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NEWSLETTER Mai 2009


Liebe Perufreunde,

heute erobern peruanische Fußballstars deutschen Rasen & deutsche Stadien (Claudio Pizarro), früher erforschten deutsche Wissenschaftler peruanische Landschaften - sei es Maria Reiche, die das Geheimnis der Wüstenzeichnungen von Nazca lüften wollte oder Alexander von Humboldt, der die grüne Wildnis bezwang. Überzeugen Sie sich im TopThema von seinen Errungenschaften.

Ein archäologischer Fund der Extraklasse wird nun endlich auch entsprechend gewürdigt: die Herrin von Cao erhält ihr eigenes Museum! Ebenfalls eine besondere Ehre wird der peruanischen Küche gewährt, indem der letzte gastronomische Gipfel im Andenstaat statt fand. Prämiert wurden darüber hinaus die bekanntesten Zugfahrten in Peru, welche mit Bestnoten aus der globalen Wertung hervorgingen. Globalitätsbewusstsein beweist außerdem PromPeru, welches mit neuer Präsenz im Internet von sich Reden lässt. Unsere Partner überzeugen Sie auch im Mai mit erstklassigen Angeboten. So erleben Sie in Cusco die Eröffnung eines Kolonialhotels nach seiner Renovierung, erkunden mit einer neuen Hotelkette sowohl die Ruinen von Machu Picchu als auch den Regenwald des Pacaya Samiria Reservates, erfahren mehr über das Landleben in und um Huaraz und lernen das peruanische Hochland um Cajamarca besser kennen.

Im Regionenbericht laden wir Sie diesmal ein, die vielfältige Unterwasserwelt des Amazonas zu erkunden. Nach dem nassen Element erwartet Sie zum Abschluss noch der Reisebericht über die Sehenswürdigkeiten der Strecke Cusco-Puno. Steigen Sie ein und reisen Sie mit uns!

Ihnen viel Spaß bei der Lektüre der Mai-Ausgabe,

Ihre Sandra Wolf

Unsere Themen:
Top Thema Hatuchay Hotels mit passendem Angebot für Urwald-Abenteurer und Ruinen-Forscher
Der wahre Entdecker von Südamerika - eine kleine Retrospektive Mit Vivencial Tours den Alltag peruanischer Bauern erleben - jetzt auch in Huaraz
Kurz und bündig Das Hotel & Spa Laguna Seca auf dem Travel MART Peru in Cajamarca
Eröffnung des Museums der Señora de Cao - Herrscherin der Mochica-Kultur Regionen
Erster gastronomischer Gipfel in Lateinamerika findet in Peru statt Ausflug unter Wasser: Leben in den Flussriesen des Regenwalds
Zugfahren in Peru - weltweit bester Luxus auf Schienen Reisenotizen
Peru goes Internet mit PromPeru Touristische Schätze auf der Route von Cusco nach Puno
Unsere Partner Wussten Sie, ...
Picoaga Hotel erstrahlt in neuem Glanz Wir über uns...

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Der wahre Entdecker von Südamerika - eine kleine Retrospektive

Alexander von HumboldtDie heutige Forschung besagt, dass um das Jahr 1000 herum der isländische Entdecker Leif Eriksson erstmals amerikanischen Boden betrat. Als tatsächlicher Entdecker des amerikanischen Kontinents gilt allerdings bis heute der Italiener Christoph Kolumbus, der im Jahre 1492 auf Amerika stieß, als er eigentlich nach Indien segeln wollte. Kolumbus entdeckte zwar den Kontinent Amerika, es war jedoch ein deutscher Forscher, der im Jahre 1799 zu einer Reise aufbrach und nachfolgend seine umfangreichen Forschungen über den südlichen Teil des Kontinents veröffentliche. Erst dadurch gab Alexander von Humboldt Südamerika (s)eine Seele und ein Bild in der Welt. Zu Ehren seines 150. Todestages am 6. Mai diesen Jahres richtet die Öffentlichkeit abermals ihren Blick auf den Ausnahmewissenschaftler, von dem Charles Darwin sagte: "Er war der größte reisende Wissenschaftler, der jemals gelebt hat. [...] Ich habe ihn immer bewundert; jetzt bete ich ihn an."

Alexander von Humboldt wurde 1769 in Berlin geboren und avancierte zu einem Universalgenie. Er widmete seine Arbeit schwerpunktmäßig der Naturforschung und Geographie, für welche er eine große Schwäche hegte, war aber ebenso fachkundig in Physik, Chemie, Geologie, Mineralogie, Vulkanologie, Botanik, Zoologie, Klimatologie, Ozeanographie, Astronomie, Wirtschaftsgeographie, Ethnologie und Demographie. Seine Forschung beeinflusste die Wissenschaft seiner Zeit bis heute. Man äußerte nicht selten über ihn, er vereine eine ganze Akademie in sich. Auch die wissenschaftlichen Geräte und Apparate, die Humboldt auf seinen Reisen stets mit sich führte, um seine beispiellose Forschung zu betreiben, hätten jeder Akademie Ehre gemacht, denn er arbeitete mit den fortschrittlichsten verfügbaren Instrumenten und erzielte Ergebnisse, die bis heute nicht an Gültigkeit eingebüßt haben.

