immensen Goldschatzes der verschiedenen peruanischen Kulturen dar und vermitteln neben einem Überblick über die Kulturen im Andenraum auch einen guten Eindruck von der Goldschmiedekunst zwischen 400 v. Chr. und 600 n. Chr. Lassen Sie sich begeistern, im Quartier 110 in der Friedrichsstraße 180, Berlin, täglich von 10-19 Uhr. Infos gibts unter www.inkagold-ausstellung.de.
Nach
monatelangen Umgestaltungs- und Verbesserungsarbeiten wurde im Mai das
Brüning Museum in Lambayeque/Chiclayo wieder eröffnet. In verschiedenen
Ausstellungsräumen können sich die Besucher ausgiebig über
die Anfänge der Zivilisation in Peru, die Entwicklung der Schmiede-
und Metallkünste und über die alten Kulturen des Nordens informieren.
In den völkerkundlichen Räumen geht es vor allem um die Rituale
und Arbeiten der Chimú-Kultur. Durch lebensgroße Nachbildungen
wird Geschichte zum Erlebnis und zur Begegnung mit der Urbevölkerung.
Den Grundstock der Sammlung hatte zwischen 1875 und 1925 der deutschstämmige
Kaufmann Heinrich Brüning gelegt.
| Links: |
| Erfahren Sie mehr über Chiclayo und Lambayeque auf unseren Internetseiten! |

Das
Hotel Resort Las Dunas bei Ica bietet neben unzähligen Sportmöglichkeiten
sogar ein hoteleigenes Planetarium für seine Gäste. Abends wird
dort in der Kuppel täglich eine faszinierende Projektion gezeigt.
In der Vorstellung Der Himmel von Ica teilt der Zuschauer die Weltanschauung
der altenZivilisationen und lernt wichtige mythologische Konstellationen
und bekannte Tierkreiszeichen kennen. Interessierte erfahren mehr über
die Eigenschaften dieser Sterne wie Größe, Farbe, Temperatur,
Zusammensetzung und Distanz. Treten Sie ein die Sternenwelt der südlichen
Hemisphäre! Nach der Präsentation in der Kuppel sind Sie eingeladen,
per Teleskop den Himmel von Ica zu beobachten und sich die typischen Sternbilder
der Saison erklären zu lassen.
| Links: |
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Interessiert an den faszinierenden Sternbildern der südlichen Halbkugel und den Annehmlichkeiten des Hotel Las Dunas? Erfahren Sie mehr auf unseren Seiten! |
| Für weitere Fragen schreiben Sie bitte eine Email an info@peruline.de. |
Ein
Fahrrad, mit dem man nicht fährt, ist wie Sprachenlernen ohne sprechen.
Deshalb setzt die ACUPARI
Language School in Cusco auf das "TANDEM" des Spanischlernens:
In ihrer Freizeit treffen sich deutsche Sprachschüler mit peruanischen
Deutschstudenten, um in einem lockeren Konversationstraining von einander
zu lernen. Dieses TANDEM ist ein bewährtes Vehikel, partnerschaftlich
vo
ranzukommen
- eine kommunikative Methode, die es zwei Menschen verschiedener Nationalitäten
ermöglicht, sich ihre Muttersprache und ihr Land einander näherzubringen.
Außerdem bietet ACUPARI seinen "Sprach-Radlern" im Anschluss
an einen Sprachkurs die außergewöhnliche Gelegenheit, in einer
peruanischen Institution mitzuarbeiten, sei es in einem Straßenkinderprojekt
oder in einem Hotel. Lassen Sie sich einfach von ACUPARI integrieren und
tauchen Sie ein in die spanische Sprache und die peruanische Lebensweise!
| Links: |
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Sie möchten in Peru Spanisch lernen? Sehen Sie sich doch die ACUPARI Language School und Cusco genauer an! |
| Für weitere Fragen schreiben Sie bitte eine Email an info@peruline.de. |
Vor
allem Kultur- und Geschichtsbegeisterte kommen in Chiclayo voll auf ihre
Kosten: Die "Stadt der Freundschaft" bietet mit dem Museo Tumbas
Reales del Señor de Sipan nicht nur eines der modernsten und spannendsten
Museen Lateinamerikas, sondern auch mehrere archäologische Komplexe
der Mochica-Kultur. Ein idealer Ausgangspunkt für Ihre Erkundungen
ist unser Partnerhotel Costa
del Sol Chiclayo, ein weiteres Haus der aufstrebenden Hotelkette im
Norden Perus. Das 3-Sterne-Hotel befindet sich nur wenige Blocks vom Parque
Central und der Kathedrale entfernt. Die 48 Zimmer entsprechen in Ausstattung
und Komfort dem hohen Standard der Kette. Weitere Annehmlichkeiten bieten
Swimmingpool, Sauna, Jakuzzi und Fitnessraum. Bei der Organisation von
Ausflügen in die Umgebung ist Ihnen das freundliche Personal gerne
behilflich. Erleben Sie die berühmte Herzlichkeit der Chiclayaner
im Hotel Costa del Sol Chiclayo!
