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NEWSLETTER November 2006


Liebe Perufreunde,

Peru ist bekannt für seine kulturelle Einzigartigkeit. Was vielen nicht bewusst ist: Peru ist auch eines der artenreichsten Länder der Welt und ein einmaliges Paradies für jeden Naturfreund! Unsere Top-Story widmen wir daher dem Thema des Ökotourismus in Peru.
Immer wieder macht Peru auch durch sensationelle archäologische Funde auf sich aufmerksam. Im letzten Monat richteten sich die Blicke in die Region Chachapoyas, dort wurden 20 Sarkophage der mysteriösen Chachapoyas Kultur entdeckt. Lesen Sie ausserdem über die abgeschiedene Welt der Esa'Eja Gemeinde, die entlang des Heath Flusses im peruanischen Regenwald in der Nähe von Puerto Maldonado leben. Teresa Baumann erzählt in unseren Reisenotizen von ihrem Besuch bei diesen Menschen.

Weiterhin gibt es wie immer interessante Neuigkeiten aus dem Sektor und von unseren Kunden.
Lassen Sie sich auch mit dieser Ausgabe von der Vielfältigkeit Perus begeistern!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Sünje Fischer

 

Unsere Themen:
Top Thema Hotel & Spa Laguna Seca: Vertritt Cajamarca auf "Termatalia"
Ökotourismus in Peru - Die Natur rückt in den Vordergrund Hotel Costa del Sol Piura hat nun 4 Sterne
Kurz und bündig Nikolaus kommt in die Acupari Language School Cusco
Machu Picchu - Brückenbau weiter umstritten Spezielle Preise für Trekking mit Peruvian Andes Adventures
Cusco wird Amerikanische Kulturhauptstadt 2007 Regionen
Direktflug von Cusco auf die Galápagosinseln Chachapoyas - alte Sarkophage sehen das Tageslicht wieder
"Peru 8000" - Mission erfüllt Reisenotizen
Pressereise peruline 2006 Zu Besuch bei den Ese'Eja
Unsere Partner Wussten Sie, ...
Domiruth: Kulinarische Tour quer durch Lima Wir über uns...

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 Top Thema

Ökotourismus in Peru - Die Natur rückt in den Vordergrund

Papagei - Manu NationalparkPeru steht für die Anden und Machu Picchu, für archäologische Highlights der Prä-Inka- und Inkakultur; doch Peru hat sehr viel mehr zu bieten: Glasklare Flüsse, tiefe Canyons, atemberaubende Seen, türkise Lagunen, gewaltige Wasserfälle, ewige Gletscher, farbenprächtige Orchideen, immergrüner Regenwald, aber auch karge Wüste und steile Felsküsten. Kondore, schwarze Kaimane, Riesenotter und Pumas, einzigartige bunte Schmetterlinge und rosa Flussdelfine leben in Peru. Was viele nicht wissen: Peru ist eines der artenreichsten Länder der Welt. Um diese einzigartige Natur zu schützen, sind 14.8% des peruanischen Territoriums vom Staat geschützte Gebiete. Es gibt in Peru elf Nationalparks (zum Beispiel Manu, Paracas mit den tierreichen Ballestas Inseln, Bahuaja-Sonene, Tingo María), zehn Naturreservate (unter anderen Pacaya Samiria, Paracas, Tambopata-Candamo und Titicaca) und viele weitere Schutzgebiete.
Ein Traum für jeden Reisenden, der auf der Suche nach unzerstörter einmaliger Natur ist.

Trotz dieser Bemühungen hat der Tourismus auch schon in Peru gravierende Umweltschäden hervorgerufen. Immer mehr Touristen legen daher großen Wert, Peru im Einklang mit der Natur zu bereisen und sind gleichzeitig gewillt Geld auszugeben, um die Natur zu schützen. Aus dem üblichen Naturtourismus – Tourismus, der die Natur als Kulisse für eine Vielzahl an touristischen und sportlichen Aktivitäten verwendet - hat sich der Ökotourismus entwickelt. Als Ökotourismus bezeichnet man eine Form des Tourismus, die besonders auf Natur, Umwelt und die lokale Bevölkerung Rücksicht nimmt. Gleichzeitig ist der Ökotourismus eine verantwortungsvolle Form des Reisens in naturnahe Gebiete, die zum Schutz der Umwelt und zum Wohlergehen der lokalen Bevölkerung beiträgt.