Nach mehreren, an politischen Entwicklungen gescheiterten Aufbruchversuchen, reiste Humboldt 1799 nach Madrid, um von der spanischen Krone Unterstützung für seine Forschungsreise zu erbitten. Dank seiner exzellenten spanischen Sprachkenntnisse, diplomatischem Geschick und für die Spanier wertvollen Informationen über Erdbeschaffenheiten in Spanien und der neuen Welt, erlangte er Empfehlungsschreiben und einen privilegierten Forscher-Reisepass, die Humboldt selbst sowie seinem Freund und Begleiter, dem französischen Botaniker Aimé Bonpland, Handlungs- und Bewegungsfreiheit in den spanischen Kolonialstaaten des südamerikanischen Kontinents gewährten. Fünf Jahre lang erforschte und bereiste das Wissenschaftlergespann die heutigen Länder Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Kuba und Mexiko.

Am Tag seiner Abreise aus Europa an Bord der Pizarro - benannt nach Francisco Pizarro, dem spanischen Eroberer Perus - prophezeite Humboldt: " (...) auf das Zusammenwirken der Kräfte, den Einfluß der unbelebten Schöpfung auf die belebte Tier- und Pflanzenwelt, auf diese Harmonie sollen stets meine Augen gerichtet sein!" Dies alles hat er vorgefunden und widmete seine volle Aufmerksamkeit geographischen Zeichnungen, Temperatur- und Magnetmessungen, botanischen Wanderungen und der genauen Untersuchung der sich ihm darbietenden Fauna und Flora. Zudem studierte er die indigene Bevölkerung und deren Sitten und Gebräuche, eignete sich Sprachkenntnisse an und machte sich mit deren Kunst und Kultur vertraut. Durch Kolumbien und Venezuela reisten die Forscher auf und entlang des Orinoco, einem der längsten Flüsse Südamerikas, bis Sie über kleinere Nebenflüsse in den Amazonas gelangten. Trotz ihres üppigen wissenschaftlichen Gepäcks wurden die meisten Strecken zu Fuß oder per Boot zurückgelegt, die Wasserwege bereisten Sie zumeist in Pirogen - einem Kanu ähnlich ausgehöhlte und ausgebrannte Baumstämme mit einem kleinen Blätterdach im hinteren Teil. Humboldt wie auch Bonpland arbeiteten unermüdlich an Skizzen, Messungen und Aufzeichnungen. Trotz widriger Arbeitsumstände und ständiger Bedrohung des nackten Überlebens durch wilde Tiere oder Krankheiten überstanden Beide die Reise ohne den Gefahren zu erliegen.

Humboldt PinguineMitte des Jahres 1802 erreichten Humboldt und sein botanischer Begleiter Peru, nachdem Sie unter kritischen gesundheitlichen Umständen die Vulkane Pichincha und Chimborazo in Ecuador bestiegen und deren Beschaffenheit und Aktivität erkundet und dokumentiert hatten. Sie gelangten vom oberen Flusslauf des Marañon in das Quellgebiet des Amazonas, wo sie abermals in die Anden aufstiegen, um in Cajamarca die Überreste der Inkaruinen zu erforschen. Hierbei entdeckten Sie den magnetischen Äquator, den Sie zu einer erneuten Andenüberquerung überschritten, welche Sie Ende Oktober des Jahres 1802 nach Lima führte. Lima war zu dieser Zeit Zentrum und Hauptstadt des Vizekönigreichs Peru, von wo aus die spanischen Kolonialherren über nahezu ganz Südamerika herrschten. Dort angekommen konnte er ein weiteres Projekt abschließen, denn er hatte sämtliche Vegetations- und Klimastufen zwischen 10 Grad nördlicher und südlicher Breite vermessen, erforscht und aufgezeichnet. Während Humboldts Aufenthalt in Callao, der Hafenstadt vor den Toren Limas, beobachtete der Astronom den Planeten Merkur, woraufhin es ihm gelang, den Längengrad genauer als zuvor zu bestimmen, auf welchem Lima situiert ist. Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage für einen Vermessungsrichtwert, der auf dem ganzen südwestlichen Teil des neuen Kontinents von nun an Ausschlag gebend war. Auf den vor der peruanischen Küste vorgelagerten Inseln stellte der Wissenschaftler Untersuchungen über Guano an, welches ein feinkörniges Gemisch verschiedener Calciumphosphate ist und in der Landwirtschaft als Dünger verwendet wird. Guano entsteht durch den Kontakt von Kalkstein und flüssigen Exkrementen lokaler Seevögel wie Kormoranen und Pinguinen. Humboldts genaue Beschäftigung mit diesem durch chemische Reaktionen entstandenen Stoff führten dazu, dass er erstmals nach Europa importiert wurde und bis heute (wenn auch reduziert) zu den bedeutendsten Exportprodukten Perus zählt. Das ursprüngliche Ziel dieser Exkursionsetappe war der Anschluss an eine Weltumsegelungsexkursion, der aber auf Grund einer Routenänderung fehlschlug. Also brachen die Gefährten wieder in Richtung Norden auf, um zurück nach Quito zu gelangen, von wo aus der letzte Abschnitt der Reise in Richtung Mexiko beginnen sollte, bevor Humboldt nach einem Aufenthalt in den USA vorerst nach Europa zurückkehrte. Innerhalb von 20 Jahren (bis 1827) brachte er die wissenschaftlichen Aufzeichnungen und Erkenntnisse seiner Reise in die Tropen zu Papier. Sein bedeutendstes Werk ist der Kosmos, welcher zwischen 1845 und 1862 in fünf Bänden veröffentlicht wurde und eine umfassende Darstellung der wissenschaftlichen Welterforschung und Humboldts Lebenswerk präsentiert. Humboldt ist außerdem vielfacher Namensgeber, unter Anderem für den in Peru beheimateten Humboldt-Pinguin und den von ihm erforschten Humboldtstrom, der maßgeblichen Einfluss auf die Wassertemperatur an der peruanischen Pazifikküste hat.

