REISEZIELE IN PERU - NATURSCHUTZGEBIETE
Peru zählt zu den Ländern mit der reichsten Artenvielfalt
der Welt, sowohl Flora als auch Fauna betreffend. Dank der geographischen
Lage sowie der vielen Klimazonen und Landschaftsformen, die hier
zu finden sind, gibt es die perfekten Voraussetzungen für Millionen
von Tier- und Pflanzenarten. Durch seine topographische Struktur
und die drei dominierenden Klimazonen findet man in Peru dreiviertel
aller weltweit vorkommenden natürlichen Lebensräume. Nationalparks
wie jener von Manu, im südlichen Regenwald des Landes, sind
weltweite Spitzenreiter, was die Anzahl der heimischen Tier- und
Pflanzenspezies betrifft. Um in einer Zeit von fortschreitender
Industrialisierung die Fortbestände dieser einzigartigen Biotope
zu sichern, wurden schon in den 60er Jahren erste Zonen in Naturschutzgebiete
und Nationalparks umbenannt.
Im Folgenden haben wir Ihnen eine Übersicht der verschiedenen
Naturschutzgebiete und Nationalparks in Peru zusammen gestellt.
Huascarán - Manu
- Río Abiseo - Cerros
de Amotape / Biosfera Noroeste - Manglares
de Tumbes / Biosfera Noroeste - Machu Picchu
- Bosque de Pómac - Junín
- Paracas - Lachay
- Titicaca -
Pacaya Samiria - Tambopata
| PARQUE
NACIONAL HUASCARAN |
Departamento: Ancash (Hochland)
Gründung: 1975
Meereshöhe: 2500 bis 6768 m
Flächengröße: 340.000 Hektar
Status: Nationalpark,
Biosphärenreservat
Beschreibung: Der Nationalpark Huascarán
zählt ohne Zweifel zu den schönsten des peruanischen Hochlandes.
Auf einer Größe von 340.000 Hektar umfasst und schützt
er das größte und höchste tropische Gebirge der
Welt, die Cordillera Blanca. Nicht nur seine einzigartige Fauna
und Flora sondern auch die 663 Gletscher, mehr als 200 schneebedeckten
Gipfel, 296 glasklaren Lagunen und 44 Flüsse machen dieses
UNESCO Weltnaturerbe und Biosphärenreservat so einzigartig.
Mit dem Huascarán (6768 m) und dem Alpa Mayo (5947 m) liegen
auch Perus höchster Berg sowie der schönste Gipfel der
Welt in diesem Naturparadies. Die höchst seltene und faszinierende
Puya Raimondi, die größte Ananaspflanze der Welt, ist
beispielsweise im Park zu finden und mit etwas Glück und dem
richtigen Timing (Mitte September) kann man sogar ihre riesigen
Blüten bewundern.
Aktivitäten: Fast alle klassischen Ausflüge,
die von Huaraz aus unternommen werden, führen in den Huascarán
Nationalpark. Darunter der Ausflug zu den Llanganuco Lagunen und
jener zum Gletscher Pastoruri. Auch für Sportliebhaber ist
die Cordillera Blanca eine Reise wert. Ganz gleich ob Mountain Biking,
Klettern, Trekking oder Skifahren, in jedem Schwierigkeitsgrad und
für alle Zielgruppen findet sich das Passende.
Praktische Hinweise: Der Huascarán Nationalpark
verfügt über mehrere Besucherzentren, die den Gästen
die Einzigartigkeit des Parks näher bringen. Zahlreiche Informationsschilder
und Hinweise entlang des gut ausgebauten und gepflegten Wegenetzes
erleichtern das Zurechtfinden in dem riesigen Gebiet und informieren
über Flora und Fauna. Für Trekker stehen mehrere Campingplätze
zu Verfügung.
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Departamento: Cusco und Madre de Dios
Gründung: 1973
Meereshöhe: 365 bis 4000 m
Flächengröße: 1.881.200 Hektar
Status: Nationalpark,
Biosphärenreservat
Beschreibung: Der Manu Nationalpark im südlichen
Regenwaldgebiet Perus ist ein Park der Superlative und gilt als
der wichtigste Perus. Auf einer Fläche von über 1,8 Millionen
Hektar und Höhenlagen zwischen 365 und 4000 m bietet er Lebensraum
für mehr als 1000 Vogelarten, 200 Säugetiere, darunter
13 Affenarten, eine Vielzahl bunter Schmetterlinge aller Größen
und 15.000 bekannte Pflanzenarten. 1973 gegründet, war der
Park einer der ersten Nationalparks Perus und er ist nach wie vor
der zweitgrößte. Auch die UNESCO hat den Wert des Manu
Nationalparks schon vor Langem erkannt und das Gebiet 1977 zum Biosphärenreservat,
1987 schließlich zum Weltnaturerbe der Menschheit ernannt.