Wie sieht dieser Ökotourismus in Peru nun aus? Amazonas
Viele Peru-Naturliebhaber lernen Flora und Fauna auf Erkundungsreisen durch den Regenwald kennen. Als absolutes Highlight gilt hier der Manu Nationalpark. 1978 wurde der Park zum UNESCO Weltnaturerbe ernannt, denn er ist in vieler Hinsicht einzigartig: er besteht aus drei verschiedenen ökologischen Zonen (Regenwald, Bergregenwald und Hochgebirge) und das dem Park zugehörige biologische Forschungszentrum besitzt die größte Datenbank über tropische Ökosysteme in Südamerika. Betrieben wird die Station von der peruanischen Agrar-Universität La Molina in Zusammenarbeit mit dem zoologischen Institut Frankfurt am Main. Die Forscher schätzen, dass etwa 10% der Pflanzen, die hier gefunden werden, der Wissenschaft noch vollkommen unbekannt sind.
Im Manu Nationalpark wurde schon früh versucht, die touristische Entwicklung im Einklang mit der Erhaltung der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt und der Bewahrung der ursprünglichen Lebensart der Indianerstämme im Amazonastiefland voranzutreiben. So wurde der Park beispielsweise in verschiedene Zonen aufgeteilt, von denen die bei weitem größte nur mit Sondergenehmigung und zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden kann. Die touristischen Aktivitäten beschränken sich auf eine bestimmte Zone, die Tourenveranstalter sowie die Urwaldlodges unterliegen einer strengen Kontrolle; auch wurde die lokale Bevölkerung in das Management des Parks einbezogen.

Huascarán NationalparkEine weitere Form des Ökotourismus in Peru ist das Trekking, Wandern durch unberührte Natur, wie zum Beispiel im Nationalpark Huascarán. Der Nationalpark Huascarán in der Cordillera Blanca, dem höchsten tropischen Bergzug der Welt, beeindruckt mit seinen tiefen Schluchten mit reißenden Strömen, blauen Gletscherseen und der großen Vegetationsvielfalt. Direkt im Nationalpark befindet sich der Huascarán, der höchste Berg Perus mit einer Höhe von 6.768 Metern. Im Park finden sich sieben Mikroklimas in denen unter anderem Wildkatzen, Andenkatzen, Vicuñas, Tarucas, Andenkondore und Rebhühner wohlfühlen.
Es gibt verschiedene Methoden Ökotourismus im Nationalpark Huascarán umzusetzen: Zum Beispiel dürfen nur lizenzierte Reiseagenturen mit Touristen den Nationalpark betreten, die existierende Infrastruktur wird nicht weiter ausgebaut um der Natur keinen weiteren Schaden zuzufügen, außerdem wird die lokale Bevölkerung in die aktuellen Tourismusprogramme miteinbezogen, wodurch sich ihnen nachanhaltige wirtschaftliche Alternativen eröffnen.

Der Ökotourismus bringt Vorteile sowohl für die Natur und Leute im Land, als auch für die Reisenden mit sich. Die Natur wird erhalten, die Bewohner profitieren von der Erhaltung der Natur, aber auch von den Touristen. Und die Touristen zerstören und belasten die Natur nicht, sondern bewahren sie für die nächsten Generationen. Daher verzeichnet der Ökotourismus in Peru auch Wachstum, wie Zahlen belegen; verglichen mit dem konventionellen Tourismus stieg der Ökotourismus während der letzen 15 Jahre von 20% auf 30% an, der konventionelle hingegen nur um 3-4%.

Wollen Sie mehr über die Nationalparks, Naturreservate oder Schutzgebiete Perus erfahren? Klicken Sie hier.

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 Kurz und bündig

Machu Picchu - Brückenbau weiter umstritten

Machu PicchuWie in unseren News vom 7. Juli 2006 erwähnt, drohte die UNESCO den Archäologischen Park Machu Picchu auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten zu stellen, da innerhalb der Schutzzone eine Brücke errichtet werden sollte. Weiterhin sieht aus aber so aus, dass die Brücke Carrilluchayoc, die über den Fluss Vilcanota führt, nun trotzdem gebaut wird. Die lokalen Behörden rechtfertigen ihre Entscheidung mit der Erklärung, dass die Brücke notwendig für den Handel der Region sei. Die Arbeiten werden 45 Tage dauern, die Brücke soll nur für Fußgänger nutzbar sein. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen. Diese Woche besuchen die Ministerin für Außenhandel und Tourismus und Vertreter des Nationalen Kulturinstituts die Region. Laut letzten Meldungen wird die UNESCO im Februar nächsten Jahres eine Expertengruppe nach Peru entsenden, um herauszufinden, ob Machu Picchu wegen des Baus der Brücke nun tatsächlich auf die Liste der gefährdeten Weltkulturstätte gestellt wird.