Obwohl Alexander von Humboldt eine weitere große Forschungsreise nach Russland unternahm, waren es besagte Jahre in die Tropen, die den prägendsten Eindruck in seinem Denken hinterließen. In seinen späten Jahren folgte Humboldt, der weltreisende Forscher, dem Ruf an den Königshof nach Potsdam, wo er die höfische Gesellschaft mit seinen Anekdoten unterhalten und mit seinem umfassenden Wissen lehren sollte. Er fügte sich dem königlichen Willen und übernahm auch diplomatische Missionen in den politischen Wirrungen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Doch im höfischen Leben, gepeinigt von Zwang und religiös geprägter, engstirniger Weltanschauung seiner Mitmenschen, wurde er bald von einer Bitterkeit befallen, die ihn bis zu seinem Tod begleitete. Diese letzten Jahre des Forschers bringt der zeitgenössische Autor Hans Magnus Enzensberger im letzten Abschnitt der Ballade A.v.H. (1769 bis 1859) seines geschichtskritischen Lyrikbandes Mausoleum. Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts mit folgenden Worten auf den Punkt:

"(...) Zurück in die deutsche Misere. Kammerherr, Vorleser, also Lakai am Potsdamer Hof. Er schloß sich ein in Berlin, einer kleinen, geistig verödeten, überhämischen Stadt. In dieser Sandwüste voller Polizisten dachte er oft an die Tropen (...) [die] er, in seinen Naturgemälden, bis daß er neunzig war, liebevoll malte."

Am 6. Mai 1859 starb Alexander von Humboldt in Berlin - doch sein Leben und Werk, welches er uns hinterlassen hat, sind bis heute einzigartig und unvergleichbar.

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 Kurz und bündig

Eröffnung des Museums der Señora de Cao - Herrscherin der Mochica-Kultur

Goldene Krone der MochicaSie ist eine der best erhaltendsten Funde des 20. Jahrhunderts und herrschte zwischen drittem und fünftem Jahrhundert nach Christus über die Mochica-Kultur - die Señora de Cao. Zu ihren Ehren eröffnete kürzlich das Museo de Cao im archäologischen Komplex "El Brujo" etwa 570 Kilometer nördlich von Lima im Distrikt La Libertad. Betrachter können die 1987 entdeckte Mumie in einem Licht und Temperatur angepassten Raum bewundern, der exakt auf die Erhaltung ihres guten Hautzustandes abgestimmt ist. Gleichzeitig ist die luxuriöse Kleidung zu bewundern, in der die Herrscherin ausgestellt ist. Ob Bewunderung oder Entsetzen - wer einen Blick auf die Arme der 700 Jahre alten Dame wirft, entdeckt darauf Tätowierungen von Schlangen und Spinnen, die die Fruchtbarkeit der Erde zu ihrer Regierungszeit symbolisieren. Neben Körperkunst gibt es auch Halsketten, Umhänge, Stäbe, Kriegswaffen und Speerspitzen, die mit der Gebieterin begraben wurden, warten darauf von Besuchern bestaunt zu werden. Forscher tendieren bei ihrem Grübeln über die Todesursache der damals erst 25 bis 30-Jährigen in Richtung Krankheit. Überzeugen Sie sich selbst vom Leben und Sterben einer der wenigen weiblichen Herrscher vergangener Kulturen im Museo de Cao.

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Erster gastronomischer Gipfel in Lateinamerika findet in Peru statt

Peruanische KöstlichkeitBereits während des vierten internationalen Gipfels der Gastronomie in Madrid 2006 wurde Peru zur nächsten kulinarischen Hauptstadt auserkoren - und somit der ersten in Lateinamerika. Für Peru ist dies eine wichtige Möglichkeit um die Spezialitäten der heimischen Küche international zu präsentieren, kulinarische Experimente zu offenbaren und die Entwicklung Jahrtausende alter Rezepte zu lüften. Dank seiner tief verwurzelten Tradition sowie Einflüssen neuer kulinarischer Zubereitungstechniken vieler Kulturen hat sich peruanisches Essen auf einem hohen internationalen Niveau etabliert. Am 01. April 2009 fand ein erstes gastronomisches Zusammentreffen in Form eines Forums zur Vorbereitung auf die wichtige Trägerrolle als lukullische Hauptstadt statt. Unter den Teilnehmern befanden sich angesehene peruanische Gastronomieunternehmen wie La Rosa Nautica, La Huaca Pucllana, Costa Verde sowie Alfresco. Thematiken und Resultate der Veranstaltung waren die Vereinheitlichung des peruanischen Gastronomie-Wörterbuches und dessen Veröffentlichung im Ausland. Des Weiteren ist es von Nöten die Qualität der Speisen sowie der Restaurants landesweit sicherzustellen und zu verbessern. Besonders Gasthäuser in der Nähe archäologischer Attraktionen werden als neue kulinarische Aushängeschilder des Landes genutzt. ¡Buen provecho!

