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NEWSLETTER JULI 2006 |
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In diesem Monat gibt es gleich mehrere Dinge zu feiern: neben dem peruanischen Nationalfeiertag am 28. Juli begeht auch der Pisco seinen besonderen Tag. Aus diesem Anlass machen wir eine Reise auf der Piscoroute, auf der man allerlei Interessantes über die traditionelle Herstellung des Traubenschnapses erfährt und genügend Gelegenheit bekommt, den einen oder anderen Pisco zu verkosten. Begleiten Sie uns im Top Thema auf dieser Reise in den Süden Perus! In Kurz & Bündig lesen Sie über die neuesten Entdeckungen in Sacsayhuamán, den Inkaruinen in der Nähe von Cusco. Erfahren Sie außerdem Interessantes über Perus Canyons, die zu den tiefsten der Welt gehören. Auch auf dem Titicacasee gibt es Neuigkeiten: erst kürzlich wurde die Insel Taquile und seine traditionellen Handarbeiten zum UNESCO Welterbe ernannt. Wir freuen uns, Ihnen in der Rubrik Unsere Partner zwei neue Hotels vorzustellen. Reisen Sie mit unserem Partner Domiruth auf der Suche nach dem Inkagold zu den schönsten Plätzen des Landes. Erfahren Sie im Regionenteil, wie schlecht es um den "Wunderbaum" im Amazonas wirklich steht, und seien Sie dabei, wenn Claudia Emsenhuber einen Abstecher in den Norden Perus an einen der schönsten Strände des Landes macht! Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen La ruta del Pisco
Aufgrund seiner langjährigen Tradition und seines hohen Beliebtheitsgrades
wurde dem hochprozentigen Nationalgetränk eine Themenroute gewidmet
- la ruta del Pisco (die Piscoroute). Diese Route ist eine magische
Reise, reich an Geschichte und Tradition, auf der man die Herstellung
dieses Schnapses hautnah miterlebt. Um den besten Pisco herzustellen,
bedarf es eines guten Bodens und des richtigen Klimas. Die besten Bedingungen
dafür lassen sich in den Piscotälern finden, die ihren Ursprung
in Cañete haben - ungefähr 145 km südlich von Lima
- und sich bis Tacna, nahe der chilenischen Grenze, erstrecken. Die
Piscotraube benötigt einen sandigen und lockeren Boden, in dem
sich die Wurzeln festwachsen können, mit einem gemäßigten
Salzgehalt und einem ph-Wert (Säuregehalt des Bodens) zwischen
6,6 und 7,5. Diese Zusammensetzung der Erde und die geeignete Temperatur
in den Piscotälern erlauben den Trauben, schnell und üppig
wachsen, mit dem notwendigen Zuckergehalt, um einen guten Pisco zu gewinnen. Nach fast 2.000 zurückgelegten Kilometern in den Süden Perus und einigen Piscoverkostungen wissen wir nun auf jeden Fall, dass es stimmt: ¡El Pisco es el Perú!
Neue archäologische Überreste in Sacsayhuamán gefunden
Die bisher entdeckten Funde sollen allerdings nur einen Bruchteil der
gesamten, bisher noch nicht erschlossenen Anlage darstellen: laut des
Nationalen Kulturinstituts befinden sich noch gut 70% der inkaischen Architektur
unter der Erde versteckt und warten dort darauf, ausgegraben zu werden. Perus Canyons - Wie tief sind sie nun wirklich?
Mumie in Lima entdecktKurz nach dem spektakulären Mumienfund der Señora de Cao
in der Nähe von Trujillo (wir berichteten in unserem letzten Newsletter),
wurde letzten Monat nun auch im limenischen Stadtteil San Isidro eine
Mumie entdeckt. Ihr Alter wird auf 400 Jahre geschätzt. Entdeckt
wurde ihr Sarg in der Santa Cruz Pyramide von Archäologen und Arbeitern,
die an diesem Ort mit Ausgrabungsarbeiten beschäftigt waren. Ein
macciavelisches Lächeln auf den Lippen, das ihre großen Zähne
zeigt, an Händen und Füßen verschnürt - so wurde
sie auf einer steinigen Plattform gefunden, auf der sie höchstwahrscheinlich
am Tag ihres Todes geopfert wurde. Die (bis jetzt namenlose) Mumie soll
laut Lyda Casas, der Direktorin des Museums Huallamarca und Verantwortliche
für die Santa Cruz Pyramide , erst der Anfang einer Serie von Mumienfunden
in dieser archäologischen Stätte sein. Eine Besonderheit ist
allerdings, dass sich am Fundort bis auf eine Stück Stoff keinerlei
Grabbeigaben befanden. Derzeit werden noch Untersuchungen hinsichtlich
Geschlecht und Zeitalter durchgeführt. Textilien der Isla Taquile zum UNESCO Welterbe ernannt
La Casona de Yucay - familiengeführtes Kolonialstilhotel im Heiligen Tal der Inka
Der Standort Yucay ist ein Paradies für alljene, die dem Abenteuersport
frönen: von Mountainbiking über Riverrafting und Reiten bis
Klettern, hier ist alles möglich, um sich körperlich zu verausgaben.