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Cusco wird Amerikanische Kulturhauptstadt 2007

Cusco KathedraleDie Stadt Cusco wird 2007 Amerikanischen Kulturhauptstadt, gewählt vom Internationalen Büro der Kulturhauptstädte (Buró Internacional de Capitales Culturales) und der Organisation für amerikanische Kulturstädte (Organización Capital Americana de la Cultura). Die Idee zur Amerikanischen Kulturhauptstadt entstand 1998 und fördert international Kulturstädte in Amerika. Die Organisation für amerikanische Kulturstädte wird von der Organisation der Vereinigten Staaten (OEA) und den lateinamerikanischen und europäischen Parlamenten unterstützt. 2000 wurde Mérida in México erstmals zur Amerikanischen Kulturhauptstadt ernannt. Seitdem wird jedes Jahr eine neue Stadt auserkoren. 2006 war es Córdoba in Argentinien, in der in diesem Jahr insgesamt 2000 Events und Festivals stattfanden. Durch diese Ernennung wird Cusco international in den Medien beworben.
Nicht zu verwechseln ist dieser Titel mit dem Titel der „Iberoamerikanischen Kulturhauptstadt“, welchen das Kulturkomité der Union der Iberoamerikanischen Kulturhauptstädte (Unión de Ciudades Capitales deIberoamérica (UCCI)) vergibt. Im Jahr 2007 wird Bogotá Iberoamerikanischen Kulturhauptstadt.

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Direktflug von Cusco auf die Galápagosinseln

GalapagosDie ecuadorianische Fluggesellschaft ICARO kündigte an, ab November 2007 von Cuenca im Süden Ecuadors nach Piura im Norden Perus zu fliegen. Interessant für den Tourismussektor ist vor allem, dass außerdem eine direkte Verbindung zwischen Cusco und den Galápagos Inseln geplant ist. Des weiteren soll die Route von Loja in Ecuador nach Piura ausgebaut werden, sobald die Arbeiten am ecuadorianische Flughafen in zwei Monaten abgeschlossen sind.

 

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"Peru 8000" - Mission erfüllt

Peru 8000  - TeamAm 9. Oktober 2006 erreichte zum ersten Mal ein peruanisches Expeditionsteam den Gipfel des Shisha Pangma (8.027 m) im Himalaya Gebirge nach einem mit Hindernissen verbundenen Aufstieg; die Bergsteiger wurden immer wieder durch eiskalte Temperaturen und widrige Wetterverhältnisse aufgehalten. Der Bergsteiger Ernesto Málaga musste auf Grund dieser extremen Situationen aufgeben, seine Teamkollegen Jorge Gálvez und Richard Hidalgo schafften es bis zum Gipfel. Die Expeditionsgruppe „Perú 8 mil“ beabsichtigt alle höchsten Gipfel der Welt zu erzwingen. Die peruanischen Medien hatten jeden einzelnen Tag des Aufstiegs verfolgt und von der Expedition berichtet.


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Pressereise peruline 2006

logo perulineAls Teil unserer Arbeit das Land Peru als Tourismusdestination auf dem deutschsprachigen Markt bekannter zu machen, organisieren wir vom 23. November bis 2. Dezember 2006 eine Pressereise für sieben renommierte deutsche Journalisten nach Peru unter dem Motto „Archäologische Wunder und Nachhaltiger Tourismus“. Während dieser zehn Tage stellen wir den Journalisten nicht nur die klassischen Reiseziele Perus sondern auch die touristisch bisher weniger bekannten Destinationen vor. Gleichzeitig ist es unser Ziel, den Journalisten neue Aspekte und unterschiedliche Formen des Tourismus in Peru näher zu bringen. Mehr über die Pressereise erfahren Sie in unserem Dezember – Newsletter!