Aktivitäten: Neben dem klassischen Nationalpark,
etwas weiter im Osten, wurde 1980 ein eigenes Reservat gegründet,
in dem Tourismus in Regenwald-Lodges erlaubt ist. Die Highlights
der meisten Touren in dieses Reservat sind die Besuche bei den Tapir-
und Papageien-Salzlecken bei denen eine Vielzahl bunter Aras und
anderer Tiere beobachtet werden können. Auch anderes Wildleben
wie Affen, Riesenotter und hin und wieder auch Jaguare können
gesichtet werden.
Praktische Hinweise: Innerhalb der reservierten
Zonen des Manu Nationalparks befinden sich zahlreiche Urwald-Lodges,
die zwei- bis mehrtägige Programme anbieten. Es bietet sich
an, Ausflüge in den Manu Nationalpark nach einer Rundreise
von Cusco aus zu machen.
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| PARQUE
NACIONAL RIO ABISEO |
Departamento: San Martín (Hochland,
Regenwald)
Gründung: 1983
Meereshöhe: 500 bis 4200 m
Flächengröße: 274.520 Hektar
Status: Nationalpark
Beschreibung: Der Río Abiseo Nationalpark
liegt im Nordosten des Landes im Flussbecken des Abiseo Flusses.
An zwei Seiten wird der Park von den Flüssen Marañon
und Huallaga, beides Amazonaszuflüsse, eingegrenzt. Das Besondere
an diesem Park ist, ähnlich wie beim Manu Nationalpark, der
große Höhenunterschied innerhalb der Parkgrenzen der
für vier verschiedene Ökozonen und damit eine große
Artenvielfalt sorgt. Mit seiner Vielzahl von Vogelarten ist der
Park ein Paradies für Birdwatcher. Alleine auf einer Höhe
zwischen 3000 und 4100 m wurden 132 Andine Vogelarten gezählt.
Ebenfalls bemerkenswert ist, dass bisher schon 36 archäologische
Stätten aus prä-kolumbianischen Zeiten entdeckt wurden.
Angesichts der Ausmaße des Gebietes ist anzunehmen, dass diese
Zahl in Zukunft noch größer werden wird.
Aktivitäten: Besonders für Vogelbeobachter
ist dieser Park empfehlenswert. Da der Tourismus noch im Anfangsstadium
ist, lassen sich hier seltene Vögel in aller Stille und unberührter
Natur in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Auch für
Wanderungen und die Besichtigung der prä-kolumbianischen Ruinen
zahlt sich der lange Anfahrtsweg aus.
Praktische Hinweise: Der Park ist derzeit noch
sehr wenig touristisch erschlossen und daher nur eingeschränkt
für Touristen besuchbar. Zwar ist er seit 1990 UNESCO Weltnaturerbe,
doch die Planung einer touristischen Infrastruktur im ökologischen
Gleichgewicht mit der Natur befindet sich noch im Anfangsstadium.
Auch der Anreiseweg ist mehr als beschwerlich. Von Trujillo (Sektor
Occidental) und Tarapoto (Sektor Oriental) aus kann man den Park
nach einer Tagesreise und mehreren Bus- und Bootsfahrten erreichen.
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| PARQUE
NACIONAL CERROS DE AMOTAPE / BIOSFERA NOROESTE |
Departamento: Tumbes und Piura (Küste)
Gründung: 1975 Nationalpark, 1977 Biosphärenreservat
Meereshöhe: 60 bis 1640 m
Flächengröße: 231.402 Hektar
Status: Nationalpark,
Biosphärenreservat
Beschreibung: Gemeinsam mit dem Jagdgebiet
El Angolo und der Schutzzone von Tumbes formt der Nationalpark Cerros
de Amotape das UNESCO Biosphärenreservat Noroeste (Nordwest).
Das Spezielle an diesem Gebiet sind die verschiedenen Arten von
Wäldern die hier vorkommen. Vom Mangrovenwald mit Krokodilen
über den tropischen Bergwald, Lebensraum von Leguanen, bis
zum trockenen Andinen Wald auf über 1000 m Höhe, findet
man hier alles.
Aktivitäten: Das Gebiet eignet sich vor
Allem zur Beobachtung von Flora und Fauna. Mehrere Zeltplätze
laden zum Campen und Trekking ein.
Praktische Hinweise: Dem Touristen bieten sich
in der Biosfera Noroeste vier Möglichkeiten zum Besuch des
Gebietes. Vom Departamento Piura aus kann man das Jagdrevier El
Angolo erreichen. Den Nationalpark Cerros de Amotape selbst sowie
die Zona Reservada Tumbes und die Mangrovenwälder kann man
von Tumbes aus besuchen.