Ruhe finden Sie anschließend in den gepflegten Gärten des Casona
de Yucay oder am Kamin der einladenden Lounge. Geniessen Sie die wunderbare
Atmosphäre eines familiengeführten Kolonialstilhotels! Mehr
über dieses einzigartige Hotel finden
Sie hier.
Hotel Taypikala nun auch in Cusco
Sonesta Posada del Inca El Olivar
- 5-Sterne-Luxus in Lima
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Wenn
es einen Baum gibt, den wir "Wunderbaum" nennen können,
dann ist es der Aguaje. Er zählt zu den wichtigsten Sorten
für unzählige, wildlebende Tiere, angefangen bei Nagetieren
und Huftieren bis hin zu Vögeln, Affen und Fischen. Aber auch für
den Menschen ist er von großer Bedeutung: wenn es eine amazonische
Frucht gibt, die die Loretaner (Einwohner Loretos, das im peruanischen
Amazonien liegt) am besten charakterisiert, dann der Aguaje. Nur wenige
andere haben einen derart wichtigen Stellenwert in deren Kultur und in
der Ernährung dieser Region. Doch der Wunderbaum schmeckt nicht nur
gut - sein Vitamin A-Gehalt ist um das fünffache höher als der
einer Karotte, und zehnmal höher als der des Spinats. Eine wahre
Quelle der Gesundheit!
Aber der Aguaje versorgt uns nicht nur mit Früchten: auch wenn hier in Loreto üblicherweise nur dieser Teil der Pflanze verwendet wird, kommt in anderen Regionen der Baum vollständig zur Verwendung: die Blätter, um Dächer zu decken; der äußerste Teil des Stammes, um Häuser zu bauen; sein Inneres, um Stärke zu gewinnen; der Pflanzensaft, für die Herstellung von Marmelade und Gelee; und zu guter letzt die Wurzeln für medizinische Zwecke. Zudem leisten die Aguajales (Aguajewälder) einen Beitrag zur Umwelt von unschätzbarem Wert: sie zählen zu den Ökosystemen mit der höchsten Fähigkeit weltweit, Karbon zu speichern, dank ihrer groben Schicht aus Humus und Torf, die sie anhäufen.
Die
Fläche der Aguajales im peruanischen Amazonien wird auf ungefähr
fünf Millionen Hektar geschätzt, von denen sich der Großteil
in Loreto befindet. Der hohe Wert des Aguaje und vieler anderer Species
im Amazonasgebiet gefährdet aber zugleich auch deren Existenz, denn
ihre Früchte werden geerntet, indem die Bäume gefällt werden.
Es wird geschätzt, dass mehr als 90% des Aguaje auf diese zerstörerische
Art und Weise in Iquitos geerntet werden.
In Iquitos beläuft sich der Komsum des Aguaje täglich auf durchschnittlich
20 Tonnen, jedoch kommt es von Juni bis Septmber - wenn der Aguaje in
Hülle und Fülle Früchte trägt - fast zu einer Verdoppelung
dieser Menge. Dies bedeutet, dass täglich zwischen 400 und 600 Bäume
gefällt werden, allein um den Markt von Iquitos zu bedienen. Außerdem
muss noch der lokale Konsum und der Verkauf in anderen Städten berücksichtigt
werden, was weitere zahlreiche Baumfällungen mit sich bringt. Weiters
muss hinzugefügt werden, dass der Großteil der Aguajes bereits
über hundert Jahre alt ist. Wer einmal
einen
Aguajewald besucht hat und mit den Bewohnern vor Ort gesprochen hat, weiß,
weshalb: viele der Bäume - von einer Höhe von 25 bis 30 m -
die normalerweise in natürlichen Aguajewäldern stehen, waren
wahrscheinlich schon Zeugen der Unabhängigkeit Perus im Jahr 1821.
Der Bestand der Aguaje schrumpft ständig, wie auch der gesamte Amazonasregenwald.
Wenn das Bewusstsein über die Bedeutung dieses einzigartigen Ökosystems
nicht bald wächst und Massnahmen zu seiner Erhaltung ergriffen werden,
wird auch der Wunderbaum nicht mehr lange überleben.