| Links: |
| Mehr zum Hotel Costa del Sol Chiclayo und dem spannenden touristschen Angebot von Chiclayo erfahren Sie auf unserer Homepage! |
"Ja,
bleib!" heißt Arequipa auf Quechua. Und die "Weiße
Stadt" im Süden Perus lädt wirklich zum Bleiben ein - besonders
wenn man seinen Aufenthalt dort in einem erstklassigen Hotel verbringt.
Das Sonesta
Posada del Inca Arequipa ist so ein Hotel: direkt an der Plaza de
Armas gegenüber der prächtigen Kathedrale von Arequipa gelegen,
ist es ein idealer Ausgangspunkt, um die Weltkulturerbe-Stadt am Fuße
des Vulkans Misti zu erkunden. Die zentrale Lage ermöglicht dem Gast,
die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Santa Catalina
oder das Museo de la Dama de Ampato einfach und schnell zu erreichen.
In jedem der 58 komfortabel ausgestatteten Zimmer kann der Gast selbst
sein ideales Klima bestimmen, Klimaanlage, Heizung und Luftentfeuchter
machen es möglich. Vom hoteleigenen Restaurant, Cafe & Bar "Inkafe"
hat der Besucher bei einem romantischen Abendessen eine wunderbare Aussicht
direkt auf das Treiben auf der Plaza de Armas. Sie werden sehen, Sie werden
nicht mehr weg wollen!
| Links: |
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Möchten Sie Ihre erlebnisreichen Tage in Arequipa mit einem Aufenthalt im Hotel Sonesta del Posada del Inca verbinden? Erfahren Sie mehr über das Sonesta Posada del Inca Arequipa. |
| Für weitere Fragen können Sie auch einfach eine Email an info@peruline.de schreiben. |
1911. Der Yale Professor Hiram Bingham bricht in den peruanischen
Urwald auf, um mit seiner Expedition Vilcabamba, die "Verlorene Stadt
der I
nka"
zu suchen. Was er am 24. Juli 120 km von Cusco entfernt, nach sieben Stunden
beschwerlichem Aufstieg in den nebelverhangenen Bergen versteckt findet,
ist nicht Vilcabamba. Stattdessen findet Bingham die rätselhafte
Inkafestung Machu Picchu. Und er findet mehr: 200 Kisten lagert er angeblich
bei einem Mann in Ollanta ein, voll mit archäologischen Fundstücken,
die seine Expedition in Machu Picchu ausgegraben hat. Eine Liste darüber
veröffentlicht Bingham nie. Stattdessen schafft er alles in die USA.
Inzwischen ist aus Machu Picchu, der "alten Bergspitze", Südamerikas wichtigste archäologische Stätte und einträglicher Touristenmagnet geworden. Doch in einem dort verkauften Lageplan steht: "We are waiting... for the return of the objects from the Yale University of the United States", "Wir warten auf die Rückgabe der Gegenstände von der Universität Yale in den Vereinigten Staaten."
Tatsächlich
kann bis heute kein peruanisches Museum einen Kunstgegenstand Machu Picchus
vorweisen. Die etwa 5000 Fundstücke befinden sich seit ihrer Ausgrabung
zwischen 1911 und 1915 in der Verwahrung der Yale Universität in
den Vereinigten Staaten, und diese will die Gegenstände Peru einfach
nicht zurückgeben. Fast ein Jahrhundert später hat sich zwischen
der Yale Universität und den Peruanern nun ein Streit entfacht. Allen
voran machte sich die Präsidentengattin Eliane Karp de Toledo stark
für die Rückgabe, stellte Yale ein Ultimatum und drohte mit
einem Rechtsstreit, falls man sich im Guten nicht einige. Man habe damals
die archäologischen Funde Yale zu Forschungszwecken geliehen, und
diese Studien seien nun wohl abgeschlossen.
Währenddessen gibt sich der Anwalt der Universität überrascht von dem plötzlichen Rückzug der peruanischen Regierung aus den Verhandlungen über die Fundstücke und verweist auf die Rechtsnormen von 1911. Danach sei der Finder, also Bingham und damit Yale, auch der Eigentümer. Außerdem hätten die Peruaner fast 90 Jahre lang kein Interesse daran gezeigt.