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 Unsere Partner

Domiruth: Kulinarische Tour quer durch Lima

CebicheUnser Partner Domiruth bietet Ihnen seit neustem einen Ganztagesausflug an, um die kulinarischen Reize Perus besser kennenzulernen. Die Tour inkludiert den Besuch eines traditionellen Marktes, wo Sie den Fisch für die Cebiche auswählen, die Sie später zubereiten. Danach besuchen Sie eine Pisco Bodega und lernen, wie man den berühmten Pisco Sour zubereitet. Am Mittagsbuffet können Sie sich dann mit leckeren traditionellen peruanischen Gerichten stärken, um danach bei einem Kaffee oder Coca Tee den Tag ausklingen zu lassen.
Wollen Sie mehr über diesen kulinarischen Exkursus erfahren? Schreiben Sie uns doch!


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Hotel & Spa Laguna Seca: Vertritt Cajamarca auf "Termatalia"

Hotel & Spa Laguna SecaUnser Partnerhotel in Cajamarca Hotel & Spa Laguna Seca vertrat von 27. bis 29. Oktober 2006 Cajamarca als „Thermalstadt der Inka“ auf der internationalen Tourismusmesse für Thermalbäder und dem internationalen Forum für Gesundheitstourismus für europäische und lateinamerikanische Länder „Termatalia“ in Ourense in Galizien (Spanien). „Termatalia“ ist ein Projekt, dass sich mit den Anforderungen des Gesundheitstourismus weltweit auseinandersetzt um die Lücke zwischen dem öffentlichen und privaten Gesundheitssektor zu schließen. Von dem Austausch versprechen sich die lateinamerikanischen Länder neue Ideen, um ihre Thermalressourcen der touristischen Nachfrage aus Europa besser anzupassen.
Für die Region Cajamarca ist die Teilnahme von besonders großer Bedeutung, um die Vermarktung ihrer Region und die weltweite Steigerung des Bekanntheitsgrades des Produktes „Thermalstadt der Inka - Cajamarca“ voranzutreiben.
Wollen Sie mehr über das Hotel & Spa Laguna Seca und den Thermalort Cajamarca erfahren? Dann klicken Sie hier.

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Hotel Costa del Sol Piura hat nun 4 Sterne

Hotel Costa del Sol PiuraUnser Partnerhotel Costa del Sol Piura, Teil der Costa del Sol Hotelkette, wurde am 11. Oktober 2006 rekategorisiert und als Hotel mit vier Sternen eingestuft. Dem Hotel wurde diese Kategorie anerkannt, da alle Anforderungen im Bezug auf Infrastruktur und Service erfüllt wurden. Costa del Sol Piura ist somit das erste und einzige vier Sterne Hotel in Piura. Demnächst werden weitere Investitionen und Erneuerungen im Hotel durchgeführt um die Qualität des Services und der Gästebetreuung kontinuierlich weiter zu steigern.
Costa del Sol Piura hat außerdem den Preis „Cinta Roja y Blanca 2006“ zum dritten Mal in Folge im Oktober bekommen und wurde als bestes Hotel in seiner Kategorie anerkannt. „Cinta Roja y Blanca“ ist die meist angestrebte Auszeichnung der peruanischen Firmen, die vom Andeninstitut jährlich für herausragende Qualität verliehen wird.
Wir gratulieren sehr herzlich!
Mehr Informationen über das Hotel Costa del Sol Piura finden Sie hier.

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Nikolaus kommt in die Acupari Language School Cusco

Acupari Language School Cusco FeierDie Acupari Language School Cusco feiert am 8. Dezember ihr jährliches Fest, diesmal auf die Deutsche Art und Weise: der Nikolaus kommt, um seine Päckchen, die er aus dem großen Jutesack herausholt, an die Feiernden zu verteilen. Neben leckeren Plätzchen und typischen Kuchen wird Glühwein und Punsch geboten um, in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Wollen Sie mehr über das Nikolausfest oder die Acupari Language School Cusco erfahren? Dann schreiben Sie uns doch.

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Spezielle Preise für Trekking mit Peruvian Andes Adventures

HuascaránUnser Partner Peruvian Andes Adventures bietet von November bis April für alle Kurzwanderungen in die Cordillera Blanca spezielle Preise an. Verbinden Sie Ihre Perureise mit dem bekannten Santa Cruz Llanganuco 4-Tages Trek, verbringen Sie drei Tage in der Quebrada Quillcayhuanca oder wandern Sie in drei Tagen zu den Ruinen von Chavin de Huantar.
Mit diesem Angebot können Sie die wunderschöne Landschaft der Cordillera Blanca während der ruhigen Monate genießen.
Wollen Sie mehr erfahren? Für mehr Informationen schreiben Sie uns eine Email an info@peruline.de.

