REISEZIELE IN PERU - NATURSCHUTZGEBIETE
Peru zählt zu den Ländern mit der reichsten
Artenvielfalt der Welt, sowohl Flora als auch Fauna betreffend.
Dank der geographischen Lage sowie der vielen Klimazonen und Landschaftsformen,
die hier zu finden sind, gibt es die perfekten Voraussetzungen für
Millionen von Tier- und Pflanzenarten. Durch seine topographische
Struktur und die drei dominierenden Klimazonen findet man in Peru
dreiviertel aller weltweit vorkommenden natürlichen Lebensräume.
Nationalparks wie jener von Manu, im südlichen Regenwald des
Landes, sind weltweite Spitzenreiter, was die Anzahl der heimischen
Tier- und Pflanzenspezies betrifft. Um in einer Zeit von fortschreitender
Industrialisierung die Fortbestände dieser einzigartigen Biotope
zu sichern, wurden schon in den 60er Jahren erste Zonen in Naturschutzgebiete
und Nationalparks umbenannt.
Um eine Übersicht über die Vielzahl von
verschiedenen Kategorien und Formen von Naturparks und -gebieten
zu erstellen, haben wir hier einige Begriffe definiert, wie sie
in Peru gültig sind.
| INDIREKT
GENUTZTE GEBIETE (AREAS DE USO INDIRECTO) |
In diesen Schutzgebieten ist der Naturschutz das erste
und einzige Ziel. Jegliche Nutzung oder künstliche Veränderung
der Landschaft ist verboten. Einzig wissenschaftliche Arbeiten sowie
Tätigkeiten, die dem Tourismus, der Weiterbildung, Kultur und
Erholung dienen, sind eingeschränkt erlaubt. Zu indirekt genutzten
Flächen zählen folgende Landschaftsräume:
- Nationalpark
(Parque Nacional): Laut Definition der INRENA (Instituto Nacional
de Recursos Naturales, dem nationalen Institut für Naturresourcen),
werden jene Gebiete zu Nationalparks erklärt, die repräsentativ
für die ökologische Vielfalt des Landes sind. Sie dienen
dem Schutz dieser Vielfalt und einem oder mehrerer Ökosysteme,
typischer Flora und Fauna, den natürlichen Evolutionsprozessen
sowie charakteristischer Landschaft und Kultur.
In Peru gibt es 11 Nationalparks.
- Nationales
Naturdenkmal (Santuario Nacional): Naturdenkmäler sind
unter Naturschutz stehende Landschaften oder Landschaftselemente,
die sich durch eine Besonderheit (z. B. ganz spezielle Flora oder
Fauna) auszeichnen. Peru verfügt über 7 nationale Naturdenkmäler.
- Historisches
Denkmal (Santuario Histórico): Historische Denkmäler
umfassen nicht nur eine besondere natürliche Landschaft,
sondern außerdem eine archäologisch oder historisch
wertvolle Stätte.
Das bekannteste der 4 historischen Denkmäler in Peru ist
ohne Zweifel Machu Picchu.
TOP
| DIREKT
GENUTZTE GEBIETE (AREAS DE USO DIRECTO) |
Unter die Gruppe der direkt genutzten Gebiete fallen
jene Schutzzonen, in denen die Nutzung von natürlichen Rohstoffen
für die lokale Bevölkerung unter einem strengen Maßnahmenplan,
überwacht von einer lokalen Körperschaft, erlaubt ist.
- Nationalreservat
(Reserva Nacional): Ähnlich wie bei Nationalparks ist
auch in Nationalreserveraten die Hauptaufgabe der Schutz und die
Konservierung der Biodiversität. Doch im Gegensatz zum Nationalpark
bei dem jegliche touristische und wirtschaftliche Nutzungen nur
in minimalem Rahmen möglich sind, darf in einem National
Reservat sehr wohl auch Bewirtschaftung betrieben werden. Eine
Ausnahme ist allerdings die Forstwirtschaft mit gefährdeten
Edelhölzern. 10 Nationalreservate können Sie während
Ihrer Perureise besuchen.
- Landschaftsschutzgebiet
(Reserva Paisajística): Dabei handelt es sich um jene
Gebiete, die von besonderem Wert sind, weil sie auf ganz spezielle
Art und Weise die Beziehung zwischen natürlicher und von
Menschen geschaffener, kultureller Ästhetik aufzeigen. In
diesen Regionen ist sowohl die Ansiedlung von Menschen als auch
die touristische und landwirtschaftliche Nutzung erlaubt, sofern
sie keine signifikanten Änderungen im Charakter der Landschaft
mit sich bringen. Bisher gibt es in Peru 2 Landschaftsschutzgebiete.
- Wildschutzgebiet
(Refugio de Vida Silvestre): Diese Gebiete dienen dem aktiven
Schutz und der Wiederherstellung von bedrohten Lebensräumen
und/oder Spezien. Es ist nicht erlaubt, diese Schutzgebiete zu
nutzen, sofern das eine Veränderung des natürlichen
Raumes mit sich führt.
- Gemeindereservat
(Reserva Comunal): Diese Reservate dienen der Konservierung
von wilder Flora und Fauna mit dem Ziel, der lokalen, meist ruralen
Bevölkerung zur traditionellen Verarbeitung und Verwendung
zu dienen. Mittels Maßnahmenplänen, kontrolliert von
lokalen Organen, wird garantiert, dass die Gewinne daraus in der
Region bleiben. In 6 peruanischen Gemeindereservaten wird die
lokale Bevölkerung unterstützt.
- Schutzwald
(Bosque de Protección): Schutzwälder helfen dabei,
der natürlichen Erosion, vor allem entlang Flüssen,
entgegenzuwirken. In diesen Gebieten sind herkömmliche Aktivitäten,
die der Vegetation nicht schaden, erlaubt. 6 Schutzwälder
in Peru sorgen für mehr Sicherheit gegen Flüsse, die
aus ihren Ufern treten und nahe Gebiete überschwemmen könnten.
- Jagdrevier
(Coto de Caza): Das sind jene Gebiete, die eigens dem Jagdsport
gewidmet sind. In Peru kann in 2 Revieren Wild gejagt werden.
TOP
| BIOSPHÄRENRESERVATE
(RESERVA BIOSFERA) |
Bei Biosphärenreservaten handelt es sich um eine
Kategorisierung durch die UNESCO, die 1974 ins Leben gerufen wurde.
Es handelt sich bei dieser Art von Reservaten um Modellregionen,
in welchen neben dem Schutz der natürlichen Landschaft auch
die Einbeziehung der Bevölkerung in die Gestaltung dieses Lebensraumes
sowie die Forschung und Bildung im Vordergrund stehen. Ziel dieses
Biosphären-Planes der UNESCO ist es, das bestehende Netz so
lange zu erweitern, bis früher oder später alle Lebensraumtypen
der Welt vertreten sind.
Biospährenreservate in Peru:
TOP
| SCHUTZZONEN
(ZONA RESERVADA) |
Abgesehen von den bereits genannten Kategorien gibt
es noch Schutzzonen, so genannte Zonas Reservadas. Diese Schutzzonen
umfassen Gebiete, die auf dem Weg sind, in Nationalparks, Nationalreservate
oder Ähnliches umgewandelt zu werden. Um aber zu solchen Naturparks
zu werden fehlt es in den meisten Schutzzonen noch an zusätzlicher
Forschung und Studien, um unter Anderem herauszufinden, wie groß
die Gebiete genau sind und in welcher Form sie geschützt werden
sollen.
TOP
Zurück zur Seite Naturschutzgebiete
|