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Zugfahren in Peru - weltweit bester Luxus auf Schienen

ZugDie britische Kette Orient-Express-Hotels, Trains & Cruises betreibt fünf Luxuszüge in Europa, Asien und Südamerika. Auf letzterem Kontinent wird der hochwertige Transportanbieter auf Schienen von PeruRail vertreten. Die beiden in Peru verkehrenden Züge wurden nun von der Internationalen Gesellschaft für Zugreisen (Sociedad Internacional de Viajeros en Ferrocarril) zu den besten unter weltweit 25 auserwählt. Einer davon ist nach Hiram Bingham, dem Entdecker Machu Picchus, benannt und bietet die wohl luxuriöseste Art und Weise von Cusco zur verlorenen Inkastadt zu reisen. Während die Außenseiten der Waggons im stilvollen Blau mit Goldverzierungen gehalten sind, erinnert sein elegantes Inneres an die Pullmann Züge aus den 1920er Jahren. Nicht weniger nobel und zwischen Puno und Cusco verkehrend, nimmt der Andean Explorer den zweiten ausgezeichneten Platz ein. Seine Fahrgäste genießen ebenso eine exquisite 20er Jahre Innenausstattung und hoch qualitativen Service an Bord. Nicht nur der Service, sondern auch vorbeiziehende Landschaften sowie Unterhaltungsmöglichkeiten während der Reise bildeten die Auswahlkriterien für die luxuriöseste Art auf Schienen zu reisen. Beide Züge erfüllten die erforderlichen Bedingungen und verdienen ihre Auszeichung weltweit beste Zugreisen.

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Peru goes Internet mit PromPeru

PromPeru LogoDas Internet spielt heute eine entscheidende Rolle in sämtlichen Lebensbereichen und wird täglich mehr Menschen zugänglich gemacht. In der Theorie kann sich das ganze Leben im Internet abspielen, es wird alles geboten, was man für Geld kaufen kann, man müsste das Haus so gesehen nicht mehr verlassen. Während das World Wide Web sich nun schon seit etwa zwei Jahrzehnten etabliert und die E-Mail sich zum Kommunikationsmittel Nummer eins vorangearbeitet hat, übernimmt der virtuelle Markt seit einiger Zeit auch immer schwerpunktmäßiger Teile des gesellschaftlichen Lebens durch die Betreibung von online-communities. Neben national oder gesellschaftlich gebundenen Netzwerken erreichen Facebook und Youtube international die meisten Menschen und enthalten mit unterschiedlichsten Gruppen und Kategorien sämtliche Teile des gesellschaftlichen Lebens und individuellen Interesses. Nun macht auch das Land Peru sich diese sozialen Netzwerke zu Nutze, um - präsentiert durch seine staatliche Tourismusorganisation Promperu - für den Andenstaat als touristische Destination zu werben. Die Profile sind darauf ausgerichtet, möglichst großflächig für Peru zu werben, also bei Eingabe des Wortes Peru oder anderer relevanter Begriffe in die Suchfunktion, abrufbereit zu erscheinen und Informationen leicht zugänglich zu präsentieren. Auf diesem Weg erreicht Peru mit seiner Kampagne einen nicht definierten, jedoch überdimensional großen Pool an potentiellen Interessenten und zukünftigen Besuchern. Sowohl das Urlaubsland Peru im Allgemeinen, als auch die gezielte Vermarktung der beliebtesten und bekanntesten Tourismusdestinationen ist auf diesem Weg möglich. Peru geht mit der Zeit und präsentiert sich professionell und zukunftsorientiert mit allem, was es zu bieten hat. Sehen Sie selbst!

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 Unsere Partner

Picoaga Hotel erstrahlt in neuem Glanz

HotelzimmerLiebhaber der Geschichte haben im Picoaga Hotel im Herzen des Stadtzentrums von Cusco die Möglichkeit eine Reise zurück in die Kolonialzeit zu unternehmen. Den Gästen stehen 72 Zimmer im modernen und im kolonialen Stil zur Verfügung. Im Verlauf des letzten Jahres wurden beide Bereiche renoviert und erstrahlen in einem vollkommen neuen Glanz. Die Kolonialzimmer sind mit Dekorationen aus der Epoche des spanischen Eroberers Francisco Pizarro verfeinert worden und bieten einen antiken Augenschmaus für ihre Bewohner. Die luxuriöse und moderne Junior Suite, aber auch die koloniale Suite Deluxe sind ausgestattet mit Jacuzzi mit Wassermassage, Spanischer Dusche, Plasma TV und einem eigenen Computer. Nicht nur die restaurierten Schlafgemächer, sondern auch die wohlig angenehme Lounge mit dem neuen Kachelofen lädt zum Entspannen ein. Umgeben von einem elegant dekorierten Ambiente nehmen Sie Platz auf den exquisiten Möbeln und genießen in aller Ruhe Ihren Begrüßungstee. Wer Lust auf koloniales Flair in ausgefallenem Ambiente hat, der findet im Picoaga Hotel ein einzigartiges Erlebnis. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier oder schreiben Sie uns.