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| SANTUARIO
NACIONAL MANGLARES DE TUMBES / BIOSFERA NOROESTE |
Departamento: Tumbes (Küste)
Gründung: 1988, seit 1977 Teil der Biosfera Noroeste
Meereshöhe: 60 bis 1640 m
Flächengröße: 2972 Hektar
Status: Nationales
Naturdenkmal, Teil der Biosfera Noroeste
Beschreibung: siehe Parque
Nacional Cerros de Amotape / Biosfera Noroeste
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| SANTUARIO
HISTORICO MACHU PICCHU |
Departamento: Cusco (Hochland)
Gründung: 1981
Meereshöhe: 1800 bis 3800 m
Flächengröße: 32.592 Hektar
Status: Historisches
Denkmal
Beschreibung: Machu Picchu ist nicht nur UNESCO
Weltkultur- und naturerbe sowie deklariertes historisches Denkmal
sondern auch die Touristenattraktion Nr. 1 in Südamerika. Das
ist auch der Grund dafür, warum diese Sagen umwobene Inka-Festung
und ihre Umgebung unter Schutz steht. Es ist für jeden Perureisenden
ein eindrucksvolles Erlebnis diese Stätte, inmitten von Bergregenwald
gelegen und erst 1911 von Hiram Bingham wieder an die Öffentlichkeit
gebracht, zu besuchen und ein Stück Weltgeschichte hautnah
zu erleben. Das Naturschutzgebiet umfasst dieses Andenplateau mit
seinen Abhängen die bis hinunter ins Urubamba-Tal reichen.
Doch weitaus mehr als für die spektakuläre Landschaft
ist dieses Denkmal bekannt für die Ruinen von Machu Picchu
selbst. Der weitläufige Komplex besteht aus 216 Gebäuden,
die mit etwa 100 Treppen verbunden und um einen großen Platz
angeordnet sind. Von der Stätte selbst sowie von dem benachbarten
Berg Huayana Picchu kann man einen fantastischen Ausblick auf die
heilige Stadt sowie auf die steil abfallenden Hänge mit tropischer
Vegetation genießen.
Aktivitäten: Die Besichtigung der weltberühmten
Anlage von Machu Picchu kann man in einem oder zwei Tagen erledigen.
Für die aktiveren Urlauber lohnt sich eine der bekannten Trekkingtouren
zu Machu Picchu, wie etwa der zwei- oder der viertägige Inkatrail.
Auch Naturliebhaber werden in dieser vielfältigen Fauna und
Flora auf ihre Kosten kommen. Rund um Machu Picchu locken außerdem
einige attraktive Wanderungen den Aktivurlauber ein. Besuchen Sie
die alte Inka Hängebrücke, das Sonnentor oder Huayna Picchu
und lassen Sie die einzigartige Umgebung auf sich wirken!
Praktische Hinweise: Es lohnt sich, eine Nacht
in Aguas Calientes zu bleiben, um am ersten Tag den Gipfel Putucusi
zu besteigen und den zweiten Tag zur Gänze mit der Besichtigung
von Machu Picchu zu verbringen. Mehr Informationen zu Machu Picchu
finden Sie hier.
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| SANTUARIO
BOSQUE DE POMAC |
Departamento: Lambayeque (Küste)
Gründung: 2001
Meereshöhe: Chiclayo 29 m
Flächengröße: 5887 Hektar
Status: Historisches
Denkmal
Beschreibung: In der Provinz Ferreñafe
in Lambayeque, 36 km von Chiclayo gelegen, befindet sich der Bosque
de Pómac, der größte Trockenwald der Welt. Während
Forstwirtschaft in diesem Gebiet nicht erlaubt ist, wird mit der
Gewinnung von Honig und Algarrobina, Johannesbrotbaumsirup, sowie
mit Ökotourismus zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region
beigetragen.
Der Bosque de Pómac, Teil des Schutzgebietes Batán
Grande, bietet eine Vielzahl von sehenswerten Attraktionen. Neben
der eindrucksvollen Landschaft des Trockenwaldes aus Algarrobos
(Johannesbrotbäumen) inmitten einer kargen Wüstenlandschaft,
finden sich zahlreiche Ausgrabungen und archäologische Stätten.
Der Wald war das Zentrum der Sicán-Kultur, die die Region
von Lambayeque um 750 n. Chr. bewohnt hat. Noch heute finden sich
zahlreiche Spuren dieser Kultur, die jener der Mochica nachfolgte.
34 Pyramiden und Ruinen laden zur Erforschung ein. Außerdem
bietet der Wald Lebensraum für eine Vielzahl von Vogel- und
Säugetierarten, darunter Füchse, Bergkatzen und Ameisenbären.
Aktivitäten: Mit seinem Artenreichtum
ist der Bosque de Pómac ein Paradies für Naturliebhaber.
Auch geschichtlich interessierte Reisende werden bei der Besichtigung
der zahlreichen Pyramiden und Ruinen auf ihre Kosten kommen. Bei
Wanderungen durch den Park lassen sich diese Aktivitäten bestens
verbinden.
Praktische Hinweise: Kombinieren Sie einen
Besuch des Bosque de Pómac mit jenem des Museo
Tumbas Reales de Sipán. Der Wald befindet sich in der
direkten Umgebung der
Stadt Chiclayo sowie der Túcume Pyramiden und des Museums.
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