(Fotos Quellen: www.enjoyperu.com, www.narak.com)
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Weitere Informationen zu Iquitos und zum Nationalpark Pacaya-Samiria finden Sie hier. |
| Haben Sie Lust, während Ihres Peruurlaubes einen spannenden Abstecher in den peruanischen Regenwald zu machen? Auf unseren Internetseiten finden Sie unsere Empfehlungen für Lodges im Amazonasregenwald. |
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"Avanza,
avanza!" von dem aufgeregten Geschrei werde ich aus meinem Schlaf
hochgerissen. Die empörte Stimme gehört einem Mann, der sich
drei Reihen hinter mir von seinem Sitz erhoben hat und nun unserem Busfahrer
Anweisungen gibt, schneller zu fahren. Wir sind auf dem Weg nach Máncora,
in den Norden Perus, schon fast an der ecuadorianischen Grenze. Draußen
ist es stockfinster und ich kann nur erahnen, dass wir gerade die Stadt
Trujillo passiert haben. Laut meiner Uhr haben wir bereits eine Stunde
Verspätung. Doch ich bin ganz entspannt - ganz im Gegensatz zu dem
Herrn hinter mir, der sich gar nicht mehr beruhigen will - denn in ein
paar Stunden werde ich an einem der schönsten Strände Perus
liegen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.
Und wirklich: einige Stunden später taucht auch schon das Ortsschild
von Máncora auf. Direkt am Busbahnhof warten auch schon einige
Mototaxis (3-rädrige, zu Taxis umfunktionierte Motorräder),
von denen uns eines in unser Hotel bringt. Im Hotel
Puntas Ballenas werden wir herzlich von Harry Schuler, dem Besitzer,
empfangen. Und auch das Hotel selbst lässt uns sofort wie zu Hause
fühlen:
im Zimmer erwartet uns ein Korb mit frischem Obst und einer Gute-Nacht-Schokolade
auf dem Kopfpolster. Sogleich lasse ich mich in unsere Hängematte
fallen, die jedes einzelne der Zimmer auf der kleinen Terrasse hängen
hat. Froh, dem beginnenden Winter in Perus Hauptstadt entronnen zu sein,
schnappen wir unsere Strandtücher und machen uns auf den Weg zum
Strand, der direkt vor der Tür liegt.
Während sich im Wasser ein paar Buben bäuchlings von den Wellen
tragen lassen, versuchen sich andere im Wellenreiten und einige Kitesurfer
wagen ihre Stunts. Wir genießen den Tag am Strand und plaudern mit
einigen Einheimischen. Später dann kehren wir ins Hotel zurück,
um uns dort noch ein bisschen im Pool abzukühlen. Am nächsten
Tag wartet Harry mit einem echten Hauben-Frühstück auf. Danach
geht es mit José und seinem Mototaxi in die Umgebung von Máncora.
Nach ungefähr 20 Minuten Fahrt durch steppenartige Landschaft kommen
wir an einem bizarren Ort vorbei. Auf einer kleinen Anhöhe befindet
sich ein mit Wasser gefülltes Loch in der Erde. José erklärt
uns, dass dem etwas schmutzig und schlammig wirkenden Wasser heilende
Kräfte nachgesagt werden. Etwas skeptisch lassen wir es auf einen
Versuch ankommen - und sind sehr überrascht, dass es sich dabei um
eine warme Quelle handelt. Eine halbe Stunde später steigen wir erholt
und mit aufgeweichten Fingern aus der (von den Einheimischen Schlammloch
genannten) Heilquelle.
Etwas hungrig lassen wir uns von José wieder zurück nach Máncora
bringen, wo wir am Strand mit einem traumhaften Blick über den Pazifik
ein aus frisch gefangenen Fischen zubereitetes Ceviche genießen.
Später lassen wir unseren letzten Abend noch bei einem Glas Wein
auf unserer kleinen Terasse vor unserem Hotelzimmer ausklingen, und während
das Meer seine Wellen an das Ufer spült, finde ich es Schade, dass
mein kurzer Wochenendtrip an den Strand morgen schon wieder vorbei sein
soll.
(Aufgezeichnet von Claudia Emsenhuber)
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... dass die in Peru gelegene Cordillera Blanca das höchste tropische
Gebirge der Welt ist?
... dass rund drei Fünftel der Fläche Perus mit Regenwald bedeckt
ist?
... dass die Baumgrenze in Peru zwischen 3.500 und 3.800 m liegt?
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Mit herzlichen Grüßen aus Lima,
Ihre Sünje Fischer
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