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Hatuchay Hotels mit passendem Angebot für Urwald-Abenteurer und Ruinen-Forscher

Pacaya Samiria Amazon LodgeMitten im tiefsten Regenwald und am Fuße von Machu Picchu - die Hotelkette Hatuchay Hotels ist gleich an zwei attraktiven und äußerst unterschiedlichen Orten präsent und bietet Perureisenden ausgezeichnete Übernachtungsmöglichkeiten. Das Hatuchay Tower Machu Picchu Hotel ist ein 4-Sterne-Haus in Aguas Calientes. Modern ausgestattete Zimmer, ein erstklassiges Restaurant und außerordentliche Gastfreundlichkeit sind nur ein Teil des vielfältigen Angebotes für die internationalen Gäste. Wer Luxus in zentraler Lage lieber gegen aufregende Regenwald-Abenteuer eintauscht, ist hier auch genau an der richtigen Adresse. Im Pacaya Samiria Nationalreservat erhebt sich die Pacaya Samiria Amazon Lodge, die sich der Hotelkette angeschlossen hat. Erforscher des peruanischen Amazonasgebietes müssen auch in den acht kürzlich renovierten Bungalows mit eigenem Bad sowie Balkon nicht auf Exklusivität verzichten. Nutzen Sie die angebotenen Exkursionen, auf denen Sie Taranteln streicheln, mit Einheimischen tanzen oder einen Piranha aus dem Amazonas fischen. Egal ob für die Erkundung der Ruinen von Machu Picchu oder ein Abenteuer Auge in Auge mit exotischen Tieren, die perfekte Unterkunft bietet Ihnen Hatuchay Hotels. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier oder schreiben Sie uns.

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Mit Vivencial Tours den Alltag peruanischer Bauern erleben - jetzt auch in Huaraz

BrotbackenSie möchten statt einem klassischen Touristenurlaub im Hotel lieber Land und Leute kennen lernen? Wenn Sie dafür bereit sind, einige Tage den Komfort eines Hotels gegen ein einfaches Zimmer oder gar ein Zelt einzutauschen, können Sie mit unserm Partner Vivencial Tours einige Tage in einer Bauernfamilie verbringen und diese in ihrem Alltag begleiten, in kulturelle und traditionelle Aktivitäten Einsicht erhalten und somit die einmalige Chance nutzen, einen fremden Alltag zu Ihrem Erlebnisurlaub zu machen. Bereits seit einigen Jahren werden derartige Projekte mit Bedacht auf nachhaltigen Tourismus und als interkultureller Zusatzerwerb für die Bauern in der Gemeinde La Encañada und an der Lagune Sulluscocha nahe Cajamarca durchgeführt. Aktuell sind nun auch neue Projekte dieser Art in Huaraz zugänglich. In der Gemeinde Humacchuco nahe der Bergsteiger-Metropole Huaraz realisiert Vivencial Tours Aufenthalte in ortsansässigen Bergbauernfamilien nach dem selben Modell. Sie werden unmittelbar nach Ihrer Ankunft in der Familie in deren Tagesablauf mit eingeschlossen, bekommen ein eigenes Zimmer und können Zeuge der land- und hauswirtschaftlichen Abläufe werden, an kulturellen Zeremonien teilnehmen und sich beim gemeinsamen Abendessen mit den Familienmitgliedern über Ihre Erlebnisse austauschen. Unternehmen Sie einen Ausflug in eine andere Form des Alltags und machen Sie Ihren Urlaub zu einem Realitäts-Abenteuer. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier oder schreiben Sie uns.

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Das Hotel & Spa Laguna Seca auf dem Travel MART Peru in Cajamarca

InkabadVom 24. bis 26. April nahm das Hotel & Spa Laguna Seca als einer der Gastgeber an der Post Tour nach Cajamarca teil und präsentierte drei wichtige Bereiche: Cajamarca - Stadt des Inkagoldes mit seinen attraktiven, klassischen Ausflügen und zugleich geschichtlichem Schauplatz der Entwicklung Südamerikas unter spanischer Herrschaft, den Inka-Pfad Qhapaq Ñan mit ökotouristischen Routen sowie andiner Kultur in einem Trekking-Programm auf dem Inkatrail im Tal von Cajamarca und den Thermalbad-Komplex der Bäder der Inka, ein mystischer Ort der Gesundheit und Entspannung, der die Lebensgeister von Neuem erweckt. Das Erlebnis von Gesundheit und Entspannung in seiner reinsten Form bietet allerdings das Hotel & Spa Laguna Seca selbst. In jedem Zimmer steht Ihnen ein eigenes Thermalbecken im eigenen Badezimmer zur Verfügung. Mit seiner Qualität und Professionalität positioniert sich die Anlage in den besten Rängen der Hotels im nördlichen Peru. Mit dieser Veranstaltung konnte Peru bei internationalen Reiseagenturen und Anbietern punkten und die Multidiversität des Landes abermals beeindruckend beweisen. Überzeugen Sie sich selbst und entspannen Sie in Cajamarca. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier oder schreiben Sie uns.

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 Regionen

Ausflug unter Wasser: Leben in den Flussriesen des Regenwalds

Das einzigartige Ökosystem des peruanischen Regenwaldes beheimatet eine unglaubliche Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Während die Flora sich geduldig von interessierten Forschern und Betrachtern observieren lässt, ist es wesentlich schwieriger Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu Gesicht zu bekommen, die optimal an ihre Umwelt angepasst und bestens getarnt sind. Noch unwahrscheinlicher ist es jedoch, als neugieriger Besucher die Unterwasserwelt des Regenwaldes kennen zu lernen - und das obwohl man sich zumeist per Boot auf den Flüssen bewegt. Da Tauchausflüge im Amazonas, Madre de Díos oder Marañon Fluss für den Durchschnittsmenschen eher ungewöhnlich sind, entgeht selbst gründlichen Beobachtern hier ein entscheidendes Segment des Gesamtsystems des Regenwaldes sowie dessen Bewohner, von denen sich nur sehr Wenige von Zeit zu Zeit sichtbar an der Wasseroberfläche blicken lassen.