Und
selbst in Peru herrscht geteilte Meinung: So meint der Direktor der nationalen
Behörde für Tourismusförderung, die USA sollten die Fundstücke
doch behalten und damit laufende Ausstellungen und Seminare organisieren.
Immerhin mache die Universität mit der Sammlung kostenlose Peru-Werbung
in den USA. Oberstes Ziel für Peru sollte es sein, die Armut zu bekämpfen,
und dafür sei die Tourismusförderung fundamental.
Trotzdem: Die Mehrheit in Peru ist dafür, die Fundstücke zurückzufordern.
Der Parlamentsausschuss für Außenbeziehungen hat einstimmig
über das nationale Interesse an den Fundstücken abgestimmt und
will nun eine Sonderkommission mit dem Anliegen beauftragen.
Am 9. Mai haben in Cusco etwa 3000 Bürger von Machu Picchu friedlich
für die Rückgabe demonstriert. Es wurden 20.000 Postkarten verteilt,
die auch die Touristen über den Sachverhalt informieren und zur Unterstützung
aufrufen. In Cusco und Machu Picchu läuft ein Spot, der die Öffentlichkeit
aktivieren soll und Yale zur Rückgabe auffordert. Mit E-Mails an
die Universität soll ebenfalls öffentlicher Druck ausgeübt
werden. Jüngsten Meldungen zufolge hat der Bürgermeister von
Machu Picchu für Anfang Juli eine Demonstration in Lima angekündigt,
um die Regierung, das Parlament und die US-Botschaft zu mobilisieren.
Den 1956 verstorbenen Hiram Bingham dürfte dieses Gezeter wenig kümmern. Unter Geschichtsexperten steht der "wissenschaftliche Entdecker Machu Picchus" nämlich sogar in Verdacht, schon 1909, also vor seinem ersten offiziellen Besuch in Machu Picchu, kistenweise Gold aus der Inkastadt über die bolivianische Grenze außerlandes geschmuggelt zu haben.
| Links: |
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Weitere Informationen zu Machu Picchu finden Sie hier. |
| Haben Sie Interesse, in Ihrem Urlaub eine Reise zu einem der bedeutendsten kulturellen Denkmälern unserer Erde zu unternehmen? Das Hatuchay Tower Machu Picchu Hotel befindet sich in Aguas Calientes direkt unterhalb der verlorenen Stadt. |
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Alle
zwei Minuten muss jemand von uns vieren aufstehen und den DVD-Player ein
bisschen streicheln, damit er den Film weiter abspielt. Das nervt. Ausserdem
ist es ungemütlich kalt in diesem zugigen Restaurant in Huaraz. Doch
in dem Film geht's grad um Leben und Tod, und wie gebannt starren wir
nach oben auf den Bildschirm. Es läuft Touching the Void,
ein Tatsachenbericht über zwei Engländer, die in der peruanischen
Cordillera Blanca bei einer Klettertour im Eis dem Tod gerade noch von
der Schippe springen - mit gebrochenen Knochen und erfrorenen Gliedern.
Meine zwei französischen Freunde, der Guide und ich sind uns einig:
Gut, dass wir dieses Drama erst nach unserer Bergtour sehen, sonst
wär uns wohl die Lust am Bergsteigen vergangen. Wir haben einen Krug
Pisco Sour bestellt, das Nationalgetränk Perus, heben die Gläser
und trinken auf ihn, den Pisco, denn so heißt auch der Berg, von
dem wir vorher runtergekommen sind.
Eigentlich hatte ich ein gemütliches Trekking machen wollen, doch dann ist doch ein Gletscher draus geworden. Die Französin wolte ins Eis. Nun gut, vom Pisco hieß es, er sei weder technisch anspruchsvoll noch gefährlich... nur die Höhe halt.
Nach der ersten halben Nacht im Basiscamp holte uns Guide Richard schon
um ein Uhr morgens aus dem Zelt und eine Stunde später steigen wir
bei völliger Dunkelheit langsam eine riesige Moränenwand hinauf,
nur unsere Stirnlampen leuchten den Weg. So mancher Blick in den Abgrund
bleibt mir in dieser mondlosen Nacht zum Glück erspart.
Als der Tag anbricht und die schneebedeckten Berge rot leuchten, sind
wir beim Gletscher. Alleine das Anschnallen der Steigeisen bringt mich
in dieser Höhe ins Schnaufen, doch die zu bewältigende Steigung
hats dann wirklich in sich. In der Seilschaft bin ich die zweite, u
nd
ich merke, dass es gar nicht so einfach ist, ein gemeinsames Tempo zu
gehen. Wir steigen immer weiter hoch, vorbei an Schneeverwehungen, Eishöhlen
und Gletscherspalten, in einer grandiosen Landschaft , in der es nur die
Farben gleißendweiß und eisblau gibt. Einmal fragen wir Richard,
wie weit es noch bis zum Gipfel ist. "Regular" seine
Antwort. Also ist es noch weit. Die Höhe und der wenige Schlaf machen
uns allen zu schaffen. Um halb zehn können die Franzosen nicht mehr.