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 Regionen

Chachapoyas - alte Sarkophage sehen das Tageslicht wieder

Sarkophage von KarajíaDer Distrikt Kohechan in der Provinz Luya, 45 Kilometer von Chachapoyas, Hauptstadt des Departments Amazonas entfernt, ist touristisch bis jetzt eher unbekannt. Das änderte sich am 20. Oktober 2006, als Bernado Chuquizuta Huamán, Bauer in der Gegend um Chachapoyas, auf seinem Grundstück eine 1 ½ Meter große Statue fand. Zuerst war er sich nicht sicher, ob es eine wertvolle Statue sei, daher suchte er weiter und fand schließlich auf einer Höhe von 2.769 Meter über dem Meeresspiegel eine Ansammlung von Sarkophagen der Chachapoyas Kultur (1110-1300 nach Christus).
Ein Experte des Nationalen Kulturinstitutes bestätigte die Wichtigkeit dieses Fundes, jedoch musste er auch feststellen, dass die 20 entdeckten Sarkophage erheblichen Schaden während der letzten Jahre erlitten hatten und die Mumien, die im Inneren der Sarkophage normalerweise zu finden sein müssten, fehlten. Ein einziger Sarkophag beinhaltete eine Mumie mit den typischen Merkmalen, wie die alten Chachapoyas vor Jahrhunderten ihre Toten von höherem Stand zu beerdigen pflegten.
Berühmte archäologische Stätten der Chachapoyas Kultur sind die Sarkophage von Karajía, die Totenstadt Revash und allen voran die Festung Kuelap - alle zeugen von der Wichtigkeit des Totenkultes der Chachapoyas. Funde wie die von Kohechan geben weitere Auskünfte über diese immer noch geheimnisumwobene Kultur, legen aber gleichzeitig die Problematik eines fehlenden Schutzes der archäologischen Gebiete offen.

KuelapEs gibt immer wieder Probleme zwischen Bauern der Region und dem Nationalen Kulturinstitut. Oft finden Bauern und Arbeiter wertvolle Stücke, wissen jedoch nichts mit den Funden anzufangen und zerstören diese unabsichtlich, aber auch absichtlich um Agrarland zu gewinnen. Die zuständigen Behörden wiederum prüfen die Funde sehr genau, denn manchmal werden ihnen wertlose Fundstücke von den Einheimischen präsentiert. Auf der anderen Seite kritisieren lokale Bauern die Behörden, denn oft werden archäologische Überreste von der Vegetation oder durch Hügel- und Erdrutsche zerstört, bevor sie von den Behörden ernst genommen werden.
Das Nationale Kulturinstitut plant die Zone des Fundes von Kohechan unter nationalen Kulturerbeschutz zu stellen, um weitere Zerstörungen durch Menschenhand und Natur zu verhindern. Die Experten beunruhigt indessen, dass die Plattform mit den Sarkophagen jederzeit abrutschen könnte. Die kreisförmigen Anordnungen von Steinen weisen auf Behausungen hin, die möglicherweise Sitz einer ethnischen Gruppe wie den Luyachillaos gewesen sein könnte. Daher sind weitere Expeditionen der Experten in Planung, denn es wird vermutet, dass sich noch andere Sarkophage und wertvolle historische Fundstätten der Chachapoyas Kultur in dieser Gegend befinden.