Rosa FlussdelphinIn den Flüssen des peruanischen Regenwaldes leben Fische, Säugetiere und Reptilien Seite an Seite und das Prinzip des fressen und gefressen werden reiht sich nahtlos in das natürliche System des Mikroklimas innerhalb des Ökosystems ein. Die Vertreter der Klasse der Säugetiere, welche ja über Lungen, nicht über Kiemen verfügen, müssen zwangsläufig von Zeit zu Zeit auftauchen um Sauerstoff zu atmen. So ist es einfacher Sie in den meist trüben, fließenden Gewässern auszumachen als Fische. Die Amazonas-Manatis allerdings, bei welchen es sich um Rundschwanzseekühe handelt, sind auf Grund ihres scheuen Verhaltens und der Bedrohung ihrer Art viel schwieriger im fließenden Wasser auszumachen als die ähnlich großen Flussdelfine. Manatis erreichen eine Körpergröße von maximal 2,80 Metern und ein Maximalgewicht von stolzen 480 Kilogramm. Sie ernähren sich von Pflanzen und leben in kleinen Gruppen, die in Abhängigkeit des Nahrungsangebotes in den großen Haupt- als auch in den kleineren Nebenflüssen umherwandern. Flussdelfine hingegen sind meist als Einzelgänger anzutreffen und vertrauen bei der Futtersuche auf Schallwellen im Wasser, da ihr Gehör ausgezeichnet ist, ihre Sehkraft sich aber fast gänzlich zurückgebildet hat. Von ihren im Meer lebenden Artgenossen unterscheidet sie ihre körperliche Beschaffenheit, denn dank nicht fest verwachsener Wirbel sind sie besonders beweglich, sowie ihr für Delphine untypisches Gebiss, welches mit breiteren Backenzähnen auch größere Beutetiere zerkauen und Panzer knacken kann. Flussdelfine vollführen jedoch keinerlei Kunststücke und springen nur sehr selten. Das nächst kleinere Säugetier, welches in tropischen Flussläufen zu Hause ist, ist die gefährdete Art der Riesenotter. Die geselligen Tiere leben und jagen in Rudeln und sind für ihre Körpergröße von bis zu 2 Metern extrem leicht und wendig. Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Wasservögeln, Mäusen und gelegentlich auch von Vogeleiern. Die spritzigen Zeitgenossen sehen aus wie eine Kreuzung aus Hund und Otter, sind ausgezeichnete Schwimmer und zur Freude des Beobachters tagaktive Artisten. Weniger artistisch veranlagt und vor allem in der Dämmerung aktiv ist das Wasserschwein. Bei dem weltweit größten Nager handelt es sich um ein Herdentier, das sich vegetarisch ernährt und bis zu 1,30 Metern Köperlänge erreichen, bei einem Geweicht von bis zu 80 Kilogramm. Wasserschweine stehen in einem engen Verwandtschaftsverhältnis zu den Meerschweinchen, ihre semiaquatische Lebensweise jedoch lässt sich eher mit einem Flusspferd vergleichen.

Die Klasse der Reptilien wird in den Regenwald-Flussläufen von nicht weniger exotischen Vertretern repräsentiert. Zu den größenmäßig kleinen Vertretern ist die Arrausschildkröte zu zählen, die jedoch mit durchschnittlichen 60 bis 70 Zentimetern und 25 Kilogramm die größe Süßwasserschildkröte ist. Das dominante Weibchen ist größer als das Männchen und verantwortlich für die sichere Ablage der Eier während der Trockenzeit, in welcher sich die Paarung abspielt. In der Regenzeit hingegen ist das Hauptaugenmerk der Tiere auf die Nahrungsaufnahme gerichtet, an der auch die Aufenthaltsorte in überfluteten Regenwaldgebieten fernab des Hauptstroms orientiert sind. Hier bescheren herabgefallene Früchte und üppige Pflanzen den Schildkröten ein Festmahl. Durch ihren schwer zu knackenden, harten Panzer werden sie glücklicherweise nur in Einzelfällen selbst zur Nahrung für die seltenen schwarzen Kaimane. Der Kaiman zählt zu der Familie der Alligatoren und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu sechs Metern, womit er das größte Raubtier des südamerikanischen Kontinents ist. Die nachtaktiven Räuber sind auf Grund ihrer dunkeln Farbe optimal getarnt und nur durch das bestrahlen der Augen mit einer Taschenlampe zu erkennen, denn diese leuchten rot. Schon in jungem Alter beginnen schwarze Kaimane ihren angeborenen Jagdtrieb auszuleben und ernähren sich von Fischen, Vögeln und kleinen Säugetieren. Ausgewachsene Tiere haben kaum natürliche Feinde und erlegen hin und wieder sogar Anakondas, wenn diese nach dem verschlingen eines großen Beutetiers gut sichtbar und verlangsamt an der Wasseroberfläche schwimmen. In den fließenden Gewässern des peruanischen Urwaldes ist meist die Große Anakonda anzutreffen, die zu den größten Riesenschlangen der Welt gehört und die meiste Zeit ihres Lebens im Wasser verbringt. Besonders weibliche Anakondas erreichen überdimensionale Längen von über acht Metern und bis zu 200 Kilogramm. Sie lauern ihrer Beute bewegungslos aus einem Hinterhalt auf, verbeißen sich in ihr und töten durch erwürgen der Nahrung, die sie anschließend ganz und kopfüber verschlingen. In jungen Jahren zählen Kaimane und Landraubtiere zu den Feinden der Anakonda, in ausgewachsenem Zustand hingegen bleiben kaum natürliche Feinde. Jedoch besagen Forschungen, dass auch Anakondas von Gruppen kleinerer, potentieller Beutetiere verletzt und sogar getötet werden können.