Da wir inzwischen so weit oben sind, dass man den Gipfel sehen kann, beschließen
Richard und ich, ohne die
beiden weiterzugehen und sie inzwischen ausruhen zu lassen. Nach ein paar
Trockenfrüchten, einigen heftigen Steigungen und vielen vielen kleinen
Verschnaufpausen sind wir dann um halb elf schließlich oben, auf
dem 5759m hohen Pisco, dem höchsten Berg meines Lebens.
Richard und ich umarmen uns kurz und der Wind pfeift uns eisig um die Ohren, aber der Ausblick ist überwältigend: Perus größte und mächtigste Berge haben sich hier zum Gipfeltreffen versammelt und halten Rat über das Schicksal der Menschlein, so kommt es mir vor, als ich das Panorama sehe. Wir bleiben nicht lange, es ist einfach zu kalt, und mit großen Schritten stapfen wir wieder hinunter zu dem schwarzen Bündel im Schnee, das die mittlerweile ausgeruhten Franzosen sind.
Als wir gegen Mittag alle zusammen wieder den Fels erreichen und Steigeisen,
Pickel, Gurte, Karabiner und das Seil in unsere Rucksäcken packen,
lässt meine Anspannung langsam nach. Dafür steigt der Puls.
Vielleicht war es psychisch: Als hätte mein Körper gewusst,
dass der Kopf auf den Gipfel will. Doch je
tzt
ist das Adrenalin weg und ich merke, wie fertig ich eigentlich bin. Beim
Abstieg durch die Moräne geht dann fast gar nichts mehr. Mein Herz
rast und ich komme kaum mit Atmen nach. Alle paar Meter bleibe ich stehen,
setze mich auf einen Stein und frage mich, wie ich es so bis zum Zelt
schaffen soll. Zumal wir erst noch diese verfluchte Moränenwand erklimmen
müssen, die sich wie eine Drohung grau und trostlos vor mir aufbaut.
Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bergspitzen, aber hier kann
man nicht einfach ein Taxi rufen, wenn man nicht mehr gehen mag. Wut und
Verzweiflung machen sich in mir breit. Ich habe mich körperlich noch
nie so ohnmächtig gefühlt, will einfach nur weinen und schlafen.
Ersteres mache ich schließlich, hemmungslos an einem Felsen. Damit
wenigstens dieser Druck nachlässt. Die anderen stehen ratlos um mich
herum, Richard schlägt vor, mich zu tragen, aber dazu ist mein Stolz
dann doch zu groß. Ganz, ganz langsam quäle ich mich die Moränenwand
hoch. Von oben sehe ich endlich unser Zelt etwa 200 Meter tiefer und weiß,
dass ich es schaffen werde. Erleichtert und relativ zügig marschieren
wir schließlich hinunter ins Basislager. Erst gegen Mitternacht
normalisiert sich mein Puls und ich kann schlafen.
Ja, und jetzt sitzen wir in diesem zugigen Restaurant. Wir haben unseren
Guide zum Essen eingeladen - und zu reichlich Pisco Sour. In Touching
the Void ist grad einer der Engländer in eine Gletscherspalte
gefallen. Sein Partner hatte das Seil cutten müssen. Um nicht selbst
drauf zu gehen. Was wir gemacht haben, kommt uns im Gegensatz dazu plötzlich
sehr unspektakulär vor.
Doch ehrlich gesagt: uns hat es voll gereicht!
(Aufgezeichnet von Simone Kuhnt)
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... dass man in Peru für umgerechnet 3 Euro pro Person im Doppelzimmer
in einem billigen Hostal übernachten kann und wenn man Glück
hat, sogar Fernseher und Warmwasser hat?
... dass in Lima ein durchschnittliches Mittagsgericht mit Vorspeise,
Hauptgericht und Dessert etwa 2,50 Euro kostet, man aber auch für
gut einen Euro schon zu mittag essen oder frühstücken kann?
... dass man in Peru über 1000 km mit dem Bus zurücklegen kann,
und dafür zwischen 20 und 30 Euro bezahlt?
peruline ist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Peru, der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert wird. Unsere Arbeit dient sowohl den Produkten, als auch dem Land selbst.
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Mit herzlichen Grüßen aus Lima,
Ihre Sünje Fischer
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