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 Reisenotizen

Zu Besuch bei den Ese'Eja

Esa EjasNach fast zwei Stunden mit dem Boot über den Fluss Heath kommen wir bei der Sonene Gemeinde im Bahuaja-Sonene National Park, vier Stunden von Puerto Maldonado mit dem Boot entfernt, an. Die Sonene Gemeinde ist ein Mix aus den Tacna-sprechenden Arawak, die aus dem Westen immigrierten und denen mit Pano Ursprung, die aus dem Niederland des Madera Flusses kamen.
Schon von der Ferne sehen wir kleine Kinder im Wasser plantschen. Als sie das Boot mit uns sehen, flüchten sie aus dem Wasser und laufen den steilen Abhang zu ihrem Dorf hinauf. In der Mitte des Weges bleiben sie jedoch stehen, denn sie sind neugierig. Was machen diese weißen Leute hier bei uns? Nachdem wir zum Eingang des Ese'Eja Indianer Dorfes aufgestiegen sind, sehen wir die Dorfgemeinschaft vor uns: 20 Holzbauten, ein großer Platz mit Fußballtoren und am anderen Ende eine Schule. Niemand ist zu sehen, die Kinder haben sich in die Häuschen zurückgezogen. Daher beginnen wir unseren Rundgang um das Fußballfeld. Jesús, unsere Guide, erklärt uns, dass alle Sonene noch immer in ihrer Sprache sprechen, nur in der Schule und um mit Besuchern zu handeln, Spanisch. Ein beklemmendes Gefühl steigt in mir auf, denn alles wirkt etwas heruntergekommen und vereinsamt. Ich frage Jesús, wo denn die ganzen Einwohner sein. Er meint, die Frauen machen gerade „siesta“ und die Männer sind arbeiten, was hier noch immer jagen oder sammeln von Früchten und Wurzeln bedeutet.

Endlich entdecken wir eine Menschenseele, die Lehrerin. Wir gehen auf sie zu und beginnen mit ihr zu sprechen. Sie erklärt uns, dass sie seit vier Jahren hier wohnt und den 5 bis 8 jährigen in der Schule Esa Eja Jungelesen, rechnen und schreiben auf Spanisch beibringt. Es gibt keine Bücher, weder auf Spanisch noch auf Sonenisch. Derzeit sind sie gerade mit dem Bau eines Gemeinschaftsraumes beschäftigt. Während wir uns weiter mit der Lehrerin unterhalten, kommen immer mehr Kinder und scharen sich um uns. Auf Fragen antworten sie einsilbig oder gar nicht, denn sie wirken etwas eingeschüchtert. Ob wir nicht die Schule sehen wollen, werden wir dann schließlich doch gefragt. Warum nicht? Da jedoch gerade Unterricht ist, spähen wir nur kurz hinein, um nicht zu stören. Obwohl die Ese'Eja noch nach ihren alten Traditionen leben, sich vom Jagen, Sammeln, Fischfang und Ackerbau erhalten, haben westliche Dinge Einzug gehalten, was deutlich in der Schule zu sehen ist: hier dominiert ein großes Jesusbild den Raum. Wir verabschieden uns von der Lehrerin und spazieren weiter. Jesús erzählt uns, dass die meisten Einwohner nie aus ihrem Dorf hinauskommen, die wenigsten fahren ab und zu nach Puerto Maldonado. Einmal die Woche bringt der Kreisler des Dorfes Zucker, Mehl und Kaffee aus Puerto mit. Normalerweise gehen die Kinder bis zum 15. Lebensjahr in die Schule, danach heiraten sie nach einer zwei jährigen „Probezeit“, in der sie herausfinden, ob sie zusammenpassen, bekommen Kinder und verbringen den Rest ihres Lebens in der Comunidad.

Heute leben noch 25 Familien und 85 Kinder in dem Dorf. Einige von diesen wagen sich nun auch aus ihren Häusern heraus um uns ihre Schmückstücke anzubieten. Reden wollen sie jedoch nicht mit uns. Nachdem wir ihnen ein paar Halsketten abgekauft haben, verabschieden wir uns, um zu unserem Boot und zur Lodge zurückzukehren.

(aufgezeichnet von Teresa Baumann)

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 Wussten Sie, ...

....dass es auf der ganzen Welt mehr als 9.000 verschiedene Vogelarten gibt und davon 1.800 in Peru leben?

...dass es in Peru 10 Nationalparks und 11 Naturreservate gibt?

...dass die wiedergefundenen Sarkophage von Kohechán von der Chachapoyas Kultur gebaut wurden?

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 Wir über uns...

peruline ist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Peru, der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert wird. Unsere Arbeit dient sowohl den Produkten, als auch dem Land selbst.

Unsere Serviceleistungen auf einen Blick:
- CallCenter in Deutschland: Tel.: 0851-7565644; Telefax: 0851-7565651
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Unser monatlicher Newsletter informiert Sie über aktuellste Neuigkeiten aus Peru. Diesen Monat hat Teresa Baumann den Newsletter für Sie zusammengestellt. Falls Sie Anregungen und Vorschläge für unseren Newsletter haben, freuen wir uns über Ihre e-mail.
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Mit herzlichen Grüßen aus Lima,

Ihre Sünje Fischer
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