RochenDie Klasse der Fische wird im Allgemeinen unterschätzt, da zwar einige Arten als Speisefische bekannt sind, andere aus dem lokalen Fischfang, jedoch die unglaubliche Artenvielfalt in ihren variierenden Eigenschaften nahezu unbekannt ist. Die bekanntesten und spektakulärsten in Regenwaldgewässern lebenden Arten sind zweifelsohne die berüchtigt gefürchteten Piranhas. Die räuberischen Fische sind stets in Schwärmen vorzufinden und fressen neben Fischen und Krustentieren auch kleinere Wirbeltiere und Aas. Ähnlich wie Haie verbeißen sie sich in ihrer Nahrung und reißen anschließend durch Rütteln die Fleischstücke aus ihrer Beute heraus. Piranhas erreichen eine maximale Größe von etwa 40 cm und gehören zum Speiseplan einiger Großeptilien und Säugetiere. Trotz ihrer bekannten Aggressivität trifft diese gegenüber Menschen nur bedingt zu und in einigen Gebieten werden Piranhas geangelt und gegessen. Zu den eher typischeren Speisefischen gehört der Schwarze Pacu, der mit bis zu einem Meter Länge stolze 30 Kilogramm auf die Waage bringt. Diese Pflanzen fressende Spezies ist auch noch in großen Tiefen von 5 Metern zu finden und lebt in ausgewachsenem Zustand alleine. Er ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensamen und kann mit seinem starken Unterkiefer sogar Nüsse knacken. Der zweite beliebte Speisefisch der Flussläufe des Dschungels ist der Arapaima, in Peru besser bekannt unter dem Namen Paiche. Es handelt sich um einen der größten Süßwasser-Raubfische der Erde, der 200 Kilogramm und über zwei Meter Länge erreichen kann. Zu seiner Beute gehören Fische, Vögel und kleine schwimmende Säugetiere. Als Vertreter der Kategorie der elektrischen Fische trifft man auf den Zitteraal, der durch Bewegung eine elektronische Spannung von bis zu 500 Volt erzeugen kann und dadurch seine Beute - vorwiegend Fische - tötet. Die schlangenartigen Aale erreichen Längen von über zwei Metern. Auch Süßwasserrochen leben in diesem einzigartigen Ökosystem. Diese halten sich meist in Bodennähe auf und durchsuchen den Sand nach Nahrung wie Würmern, Garnelen oder Schnecken. Der Rochen gehört zu den gefürchteten Fischen, denn badende Urwaldeinwohner treten von Zeit zu Zeit versehentlich auf ihn, wenn er im Sandboden der Flüsse vergraben liegt, was der Rochen natürlich nicht ungestraft lässt und sich mit seinem Stachel am Schwanz zur Wehr setzt. Viel kleiner als der Süßwasserrochen mit etwa 35 cm Scheibendurchmesser, jedoch ebenfalls gefürchtet vom Menschen ist der Candiru, ein welsartiger Parasit, der bis zu 15 cm Länge erreicht. Er dringt in die Kiemen anderer Fische ein und ernährt sich von deren Blut. Seinen gefürchteten Ruf beim Menschen hat er, weil einzelne Exemplare - von Urin angelockt - auch in menschliche Körperöffnungen wie Vagina, After oder Penis schwimmen und sich dort festsetzen. Zusätzlich zu den entstehenden Schmerzen muss der Candiru im Regelfall operativ entfernt werden. Haie hingegen gibt es in den Süßwasserflüssen erfahrungsgemäß nicht. Nur der Bullenhai ist als einziger Vertreter fähig auch im Süßwasser zu überleben, wird aber nur äußerst selten bis gar nicht gesichtet.

Das außergewöhnliche Ökosystem der Regenwälder bietet also auch unter Wasser eine beeindruckende, unerwartete Vielfalt, die nur durch die Anpassung des Menschen an die Grundgesetze der Natur erhalten bleiben kann.

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 Reisenotizen

Touristische Schätze auf der Route von Cusco nach Puno

Raqchi TempelWer auf seinem Rundreiseplan Cusco notiert, findet ein paar Zeilen weiter unten oder auch vorher sicher auch die Stadt Puno am Titicacasee. Die Strecke zwischen Cusco und Puno zählt zu den wichtigsten und meist bereisten Distanzen in der peruanischen Reisebranche. Unzählige Transportanbieter offerieren ihre Dienste auf den Straßen der besagten Route. Ein Busunternehmen davon habe ich, zusammen mit zwei Freundinnen auf meinem Rundtrip durch den Süden Perus, ausgewählt. Wären wir von unserem Ausgangsort ohne Zwischenstopps zum gewünschten Zielpunkt gerast, hätten wir die Fahrt in etwa sechs Stunden zurücklegen können. Da die 389 Kilometer lange Wegstrecke touristische Schätze wie Inkaruinen, eindrucksvolle Kirchen und Museen birgt, entschied sich unser Reiseherz doch für die zehnstündige Variante mit Besichtigungen.

Pünktlich um 07:30 Uhr morgens auf die Sitze geschnallt und mit etwas Glück auch noch die erste Reihe ergattert, startete unser komfortabler Bus Richtung erste Sehenswürdigkeit - zur 40 Kilometer von Cusco entfernten Kirche San Pedro von Andahuaylillas. Die wunderschöne barocke Kolonialkirche wurde im 17. Jahrhundert von Jesuiten errichtet. Ihr Inneres ist ausgeschmückt mit Wandmalereien im Stil der "Escuela Cusqueña" (Malschule Cusco), wofür das Gotteshaus auch als Sixtinische Kapelle von Südamerika bezeichnet wird. Die kunstvollen Verzierungen symbolisieren christliche Szenen, die ins indigene Alltagsleben überfließen und zusammen verschmelzen. Vor der Kirche befindet sich ein kleiner Dorfplatz mit einem peruanischen Handwerksmarkt mit bunten Souvenirs. Über diesen erheben sich riesengroße, pompöse, Schatten spendende und Jahrhunderte alte Bäume, die als weitere Attraktion in diesem kleinen Örtchen posieren. Beeindruckt von Andahuaylilla nahmen wir wieder Platz auf unseren Spitzenpositionen im Bus und bestaunten auf den nächsten 90 Kilometern die vorbeibrausende Andenlandschaft. Der nächste Halt war in Raqchi um die eindrucksvollen Überreste eines riesigen Tempels der Vorinka Zeit zu erkunden. Die Stätte liegt am Inkapfad, der Tucuman (Argentinien) und Pasto (Kolumbien) miteinander verband und als Pilgerstätte des Schöpfergottes Wiracocha diente. Die umliegenden 160 Rundbauten mit acht Meter Durchmesser und vier Meter Höhe fanden als Vorratsspeicher Verwendung. Die Inka lagerten hier unter anderem Mais, Trockenfleisch, Getreide und gefrierfertige Kartoffeln. Nahe des Tempels fanden wir eine künstlich angelegte Lagune in Halbmondform (Symbol des göttlich-weiblichen Mondes). Versorgt mit ausreichend Informationen über die antike Ruinenanlage, genossen wir noch einen kurzen Spaziergang an der Seepromenade bevor wir unsere Reise ins 38 Kilometer weiter gelegene La Raya fortführten.

SteinformationSchon fast in Puno und doch noch in Cusco. La Raya bildet nicht nur die natürliche Grenzlinie der beiden Regionen, sondern bietet einen atemberaubenden Blick auf die Schnee bedeckten Gipfel der Andengletscher. Mit 4.435 Meter über dem Meeresspiegel ist dies der höchste Punkt der gesamten Wegstrecke. Ein Muss für ein aussagekräftiges Erinnerungsfoto vom herrlichen Landschaftsszenario. Ablenkung fanden wir auf dem Aussichtsplatz, welcher natürlich wieder mit einem peruanischen Souvenirmarkt ausgestattet war, der unsere kaufwütigen Herzen bis zum Gipfel des angezuckerten Andenberges höher schlagen ließ. Einen letzten sehnsüchtigen Blick auf die Landschaft oder auch auf die Souvenirs werfend und einen tiefen Atemzug der klaren, frischen Luft nehmend, schwangen wir unsere Kameras zurück in die Taschen und uns selbst in den vertrauten Bus. In 92 Kilometer Entfernung befand sich der nächste rote Punkt auf unserer Route. Mit großem Erwarten steuerten wir dem Halt, der sich als das Städtchen Pucará mit seinem Museum Litico entpuppte, entgegen. Besonders bekannt ist Pucará für seine aus Ton gefertigten Stiere, welche den Einheimischen als Glücksbringer dienen und an Touristen als Souvenirs in allen Größen verkauft werden. Am Stadtplatz ist eine acht Meter große Stier-Statue zu bestaunen. Die toritos (Stierchen) finden normalerweise auf den Dächern von neuen Rohbauten ihre Verwendung, wo sie ihrer Aufgabe als Beschützer des Hauses gerecht werden. Meist werden zwei Stiere nebeneinander, manchmal getrennt durch ein Kruzifix fixiert. Neben dem Bestaunen imposanter Tonfiguren lädt ein archäologisches Steinmuseum zum Besuch ein. Präsentiert werden behauene Steine aus der Epoche der dort ansässigen präinkaischen Pucará-Kultur (1.000 v. Chr.). Eine interessante Zeittafel blitzte aus dem Hinteren hervor und verschaffte uns einen Überblick über die vergangenen Kulturen Perus. Im Innenhof des Litico Museums erheben sich seltsam und zu tierähnlichen Konturen gebildete Monolithformationen. Eine davon nahmen wir genauer unter Betracht, da man sagt, sie würde einem Frosch oder gar E.T., dem Außerirdischen, gleichen. Beim Verlassen des Gartens folgten uns vier Augenpaare von der Dachspitze des Hauses - zwei toritos von Pucará. Nach dem letzten Halt waren nur noch etwa 120 Kilometer bis nach Puno zu bewältigen und unsere erlebnisreiche Fahrt neigte sich langsam nach zehn Stunden dem Ende zu. An wundervollen Eindrücken reicher, nahmen wir danach Puno und den Titicacasee in Angriff.

(aufgezeichnet von Sandra Hillerzeder)

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